Halifax/ Nova Scotia, Kanada, cruise day 14, part two: Kirchen und Parks (Anthem, Oktober 2023)

Nach Beendigung der ersten Runde der HopOn-HopOff-Tour bleiben wir einfach im Bus sitzen und fahren die ersten vier Stopps noch einmal. Wir steigen an der katholischen St. Mary‘s Basilica aus und werfen einen Blick hinein. Es ist kurz nach zehn, sie hat gerade geöffnet und schon sitzen sechs Personen auf der Bank und warten, dass der Beichtstuhl wieder frei wird.

Bei der gigantischen Explosion 1917 wurden auch die Wandmalereien im Altarraum zerstört und später einfach durch Tapeten ersetzt. Das Provisorium hielt gut einhundert Jahre. Während des Covid-19 Lockdowns wurden sie schließlich wieder als Wandmalereien ausgeführt.

Die modernen Zeiten machen auch vor dem Spendensammeln nicht halt: hier in der Kirche hält man einfach seine Kreditkarte vor das entsprechende Feld, der Betrag ist praktischerweise schon voreingestellt, 5 oder 10 kanadische Dollar, tap to give!

Wir passieren das alte Bücherei-Gebäude mit der Churchill-Skulptur davor. Churchill hat Halifax sehr oft besucht.

Die neue öffentliche Central Library schräg gegenüber ist gigantisch für eine Stadt mit rund 480.000 Einwohnern. Das Grundstück wurde 50 Jahre als Parkplatz benutzt, bevor 2014 das aus einem internationalen Wettbewerb hervorgegangene, inzwischen preisgekrönte Gebäude eröffnet wurde.

Außer den für eine Bücherei üblichen Büchern findet man hier zwei Cafés und kommunal nutzbare Räume, auch Konferenzräume, sowie ein Auditorium mit 300 Sitzplätzen und eine öffentliche Dachterrasse. Es gibt wlan und hundert kostenlos nutzbare Computerterminals. Das Gebäude ähnelt einem Stapel Bücher, leider gehen wir nicht hinein.

Aber wir kommen sicherlich noch einmal wieder hierher, Halifax ist eine sehr zugängliche und fußgängerfreundliche Stadt. Wir gehen die Spring Garden Road entlang bis zu einem Drogeriemarkt.

Hier kaufe ich keinen Kleber für mein gebrochenes Brillengestell, sondern eine Trifokal-Brille: oben für das Kommunizieren mit einem Gegenüber, die Mitte für Bildschirmarbeit und unten zum Lesen und das ganze noch 0,25% stärker als meine alte Brille. So etwas kauft man dort für knapp 40 kanadische Dollar, vor Steuern, aber trotzdem sind es umgerechnet nur gut 30 Euro. Nun müssen sich meine Augen nur noch dran gewöhnen.

Anschließend wollen wir in die Halifax Public Gardens. Das ist jetzt ein Park, es müsste also eigentlich Public Garden heißen. Die heutige Version entstand 1874, als zwei ältere Gärten, der Nova Scotia Horticultural Society Garden und der angrenzende öffentliche Park zusammengelegt wurden.

Am Haupteingang mit seinem großen Schmucktor erwarten uns die Boy Scouts, die auf Hochglanz polierte, tiefrote Äpfel aus einem Bauchladen heraus verkaufen, um Geld für eine gemeinsame Fahrt zu verdienen. Unser Argument, dass wir leider gar keine kanadischen Dollars dabei haben, wird sehr schnell entkräftet.

Die Jungs zeigen uns ihre Sammeldose, in der sich auch schon Euro-Banknoten neben Münzen und Scheinen in anderen Währungen befinden. Der erwachsene Scout hat zudem ein Kartenlesegerät dabei. Er erzählt uns, dass es für viele Menschen inzwischen normaler geworden ist, einfach die Karte auf das Gerät zu halten.

Wir geben dann zwei amerikanische Dollar und Kay nimmt einen Apfel mit. Er sieht wirklich verführerisch gut aus, ich probiere einen kleinen Bissen. Aber leider reagiere ich doch allergisch auf ihn.

Im Park, der von Mai bis November zugänglich ist, darf man weder rauchen, noch joggen, noch Radfahren, keine Enten füttern und auch nicht heiraten. Die Hauptwege sind damals so breit angelegt worden, dass zwei Damen in Reifröcken aneinander vorbei flanieren konnten, ohne sich zu berühren.

Nach und nach wurde der Park durch Statuen, Brunnen, einem bandstand (1887 erbaut, bis Ende September gibt es dort jeden Sonntag ein Konzert) und Wasserläufen verschönert, um dem Ideal eines viktorianischen Gartens gerecht zu werden. Von denen gibt es nicht mehr so viele.

Seit 1984 gehört die Parkanlage historischen Erbe Kanadas und steht unter Schutz. Das Bild zeigt einen der insgesamt drei Brunnen, meist anlässlich eines königlichen Jubiläums beauftragt und aufgestellt.

Die Blumenbeete sehen jetzt Ende Oktober natürlich nicht mehr so dekorativ aus, wie im Sommer, doch Rosen blühen immer noch. Einige Beete sind, sehr ungewöhnlich für uns, erhöht bepflanzt.

Der große See, (jeder viktorianische Garten hat einen pond), trägt den Namen Griffin Pond. Benannt wurde er nach einem jungen irischen Einwanderer mit Namen Lawrence Griffin. Er wurde zu Unrecht wegen Mordes zum Tode verurteilt und 1821 (da war es noch kein Park) an der Ostseite des Sees gehängt. Zur Wiedergutmachung wurde später der See nach ihm benannt.

Der Tourguide im Bus leitete die Geschichte ein mit den Worten: Ich weiß eine todsichere Methode, wie in Kanada ein See nach einem benannt werden kann! Makaber!! Auf dem See schwimmt ein Modell der Titanic, leider haben wir es nicht gesehen, daher gibt es davon auch kein Foto an dieser Stelle.

Überall im Park verteilt wird an militärische Zeitgenossen, aber auch an Vorreiter der Antialkoholiker oder Frauenrechtlerinnen, mit Plaketten und kleinen Statuen erinnert. Dies ist eine Skulptur (von Hamilton MacCarthy, 1903), die an die Teilnahme der Royal Canadian Dragoner in den Burenkriegen in Afrika erinnert.

In der Horticultural Hall (1847 erbaut) gibt es Informationen und Prospekte, aber auch ein Café, das zu einem sehr guten Kaffee noch viel bessere Pekan-Dreiecke verkauft. Außerdem gibt es hier freies wifi, so dass wir das erste Mal nach sieben Tagen wieder ein Lebenszeichen an die Familie absetzen (und jede Menge aufgelaufene E-Mails löschen) können.

Halifax/ Nova Scotia, Kanada, cruise day 14, part three: Sehenswürdigkeiten (Anthem, Oktober 2023)

Nach dem ausgiebigen Besuch des Parks suchen wir die naheliegende Haltestelle des HopOn-HopOff-Busses und fahren eine Station weiter bis zur Zitadelle.

Es ist kurz nach 12 Uhr mittags und wir haben das tägliche Abfeuern der Kanone gerade verpasst, sehen aber noch den Rest des Wachwechsels.

Das Wetter ist inzwischen so toll sonnig und warm, dass wir die Zitadelle nicht besichtigen, sondern einmal um sie herumlaufen, um die Ausblicke zu genießen, bevor es zu Fuß wieder zum Hafen gehen wird. Das Bild zeigt die Halifax Town Clock, die schon seit 1803 die Zeit am Fort George anzeigt.

Auf dem Weg zu Wasser kommen wir an der Art Gallery of Nova Scotia vorbei, in der viele Werke von Maud Lewis zu sehen sind. Auch ihr komplettes Haus (es war nicht groß, nur zwei kleine Räume) steht im Museum. Sie ist eine der beliebtesten folk artists Kanadas. Übrigens umfasst der Begriff ‚Volkskunst’ auch Bereiche wie Shantys, Blues und Graffiti. Trotzdem gehen wir nicht ins Museum. Das Wetter ist einfach so unerwartet toll und der Aufenthalt an der Sonne entschädigt uns ein bisschen für die ausgefallenen Badefreuden auf Bermuda.

Am Wasser verläuft der Boardwalk, insgesamt auf einer Länge von fast drei Kilometern. Einen kleinen Teil davon spazieren wir in Richtung Schiff. Dabei sehen wir viele interessante Bau- und Kunstwerke:

Doch als wir wieder am HopOn-HopOff-Bus ankommen, beschließen wir, noch ein drittes Mal loszufahren. Wir steigen wieder an der St. Mary‘s Basilica aus und gehen diesmal in die andere Richtung.

Es ist nur noch wenige Tage bis Halloween und viele Vorgärten sind aufwändig geschmückt. Auf dem alten Friedhof, 1749 eingerichtet, wurden bis 1844 mehr als 10.000 Personen aus allen Kreisen der Bevölkerung bestattet.

Hier liegen erste europäische Siedler und Ureinwohner (Mi’kmaq), Loyalisten und Einwohner afrikanischer Eltern friedlich nebeneinander. Das strahlende Sonnenwetter und der morbide Charme des Platzes lädt zum Foto-Shooting ein.

Wir kommen am Government House vorbei, der Residenz des Lieutenant Govenor of Nova Scotia. King Charles übernachtet hier natürlich auch, wenn er zu Besuch ist. Er ist ja nun auch Oberhaupt des Commonwealth of Nations.

Der Guide im Bus sprach [lef‘tenent] so nuschelig aus, dass ich zunächst immer nur left-handed verstand, und mir überlegte, warum sie nur Linkshänder als Gouverneur eingesetzt haben.

Die Architektur in downtown ist sehr vielfältig. Es gibt noch einige Häuser, die ihre viktorianische Fassade behalten haben.

Die Initiative Gritty to Pretty sorgt dafür, dass häßliche Häuserwände durch Fassadenmalereien verschönert werden. Dafür gibt es sogar eine extra Tour, die wir bestimmt beim nächsten Besuch in Halifax machen werden.

Es ist Sonntag, das Wetter ist super und am Boardwalk am Hafen tummeln sich inzwischen viele Kinder in mehr oder weniger gruseliger Verkleidung.

Unser Schiff liegt gegenüber der kleinen Georges Island, die während der Grand Dérangement/ Great Upheaval als Gefängnis für mehr als 10.000 Menschen genutzt wurde.

Die Insel Nova Scotia hieß vor 1713 L‘Acadie und gehörte zu Frankreich. Die meisten Acadianer verließen ihre Heimat, als die Insel an England ging und zogen auf französisches Gebiet, z.B. in das heutige Louisiana. Die verbliebenen mehr als 10tausend Menschen wurden als Gefahr für die englische Bevölkerung gesehen und ab 1755 gewaltsam deportiert. Die Hälfte starb dabei auf See oder später an Hunger und Krankheiten.

Am Ende (oder auch am Anfang, je nachdem) des Boardwalk kommen wir an der Skulptur „The Emigrant“ vorbei, die gegenüber des Canadian Museum of Immigration at Pier 21 steht. Hier in Halifax kamen in den 1930ern bis 1950ern sehr viele Immigranten aus Europa an, um in Kanada ein neues, besseres und hoffentlich erfolgreicheres Leben zu beginnen.

Doch wir sind inzwischen hungrig und erschöpft. Im Terminalgebäude stromern wir noch ein bisschen durch das Shoppingangebot. Bei 23 Grad Außentemperatur Weihnachtsdekoration anzusehen, hat auch was. Wir gehen dann zügig wieder aufs Schiff und essen kurz etwas, bevor wir uns dann bis zum Abendessen ausruhen.

Nach der abendlichen Show sind wir mit dem Schiff inzwischen so weit gefahren, dass wir uns dem US-amerikanischen Staatsgebiet nähern. Die Einfahrt wird lautstark mit thematisch passenden Hits, kostenlosem Sekt und dem Drop-down von hunderten blauen, roten und weißen Ballons gefeiert. In der Nacht wird die Uhr noch einmal zurückgestellt, eine Stunde mehr zum Partymachen.

Halifax/ Nova Scotia, Kanada, cruise day 14, part one: Unglücke (Anthem, Oktober 2023)

Statt auf Bermuda sind wir nun in Halifax, der Hauptstadt der Provinz (und Halbinsel) Nova Scotia angekommen. Morgens ist es noch kühl und der Wecker klingelt bereits um sieben Uhr. Nach einem schnellen Frühstück im Windjammer, wo es bereits ziemlich voll ist, flitzen wir auf die Kabine, machen uns abmarschbereit und verlassen das Schiff. Yeah, es fühlt sich gut an, nach den sechs Tagen auf See.

Im Terminalgebäude (im Hintergrund des Fotos ist unser Schiff zu sehen) gibt es free wifi, aber wir müssen hinaus, um unsere Tickets der shore excursion für die HopOn-HopOff Tour in einen Sticker und den Fahrplan für die Busstrecke umzutauschen.

Es ist 8:30 Uhr, mit Leggings und Strickjacke lässt es sich auch im Sommerkleidchen aushalten. Immerhin ist es Ende Oktober und wir sind in Kanada. Der Bus ist voll, wir sitzen in dem alten Londoner Doppeldecker oben und fahren erst einmal die ganze Strecke ab.

Das dauert 90 Minuten und man erhält einen guten Überblick, was man gern genauer ansehen möchte. Der Guide erzählt eine Unmenge Infos, Fakten und Geschichten, die man sich gar nicht alle merken kann. Am eindrucksvollsten sind zunächst die Geschichten zur Titanic und zur Halifax Explosion.

Zuerst kommen wir auf der Tour durch den Historic Hydrostone District. Das sieht heute ganz hübsch aus, die Häuser auf dem fast 9,5 ha großen Areal sind maximal zweistöckig, die Straßen von Bäumen gesäumt. Doch die Entstehung des Stadtteiles hat einen höchst dramatischen Hintergrund:

Anfang Dezember 1917 ereignete sich die für die Bevölkerung Halifax’ traumatische Explosion, eine der größten nichtnatürlichen und nichtnuklearen Explosionen der Welt. Es herrscht Krieg in Europa, Halifax ist ein bedeutender Nachschubhafen der Alliierten. Der Hafen ist nachts durch Netze vor Angriffen der deutschen Ubootflotte gesichert. Ein vom Belgischen Hilfswerk gecharterter Frachter mit dem Ziel New York liegt zum Kohlebunkern im Hafen. Das Bunkern verzögerte sich am Vorabend, so kann der Frachter nicht mehr vor der nächtlichen Sperre auslaufen. Ein französischer Frachter, aus New York kommend, läuft Halifax an, um sich dort einem Konvoi nach Europa anzuschließen. Er hat eine brisante Fracht geladen: 200 t TNT, 63 t Schießbaumwolle, 2.300 t einer explosiven Säure und dann noch 35 t leicht entflammbares Benzol, das in Fässern auf dem Oberdeck verstaut war. Leider ist diese Ladung am Schiff nicht entsprechend gekennzeichnet worden. Der Frachter kam am Vorabend zu spät an, um sich vor der nächtlichen Sperre durch die Netze noch dem Konvoi anschließen zu können.

Früh am nächsten Morgen haben es nun alle eilig, der Frachter des Belgischen Hilfswerks besonders, er fährt sehr schnell. Trotz Lotsen an Bord fahren beide Schiffe nicht auf den korrekten Routen, da sie wiederum anderen kleineren Schiffen ausweichen müssen. Beide Frachter realisieren zu spät, dass sie sich auf Kollisionskurs befinden. Sie schalten ihre Motoren zwar „in den Rückwärtsgang“, können den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Der ist zwar nicht stark, aber der aufeinandertreffende Stahl schlägt Funken. Durch den Zusammenstoß kippen die mit Benzol gefüllten Fässer auf dem Oberdeck um, laufen aus, und die Flüssigkeit beginnt durch den Funkenflug zu brennen. Die Mannschaft rettet sich durch den Sprung ins Wasser. Einige warnen die Menschen an Land vor der kommenden Katastrophe, leider sprechen sie nur Französisch und die Kanadier nur Englisch. So beobachten viele Schaulustige, wie das brennende Schiff langsam auf die Pier zutreibt. Nach zwanzig Minuten hat das Feuer den Frachtraum erreicht, und das Schiff explodiert in einem gigantischen Feuerball. Durch die Druckwelle wird der andere Frachter auf die gegenüber liegende Seite des Beckens an Land gesetzt. Der Ankerschaft des französischen Frachters wird fast vier Kilometer weit weg geschleudert. Im Umkreis von 70 Kilometern gehen die Fensterscheiben zu Bruch. Die Druckwelle vertreibt das Wasser aus dem Hafenbecken, der Meeresboden ist tatsächlich kurz zu sehen, bevor eine riesige Flutwelle tsunamiartig zurückströmt.

Blitzartig wird ein kompletter Stadtteil dem Erdboden gleichgemacht. Mehr als 1600 Menschen verlieren ihr Leben, sofort, darunter die gesamte Bevölkerung der Mi‘kmaq, die noch in Halifax siedelten. 9000 Menschen werden verletzt, davon erliegen 300 später ihren Verletzungen. Durch die herumfliegenden Glasscherben gibt es fast 5.000 Augenverletzungen, etliche Personen erblinden ganz. In der Folge entwickelt sich Halifax zu einem Zentrum der Augenheilkunde. 6.000 Menschen sind wohnungslos, weitere 25.000 Menschen müssen in Unterkünften ausharren. Am Tag nach dem Unglück fegt ein Blizzard über Halifax hinweg. Trotz der schnellen Hilfe, die vor allem aus Boston, USA kommt, sind einen Monat später noch 5000 Menschen ohne Wohnungen. Ein neuer Stadtteil wird geplant und gebaut, die Häuser aus einem neu entwickelten, nicht brennbaren Baustoff, Hydrostone, der dem Stadtteil heute seinen Namen gibt.

Das andere traumatische Ereignis ist zum Zeitpunkt der Explosion gerade erst fünf Jahre her. Im April 1912 sank die Titanic, von Halifax aus werden Schiffe zur Bergung der Leichen zur Unglücksstelle geschickt. Gesundheitsbestimmungen erfordern es, dass die Leichen vor Einfuhr nach Halifax einbalsamiert werden müssen. Die Menge an Toten überfordert die Kapazitäten an Bord, sodass viele Leichen an Ort und Stelle seebestattet werden. Von den 333 einbalsamierten Körpern wird fast die Hälfte in Halifax bestattet, die meisten davon auf dem Fairview Lawn Cemetry, den wir als als dem nächsten Stopp der Sightseeingtour anfahren. Die meisten der 121 Grabsteine tragen nur eine Nummer und das Todesdatum, da die Leichen nicht identifiziert werden können.

Einer der Grabsteine ist 2007 erneuert worden. Fortschritte in der DNA-Forschung führen dazu, dass das „unbekannte Kind“ identifiziert werden kann. Die Schiffsbesatzung, die das Kleinkind tot aus dem Wasser bargen, bezahlten damals gemeinschaftlich für den ersten Grabstein, den Sarg und die Beerdigung.

Am Boardwalk steht ein Denkmal für Samuel Cunard, in Halifax geborener erfolgreicher Geschäftsmann. Er gründete u.a. die Halifax Steamboat Company und später in Großbritannien, nachdem er dort erfolgreich Investoren gefunden hatte, die nach ihm benannte Cunard Steamships limited. Samuel Cunard war der erste, der seine Schiffe im Transatlantischen Verkehr einsetzte.

Er lebte abwechselnd in Halifax und England, wo er auch starb. Es war das Cunard-Schiff RMS Carpathia, das als einziges Schiff in der Nähe auf die Hilferufe der Titanic reagierte, die Überlebenden an Bord nahm und nach New York, dem Zielhafen der Titanic, brachte.