
Good bye „Sweet home Alabama“; wir fahren wieder in den Sunshine State zurück. Es war sehr schön hier, leider gab es keinen freien Platz mehr für uns auf dem Campingplatz des state parks. Es weht hier inzwischen ein sehr starker Wind, die Strände sind doppelt rot beflaggt, das bedeutet, sie sind gesperrt. Später hören wir von den Tornado-Warnungen für dieses Gebiet. Gut, dass wir wieder nach Osten fahren und schneller sind als die Stürme.
Alle Menschen, denen wir im Vorwege von unserem Aufenthalt an der Golfküste erzählten, sprachen von den famous Blue Angels der Naval Air Station in Pensacola. Die Blue Angels sind eine Kunstflugstaffel der United States Navy. Auf der Rückfahrt haben wir sie fliegen sehen, in Formationen und allein, sich dabei um die eigene Achse drehend, dass einem schon vom Zugucken schwindelig wird. Sehr beeindruckend, und das waren nur Übungsflüge. Wie dann wohl das Showprogramm aussehen wird.




Die Interstate 10 east bleibt danach langweilig zu fahren. Es dauert schon eine gute Stunde, allein am Gelände der Eglin Air Base (s. Eintrag The Sound of Freedom, day 32) vorbeizufahren. Wir sind guter Dinge, kommen gut voran, und dann plötzlich… Die Motorkontrollleuchte blinkt auf! Sie hört wieder auf, sie beginnt wieder zu blinken. Wie gut, dass wir sowieso an der nächsten rest area Pause machen wollten.

Danach hat der Motor sich leider nicht beruhigt, im Gegenteil, die Kontrollleuchte leuchtet jetzt dauerhaft. Na toll, und heute noch gut 200 Meilen zu fahren. Wir telefonieren mit dem Autovermieter. Die sagen, wir sollen zum nächsten „Autozone“-Geschäft fahren, damit die den Fehler auslesen. Also zwölf Meilen wieder zurück, in DeFunkiak Springs finden wir einen.
Wir erklären die Lage, sie schließen ein kleines Gerät an, wir starten den Motor, sie drucken den Befund aus, wir schicken ein Foto davon nach Peekskill. Dieser Teil gelingt sehr unkompliziert. Eine Zündkerze und eine Zündspule sind defekt. Nach amerikanischen Maßstäben müssten wir jetzt eine Woche warten, bis ein Werkstattplatz frei ist. Unsere Planungen sehen anders aus.

Nach einer halben Stunde des Nachdenkens sagt Peekskill, dass wir eine Flasche Kraftstoffzusatz in den Tank kippen sollen, das passt dann schon für die nächsten paar Hundert Meilen. „Autozone“ verkauft uns zwei Flaschen, eine kippen wir gleich in den Tank. Die nächste kommt beim nächsten Tankstopp mit hinein.
Weiter geht’s, mit einem unglaublich lauten Motorengeräusch und weniger Leistung durch den durchaus sehr hügeligen Florida Panhandle. Es fehlt uns Zeit, dann fahren wir auch noch in eine andere Zeitzone. So kommen wir erst nach Einbruch der Dunkelheit im Stephen Foster State Park an. Wie gut, dass wir hier schon mal waren. So finden wir schnell unseren Übernachtungsplatz und können uns etwas ausruhen nach der neunstündigen Fahrt. Wir sind ziemlich angep….!! Mal sehen, was der morgige Tag bringen wird.





















































































