Wieder unterwegs 

Nach einem sehr holprigem Start in Amerika sind wir inzwischen fast wieder back to normal und haben Pennsylvania erreicht. Aber von Anfang an:

Nach acht Tagen im Luxus und der tollen Ankunft mit der Anthem of the Seas zu Füßen von Miss Liberty am frühen Morgen folgte unerwartet, aber dafür mit Wucht, der totale Tiefpunkt. Es begann, noch sehr moderat, mit einer zweistündigen Verspätung des Auscheckens von Bord und einer einstündigen Wartezeit, bis wir durch customs and immigration durch waren. Die officers waren freundlich, zu einem Klönschnack bereit, das war positiv unerwartet. Dann ging es nach draußen zum Taxi, das uns zur Staten Island Ferry bringen sollte. Wir sind ja in Bayonne, NJ angekommen. Bekleidet mit Winterjacken und Winterstiefeln, ist ja schließlich November, traten wir in hellen Sonnenschein bei 23 Grad! Von Taxen keine Spur an angegebener Stelle. „Aber da hinten, da, wo alle anstehen, da ist ein Taxi-Schild!“ Das war dann auch alles. Die beiden Taxen, die wir zu Gesicht bekamen, als nur noch ca. 100 Menschen vor uns waren, verschwanden dann auch. Das war’s. Planänderung: zu Fuß zur nahe gelegenen Bahnstation gleich am Ende des Hafengeländes. Mittags in der Sommerhitze mit drei Rollkoffern in den Händen, zwei schweren Rucksäcken auf den Rücken und einer ebenso schweren Reisetasche auf der Schulter ohne Wasser 4 km die Straße auf der befahrenen Fahrbahn entlang zu trotten, da kommt keine Freude auf! Endlich am Bahnsteig angekommen, ging es weiter mit der Light Rail nach Hoboken, von dort mit dem PATH unter dem Hudson River hindurch zur Penn Station, dann mit der Subway mit Umsteigen zur Grand Central Station, dort in die Bahn Richtung Norden. Das ganze garniert mit Ticketmaschinen, die unsere Geldscheine nicht annehmen wollten, Kassiererinnen, die nicht wechseln konnten, Treppen, die mit den Koffern immer unüberwindlicher wurden. Aber auch mit freundlichen und auskunftsbereiten Menschen, vom customer service über State Troopers und Polizisten, die überall standen, bis hin zu Passanten. Schließlich landeten wir nach 5 Stunden im Dunkeln in Peekskill, NY mit leerem Magen auf dem Bahnhof und ohne Chance, dass uns noch jemand abholen konnte, da wir weit nach Geschäftsschluss angekommen waren. Ein Taxi brachte uns zur Wohnmobilvermietung und dort auf dem Hof erwartete uns … ein Wunder?!

Unser Wohnmobil stand eingerichtet, an Strom angeschlossen für uns bereit, ebenso wie ein Schlüssel für die restrooms der Firma. Der Taxifahrer wies uns den Weg zu Restaurants und wir stillten den Hunger mit fried rice and fried noodles beim Chinesen. Danach noch schnell das Bett gebaut und „gute Nacht“.

Den nächsten Tag haben wir mit Papierkram erledigen, einkaufen, mit dem Wohnmobil vertraut machen und Dinge am Auto schrauben (überzählige Sitze herausnehmen, Kleinigkeiten repariert, das haben aber die Mechaniker gemacht) verbracht und sind noch eine weitere Nacht auf dem Hof geblieben. Es wird inzwischen so früh dunkel und das Fahren auf der rechten Seite ist gewöhnungsbedürftig, genauso wie die Lenkradschaltung des Automatikgetriebes. Am nächsten Vormittag fuhren wir dann los, durch die Berge nach Pennsylvania und sind nun auf einem Campground  am Delaware River und genießen die Ruhe. Inzwischen ist der Camper nach einer ausgiebigen Shoppingtour bei Walmart auch nach unseren Bedürfnissen eingerichtet. Morgen geht es weiter, immer grobe Richtung Süden, dem Sommer hinterher. Gestern hatten wir noch einmal unvorstellbare 23 Grad, aber heute näherten wir uns den mehr herbstlichen Temperaturen. 

  
  

The arrival in Bayonne, NJ was followed by a nine hours odyssey from immigration over a 2,5 miles long walk (no taxis available) to a train station through to 4 hours of public tansport until we arrived far too late at the rental station in Peekskill, NY. But our van camper was waiting for us, fully equipped. We spent two nights on the premises, getting familiar with the car and it’s features, some things had to be fixed as well, getting used to the right side of driving again and doing some shopping. Now we are staying on the Delaware River on a quiet campground near Pocono Mountain, PA and trying to get used to life on the road again. A long shopping spree at Walmart helped with it. Tomorrow we’re heading south.

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