Nach zweieinhalb Stunden Fahrt mit Bus, Bahn und Ubahn, inklusive eines kleinen Rundgangs über den Union Square kamen wir am Guggenheim Museum an. Sonnabends ist dort für die letzten beiden Stunden der Museumsöffnungszeit Pay-as-you-wish-Eintritt und das wollten wir ausnutzen. Wir wurden dann doch etwas überrascht vom Ansturm der Menschen, die den gleichen Gedanken hatten. Das charakteristische Gebäude steht an der 5th Ave., Ecke 88th St und dort an der Straßenecke stand das Schild mit der Ankündigung, sich ab hier anzustellen, um die vergünstigten Tickets zu kaufen.
Wir waren eine Viertelstunde vor Ausgabe der Tickets dort und die Schlange der Wartenden zog sich vom Museumsseingang am Schild entlang um die Straßenecke und zu Dreiviertel die 88th Street entlang. Bevor die Ticketschalter dann öffneten, mäanderte die Schlange bereits um die nächste Blockecke. Zwei kleine Mädchen, die in 11 East 88th Street wohnen, zeigten sich sehr geschäftstüchtig. Sie wollten zugunsten wohltätiger Zwecke Geld sammeln, hatten Plakate gemalt, Muffins, Cupcakes und Cookies gebacken und verkauften auch Limonade und heiße Schokolade an die Wartenden. Die Cookies waren zwar noch im Backofen, als wir den Verkaufsstand passierten, aber Muffin und Cupcakes schmeckten sehr gut. working for Charity
Die Warteschlange rückte beständig nach vorne und nach der auch hier obligatorischen Sicherheitskontrolle, diesmal schon vor Betreten des Gebäudes, waren wir mit einem Dollar pro Person dabei. Dafür hat sich das Anstellen gelohnt, denn der normale Eintrittspreis beträgt 22 Dollar pro Person. Da wir auch in diesem Museum vor fünf Jahren schon einmal waren, haben wir die ständige Sammlung links liegen gelassen und uns ganz aus die Sonderausstellung konzentriert. Zur Zeit wird eine Retrospektive der Arbeiten des schweizer Künstlerpaares Peter Fischli und David Weiß mit dem Titel „How to work better“ gezeigt. Die beiden Künstler arbeiteten 33 Jahre miteinander und in dieser Ausstellung werden mehr als 300 Skulpturen, Fotografien, Videos und Installationen gezeigt. Die vielen Objekte waren in jeder runden Ecke des Schneckengehäuses (eigentlich heißt der Teil des Gebäudes Rotunda) aufgestellt. Die gut anderthalb Stunden Zeit, die wir hatten, reichten nicht wirklich aus, diese ungeheure Menge anzusehen. Einige Objekte haben wir im Vorbeigehen angesehen, bei einigen haben wir länger verweilt. Mit den Rufen des Personals, dass das Gebäude in wenigen Minuten schließen würde, erreichten wir das obere Ende des Gehäuses und gingen dann langsam wieder hinunter. Dabei konnten wir noch einige Objekte mehr anschauen. Der Link oben führt zu einem kurzen Video und vor allem Fotos von der Ausstellung (ganz ohne Menschen), man kann sich dort auch die Audioerklärungen zu den einzelnen Objekten anhören.
Tourist attraction (from Suddenly This Overview, 1981-)
We saw a retrospective of Swiss artists Fischli and Weiss in the Guggenheim Museum. For the last two opening hours you can get pay-as-you-wish tickets, a great idea, because normal admission would be $22 each. But we were not the only ones who had this smart idea, so the queueing line went around the corner, all along 88th St. Two little girls took the chance to raise money for charity and sold muffins, cupcakes, lemonade and hot chocolate to the waiting people. The exhibition was great, it shows more than 300 sculptures, photographs, videos and installations from their 33 years long collaboration. There was just not enough time to see everything in detail, but we stayed as long as they finally shovelled us out of the building.
Und noch einmal nach Lower Manhattan, diesmal mit dem Ziel, möglichst tolle Sachen zu machen und dabei kein Geld auszugeben. Um es vorwegzunehmen, es ist uns gelungen, und wir haben zusätzlich statt der anvisierten einen Fundmünze täglich insgesamt fünf eingesammelt.
Cube by Isamu Noguchi (on Broadway in front of Marine Midland Bank)
Zunächst stand ein Klavierkonzert auf dem Programm. In der Trinity Church findet zur Zeit jeden Donnerstag um 13 Uhr ein Konzert statt, die Reihe trägt den schönen Titel „Revolutionaries„. Diesmal gab es eine Klaviersonate (No. 2, Op. 53) von Alberto Ginastera, einem argentinischen Komponisten aus dem letzten Jahrhundert und anschließend die „Hammerklavier“-Sonate (Op. 106) vom guten alten Beethoven. Wir kamen ein bisschen zu spät an und fanden deshalb nur noch einen Platz im Seitenschiff. Die Kirche ist sehr groß und sie war gut gefüllt. Damit hatten wir nicht gerechnet. Aber überall hingen Flachbildschirme, auf denen wir den Pianisten Paavali Jumppanen gut sehen konnten. Allerdings wurde der Musikgenuss etwas geschmälert, nicht nur durch die Menschen, die es nicht länger als höchstens zehn Minuten aushalten können, nur der Musik zuzuhören. Einem Zuhörer ein paar Bankreihen hinter uns gelang es, während des gesamten Konzertes tief und fest zu schlafen, obwohl Beethoven als auch der Zwischenapplaus ziemlich laut war. Aber sein konstantes Schnarchen war besonders während der Pianissimophasen sehr gut zu hören.
inside Trinity Church, during the concert
Anschließend ging es wieder in das Alexander Hamilton US Custom House. Beim letzten Besuch hatten wir uns ja auf das Gebäude und seine Baugeschichte konzentriert. Aber das Gebäude beherbergt auch das National Museum of The American Indian, George Gustav Heye Center. Es ist ein Teil des Smithsonian und kostet keinen Eintritt. Insgesamt haben wir dort drei unterschiedliche Ausstellungen angesehen. Unbound, Narrative Arts of the Plains zeigt die bis heute überlieferte Tradition, die Geschichte des eigenen Stammes in Zeichnungen auf Häuten, Kleidung, Zeltplanen etc. festzuhalten. Gegenwärtige Künstler nehmen darauf Bezug, malen und zeichnen aber mehr auf ledger book paper, Blätter aus alten, aber auch neuen unbenutzten Kassenbüchern. Die Bilder zeigten Ereignisse aus dem Leben der Künstler und deren Verwandten und wurden wie Bildergeschichten gezeichnet. Klickt auf den Link, dort sind in einer slideshow noch mehr Bilder zu sehen, sehr bemerkenswert. Die Ausstellung Cerámica de los Ancestros, Central America’s Past Revealed gab einen Einblick in die vielfältige Kultur und lange Geschichte der Ureinwohner Zentralamerikas. Die Keramiken, sehr viele und sehr alte Behälter, Figuren, Masken etc., waren beeindruckend, aber nicht das Richtige für uns. Zum Schluss ging es in die Ausstellung über die Indianer des nordamerikanischen Festlandes. Hier wurde Kleidung, Waffen, Masken und Behältnisse ausgestellt. Es gab so viele unterschiedliche Völker hier, weit mehr, als wir bisher wussten. Die Artefakte waren unglaublich kunstfertig und die Geschichte der Auslöschung dieser Kulturen unglaublich traurig. Es ist kaum vorstellbar, allein an der Küste Kaliforniens lebten 200 verschiedene Stämme mit 100 verschiedenen Sprachen, und nichts davon hat überlebt, ist einfach ausgelöscht worden. Conductors of Our Own Destiny, 2013 by Dallin MaybeeWomen Traditional Dancers, 2012 by Darryl Growing Thunder
Gleich hinter dem Museum befindet sich das Fährterminal der Staten Island Ferry, dieser ikonischen gelben Fähren, die nonstop zwischen der Südspitze Manhattans und Staten Island, zehn km entfernt, hin und her pendeln, auch gratis. Wir kamen mitten in die rush hour, der Andrang in der Wartehalle war enorm, aber niemand drängelte, als es an Bord ging. Wir hatten schon damit gerechnet, dass wir auf die nächste Fähre warten müssten, aber diese Schiffe haben ein sehr, sehr großes Fassungsvermögen. Nach 25 Minuten waren wir auf der anderen Seite. Obwohl wir gleich wieder zurück wollten, mussten wir von Bord, wahrscheinlich wegen irgendwelcher Sicherheitsbestimmungen. Also einmal herunter vom Schiff, in die Wartehalle hinein, sich hinten bei den schon Wartenden wieder anstellen und zurück auf das Schiff gehen. Es fuhren nicht so viele zurück, daher bekamen wir einen Platz oben an der Seite, gut zum Fotografieren.
Statue of LibertyStaten Island FerryLower Manhattan’s skyline
Our aim was to spend a day in Lower Manhattan doing exciting things without spending money. We succeeded. The first thing was a concert in Trinity Church. Thursdays at 1pm are free concerts and we listened to two piano sonatas, one by an Argentinian composer named Alberto Ginastera, and one by famous Beethoven. A very good concert except from the snoring of a man a few pews behind us. He managed to sleep throughout the whole concert, didn’t even wake up during the fortes in Beethovens sonata. Next on our agenda was a second visit to the US Custom House to visit the National Museum of The American Indian, George Gustav Heye Center, which is part of the Smithsonian and free of admission. We saw some amazing pieces of art. The most impressive part was the exhibition Unbound, Narrative Arts of the Plains, see the link above with some examples. The last thing was a trip with the Staten Island Ferry to get a little bit closer towards Miss Liberty. You have to leave the ferry even when you want to return. So off the ferry, into the waiting area, onto the same ferry again and in less than half an hour we were back in Manhattan.
Das Wetter wird besser, endlich durchgehend blauer Himmel und Sonnenschein. Zeit für einen Ausflug nach Lower Manhattan, bei dem Wetter sehen die Fotos auch gleich viel schöner aus.
Heute ging es zuerst in das Skyscaper Museum, ein kleines Museum, das sich ganz den Wolkenkratzern der Welt widmet. Die gerade laufende Sonderausstellung zeigte Arbeiten des Architekturbüros WOHA aus Singapur, die spektakuläre Wohnhäuser für die Megastädte in den Subtropen bauen. Es sind eigentlich quasi vertikale Städte mit viel Grün, sie kommen ohne Klimaanlagen aus und haben viele Gemeinschaftseinrichtungen. Schaut euch mal die Bilder an: Garden City Mega City, rethinking cities for the age of global warming.
der sehr unspektakuläre und unauffällige Eingang zum Skyscraper Museum
Anschließend haben wir uns das Alexander Hamilton U.S. Custom House angesehen. Eigentlich wollten wir uns das Museum der Amerikanischen Indiander ansehen, das in dem Gebäude im Erdgeschoss untergebracht ist. Aber wir kamen gerade zu Beginn einer Führung durch das Gebäude an. Die war umsonst und bisher haben wir ja gute Erfahrungen mit diesen Touren gemacht. So auch diesmal, der Guide war klasse und wir kamen in Räume, die sonst verschlossen sind! Das Gebäude ist nicht nur von außen, sondern auch von innen sehr repräsentativ gebaut wurden. Unter anderem wurde Marmor aus Alaska (grünweiß), Vermont (strahlend weiß), Georgia (gelblich) verarbeitet, ein bisschen kam auch aus Italien, der dunkelroten Farbe wegen. Das Gebäude ist dadurch immer schön kühl, allerdings auch im Winter, trotz Heizung. Die Rotunde ist freitragend und das Oberlicht gehört zu den größten der Welt. Während der fünf Jahre Bauzeit wurde ständig über die Kosten gestritten, letztendlich hat es 7 Millionen Dollar gekostet, weit mehr als das vorgesehene Budget. Allerdings wurde diese Summe anschließend innerhalb eines Monats durch die im Hafen erhobenen Steuern wieder eingenommen.
Alexander Hamilton U.S. Custom House, wieder ein Beaux-Arts-Gebäudealles aus Marmor die Rotunde, hinter dem Tresen saßen die Händler im Kreis. Das Oberlicht war während des 2. Weltkrieges verdunkelt worden und ist erst seit 1984 wieder „erhellt“im Obergeschoss, links unser Guide Detail der Decke im Collector’s Office. Das war nicht das Büro des Direktors, sondern ein Empfangssaal für Honoratioren; kann man auch heute mieten, wenn man Banker oder sehr reich ist, oder als FilmlocationCashiers Office, die Steuerbehörde hatte ihre eigene Bank, alles original, alles Bronze, der Safe kam aus Deutschland
Über die älteste Grünanlage der Stadt, Bowling Green, 1733 gegründet, ging es am Chasing Bull vorbei den Broadway hinauf zur Trinity Church, eine der bekanntesten Kirchen Manhattans. Hier haben wir die relative Stille (das UBahn-Rumpeln kann man hören) genossen und den alten Friedhof angesehen. Die Kirche war einst das höchste Gebäude, inzwischen wird es von den Hochhäusern der Wall Street weit überragt.
Chasing Bull, chasing tourists or haunted by themTrinity Church on Broadway inside Trinity Churchseems to be a place where you have to be while in Manhattan…
We focused on architecture today. The Skyscraper Museum shows buildings, mostly built in Asia. The architects rethink cities, especially mega cities for the age of global warming. They build huge public housing projects with nearly 1000 apartments and none of them needs air-conditioning. Amazing! We enjoyed a tour through the old Alexander Hamilton U.S. Custom House with another fantastic guide, who showed us the closed offices as well. And we took a rest inside Trinity Church on Broadway, next to Wall Street.
Von den frühen Jägern und Sammlern haben wir beide definitiv viele Sammler-Gene vererbt bekommen. Das war uns schon bei den Reisevorbereitung aufgefallen, so viele Dinge, die sich mit den Jahren bei uns angesammelt hatten und nun verpackt oder aussortiert werden mussten. Die Vereinigten Staaten stellen sich als wahres Sammlerparadies heraus, wenn man nur die Straßen entlang fährt oder geht. Allein aus den Teilen, die wir in den Gräben und Seitenstreifen der Highways und Interstates gesehen haben, hätten wir uns ein komplettes Auto zusammen bauen können. Wie gut, dass wir fuhren und so nichts aufsammeln konnten. Ganz anders beim Spazierengehen. Kays Sammlung an Unterlegscheiben und Muttern ist zwischenzeitlich aufgegeben worden, es wurden einfach zu viele und sie waren zu schwer zu tragen. Knöpfe liegen auch gern herum, eher in Bahnhöfen und Zügen. Die bleiben auch liegen, es sind meistens nur langweilige Anzugknöpfe. Münzen findet man überall. Bisher haben wir auf jedem unserer Fußmärsche zu Bus und Bahn oder zum Einkaufen mindestens eine Münze gefunden. Das Töpfchen auf dem Schreibtisch füllt sich langsam, aber stetig. Leider sind es meistens nur Ein-Cent-Münzen, sodass dort bis zum Ende unseres Aufenthaltes keine Reichtümer zu erwarten sind. Füllstand vom 12.04.
In der Upper East Side Manhattans konnten wir keine Münzen aufsammeln, dort wird anscheinend nur mit Kreditkarte und dem guten Namen bezahlt. Die zwei Münzen, die wir sahen, waren im Bitumen zwischen den Gehwegplatten eingeklebt. Vom Säubern der Gehwege waren sie schön glänzend, so dass wir sie gut sehen, aber nicht aufheben konnten. Sie müssen in einem der heißen Sommer in New York aus den Hosentaschen gefallen sein und sind dann eine untrennbare Verbindung mit dem schmelzenden Bitumen eingegangen. Dafür haben wir dann im Central Park einen Schal gefunden. Wenn die Tücher und Schals hübsch sind und zu unseren Outfits passen, sammeln wir sie auf, nehmen sie mit (dafür sollte man immer eine Plastiktüte in der Tasche haben) und waschen sie zuhause. Auf unserer Reise haben wir schon einige gefunden, aber diesmal hatten wir richtig Glück. Dieser Schal war aus dem Museumsshop des Metropolitan Museums, erst kürzlich erworben, ist wohl aus der Tasche gefallen und wird nun wahrscheinlich schmerzlich vermisst. Aber es war schon abends, niemand mehr in der Nähe, als wir ihn fanden. Wir warten immer eine Weile auf die Rückkehr der Besitzer, bevor wir das Tuch endgültig adoptieren. Schal mit dem Design von Tiffany
Ansonsten versuchen wir eher, die Menge an realen Gegenständen zu begrenzen, damit wir nicht noch einen Koffer kaufen müssen. Daher machen wir viele Fotos, z.B. die folgenden, die wir in einem ganz normalen Supermarkt in einer ganz normalen Wohngegend in unserem Nachbarort Harrison gemacht haben. Okay, das Wort ’normal‘ muss hier ins Portugiesische übersetzt werden, aber sonst…
gepökelter Stockfisch, Kabeljau, aus Norwegen frische lebendige Aale (li) und Hummer (re) im Becken unter dem Tresen mit dem anderen frischen Fisch und Muscheln
New York City hat so viele Möglichkeiten, sich Kunst anzusehen, wir haben uns für den Anfang erst einmal auf die großen bekannten Museen konzentriert. Einige liegen praktischerweise wie Perlen aufgereiht am Cental Park. Unpraktischerweise ist das von unserem Startpunkt aus ziemlich weit weg, ca. 30km. Wir müssen zunächst zum Bus laufen, dann vom Bus in die Bahn, die unter dem Hudson hindurch fährt, umsteigen. Dann geht es zu Fuß zur nächsten Subwaystation und von dort aus wieder zu Fuß zum Central Park. Das kann bis zu zwei/ drei Stunden dauern, falls der Bus schon weg ist oder die Bahn Verspätung hat. Da der April sich hier wettertechnisch so ähnlich präsentiert wie zuhause, ist es draußen kalt, in den Zügen und Gebäuden warm und natürlich regnet es immer, sobald man wieder an die Erdoberfläche tritt. Anders als bei uns oben an der Küste ist hier ein Regenschirm ein guter und ständiger Begleiter. Der Regen fällt senkrecht herunter und es gibt meistens keine starken Windböen. Dumm nur, dass wir gar keinen Regenschirm haben und bisher auch noch nicht an einem Verkaufsstand vorbei gekommen sind. Man kann auch auf dem Mobiltelefon bei Regen nicht mehr nach der richtigen Richtung, die man zu Fuß einschlagen sollte, suchen, da der Touchscreen bei Nässe nicht mehr funktioniert.
The Metropolitan Museum of Art (The Met) ist das größte Kunstmuseum der Vereinigten Staaten, eines der größten der Welt. Das imposante Gebäude liegt im Central Park, direkt an der Fifth Avenue. Man kann dort Kunst aus allen Ecken der Welt sehen, das Museumsmotto lautet: Over 5,000 years of art from every corner of the world. Wir haben uns beim ersten Besuch auf die Abteilung für Moderne Malerei konzentriert. Beim zweiten haben wir Zeichnungen, Fotografien und eine Sonderausstellung angesehen. Wir waren vor fünf Jahren schon einmal in diesem Museum. Es ist so gigantisch groß, dass man wahrscheinlich monatelang jeden Tag kommen könnte, bevor man wirklich alles gesehen hat. Für diejenigen, die das in kürzerer Zeit bewältigen wollen oder müssen, ist im Museumsplan eine Route eingezeichnet, die einen repräsentativen Querschnitt durch alle Epochen zeigt.
the Metropolitan Museum of Art, it’s so large, this is just part of the front facade inside the entrance hall
In jedem „Sparpass“ für die Hauptattraktionen New Yorks ist dieses Museum enthalten. Bei 25 Dollar Eintrittspreis ist es logisch, dass man zu sparen versucht, wo es nur geht. Und es ist wirklich voll, man steht überall da an, wo es wichtig ist: Garderobe, Ticketverkauf, Toiletten, Cafés. Genau. Richtig gelesen, vor den Bildern steht man nicht an. Die Verweildauer vor den Kunstwerken ist bei den meisten Menschen relativ kurz. Moderne Malerei erschließt sich nicht so einfach beim Vorbeigehen. Daher hatten wir immer Platz genug zum ausgiebigen Anschauen. Ganz anders als vor den Vitrinen mit den Arbeiten von Fabergé, dessen berühmte Ostereier und andere Kostbarkeiten sehr viele sehen wollten. Wenn man sich das Anstehen zumindest beim Ticketverkauf ersparen möchte, kann man es auch online für 25 Dollar kaufen. Aber der Witz ist folgender: man braucht als Eintrittspreis nur das bezahlen, was man möchte! Die 25 Dollar sind der empfohlene Eintrittspreis, man wird aufgefordert, so generös wie möglich zu sein. Aber jede andere Summe darunter ist möglich, es kommt darauf an, was das gute bzw. schlechte Gewissen einem so rät. Wir waren diesmal mit einem Dollar pro Person dabei. Den Rest des Geldes haben wir dann ins Museumscafé getragen, ein kleiner Pappbecher Kaffee und ein Cookie kosten dort 8 Dollar pro Person, die meisten Cafébesucher verzehren mehr.
Das Museum beschäftigt unglaublich viele Personen. Bei unserem letzten Besuch liefen die uniformierten Hundertscharen von Aufsehern an uns vorbei, als wir kurz vor Schließung des Museums unsere Jacken anzogen. Das war schon ein beeindruckendes Bild. Das Museum schließt um 17:30 Uhr und eine Viertelstunde vorher beginnen die Aufseher damit, die Menschenmassen aus den vielen Räumen hinauszuscheuchen. Raum für Raum, danach werden jeweils die Zwischentüren abgeschlossen. Auf den Toiletten funktioniert es ähnlich. Die Aufsichtsperson kommt mit in den Raum hinein, schließt die Außentür von innen ab und wartet. Nach und nach werden die Besucher wieder hinausgelassen, bis niemand mehr drin ist. Allerdings hatten sie bei unseren Besuchen Personalmangel, einige Ausstellungsräume waren geschlossen, weil nicht genügend Aufseher da waren.
Ganz in der Nähe des Metropolitan, in der Madison Avenue, befindet sich das gerade erst am 18. März eröffnete MET Breuer. Diese Dependance ist in das alte, von Marcel Breuer gezeichnete Gebäude des Whitney Museum of American Art gezogen. Die generelle Ausrichtung dieses Hauses ist wohl noch nicht so ganz klar. Wir haben Arbeiten von Nasreen Mohamedi, einer zeitgenössischen indischen Künstlerin gesehen, als auch einen Querschnitt aus der Sammlung der Met durch die Jahrhunderte unter dem gemeinsamen Stichpunkt ‚unvollendet‘. Mit dem Eintritt hier funktioniert es wie im Hauptgebäude, man gibt was man möchte, oder 25 Dollar. Mit der Eintrittskarte kann man an selben Tag auch das Haupthaus wieder besuchen. Das passte gut bei unserem zweiten Besuch, da es am Freitag und Sonnabend länger am Abend geöffnet hat.
The Met Breuer on Madison Ave.
Auch das Guggenheim Museum mit seinem charakteristischen Gebäude von Frank Lloyd Wright liegt an der Fifth Avenue, aber nicht im Park, sondern eingeklemmt zwischen wesentlich höheren Häusern. Das ändert allerdings nichts an dem großartigen Design. Auch dieses Museum ist Bestandteil der New Yorker Highlights und kostet tatsächlich 25 Dollar Eintritt. Aber nicht am Sonnabend ab 17:45 Uhr. Für die nächsten zwei Stunden bezahlt man hier auch nur das, was man möchte. Aber das werden wir uns erst am nächsten Wochenende ansehen. Die Fahrtzeiten und Laufstrecken von unserem Quartier aus bis in die Upper East Side sind einfach sehr weit. Wir schaffen nicht mehr als maximal zwei Museumsbesuche am Tag. Zwischendurch muss man ja auch immer mal essen und sich entspannen. Für letzteres ist der Central Park gut geeignet. Die Bäume werden langsam alle grün.
always impressive, the skyline seen from Central Park’s south side Central Park, the high lean tower is the newest and tallest residential building in the world, 432 Madison Ave., we saw it in a distance from the Observatory on 1WTCCentral Park, towards Columbus Circle Central Park, towards Upper East Side
We spent the last days on the Upper East Side to visit one of the largest museums of the world, the Metropolitan Museum of Art and it’s newest location on Madison Avenue, where they just recently opened the Met Breuer, located in the former Whitney Museum of American Art. You can visit both museums with the same ticket on the same day. We didn’t manage that, because we tend to stay very long in one place and soak up the beauty and inspiration of the works of art. But with extended opening hours twice a week in the Met we managed a second visit after we did the Met Breuer. The big museums have really big admission prices, $25 per person. But differently from e.g. Guggenheim or MoMA, the price at the Met is just recommended. You pay what you like to pay. They encourage you to be as generous as you can be, we paid a dollar per person. We had no bad conscious, because we also spent eight dollars each on coffee and one cookie in the cafeteria.
When closing hours come nearer, they usher you out of all rooms and galleries one by one, starting with the rooms far away from the main hall and closing the doors behind the visitors. They come into the restroom with you, lock the door, wait till you’re done and lock you out again. Even with extended opening hours once or twice a week we just manage to visit one or two museums a day. The ride from and back to our apartment is just too long. It takes between two and three hours one way. Walking to the bus stop, the bus ride (if the bus is going at all), waiting for the Path train, the train ride, finding the nearest subway station, waiting for the right train, the next train right, walking to the museum, standing in front of the works of art, and than the same way back again, our feet are sore and our backs are aching. In between a visit to Central Park is really relaxing.
Die ersten Tage Großstadtleben haben wir in unserem Basement Apartement (klingt doch besser als Keller, aber wir spielen schon Kellerkinder) verbracht und den Netflix-Account des Vermieters ausgenutzt. Bis jetzt haben wir fast alle Folgen der ersten drei Staffeln von House of Cards angesehen. Zwischendurch haben wir die Gegend, in der wir wohnen (viele Einwanderer aus Spanisch und Portugiesisch sprechenden Gegenden, aber auch viele Osteuropäer wohnen hier) erkundet. Nach fünf Monaten mit einem Auto müssen wir uns nun wieder daran gewöhnen, unsere Beine mehr zu benutzen. Die Einkaufsmöglichkeiten sind nicht so weit entfernt, aber zu Fuß dauert es schon in jede Richtung mindestens eine halbe Stunde zu Fuß. Nur Alkohol gibt es näher dran.
Dafür haben wir ein neues Projekt gestartet. Jeder in Deutschland weiß, dass in Amerika das Geld auf der Straße liegt. Der Witz ist, dass es tatsächlich dort liegt. Überall, wo wir bisher zu Fuß unterwegs waren, haben wir Münzen gefunden und aufgesammelt. Die Amerikaner bücken sich nicht danach. Wir wissen nicht, ob sie nur zu bequem sind, oder ob sie sich aufgrund ihrer manchmal durchaus beträchtlichen Körpermaße nicht bis zum Boden bewegen können. Da wir hier nun immer zu Fuß unterwegs sein werden, sammeln wir alle gefundenen Münzen, statt sie gleich wieder auszugeben. Mal sehen, wieviel Geld nach einem Monat zusammen kommt.
nach sechs Tagen haben wir schon einige zusammen
Heute ging es nun endlich auf die „richtige“ Seite des Hudson, nach Manhattan. Die PATH-Bahn brachte uns direkt zum World Trade Center, und wir sind dann auch direkt zum Gebäude One WTC gegangen, indem sich oben One World Observatory befindet. Der Eintritt ist mit 32$ pro Person zwar ganz schön happig, aber man bekommt außer dem grandiosen Ausblick auch ziemlich viel digitale Spielerei geboten. Aber vorher ging es durch die flughafenmäßige Sicherheitskontrolle. Blöderweise hatte Kay sein Taschenmesser am Gürtel. Das wurde in Verwahrung genommen, wir konnten es am Ende wieder abholen lassen. Allerdings durften wir dorthin nicht selbst gehen, das tat ein Sicherheitsbeamter für uns. Alles ist gut abgesperrt.
One World Trade Center „Da will ich hoch!“
Der Weg führte uns dann durch eine Passage mit viel Glas, Felsen (das Gebäude steht gut gegründet auf massiven boulders) und Videostatements verschiedenster Bauarbeiter, die erzählten, wie stolz sie es gemacht hat, am Bau dieses besonderen Hochhauses mitzuwirken. Alles wird hier in Amerika wirklich sehr mit Emotionen aufgeladen. Es fällt uns zunehmend schwer, das ernst zu nehmen. Überall auf unserem Weg nach oben stand viel Personal, die alle aufpassten, dass wir auch wirklich immer in die richtige Richtung (es gab immer nur eine) gehen würden. Mit dem Fahrstuhl ging es sehr schnell nach oben, bis in den 102. Stock, dabei wurden im Zeitraffer Bilder auf die Wände projiziert, die zeigten, wie New York sich in den letzten 400 Jahren entwickelt hat. Das war cool. Nach dem Verlassen des Fahrstuhls durften wir uns in eine Reihe aufstellen und weitere schöne Aufnahmen von NY sehen, die uns die Vielfalt der Stadt nahebringen sollten. Am Ende ging die Projektionsfläche nach oben wie ein Theatervorhang, der sich erhebt, und eröffnete einen ersten atemberaubenden Blick über die Stadt.
Dann ging es endlich hinein in das eigentliche Observatory und die 360 Grad-Aussicht war grandios! Wir hatten klares Wetter und konnten sowohl die Berge (natürlich die Appalachen, 70 Meilen entfernt) als auch den Atlantik (65 km entfernt) sehen. Aber das beste ist New York City, wobei auch die New Jersey-Seite sehenswert ist. Überall liefen guides herum, die unsere Fragen beantworteten und in kurzen Abständen kleine digitale Bildershows moderierten und uns mit Infos fütterten.
learning fun facts
Ein paar fun facts: New York City besteht aus fünf Stadtteilen, den boroughs. Manhattan ist nur einer davon. Dann gibt es noch die Bronx, Queens, Brooklyn und das mit der kostenlosen Fähre zu erreichende Staten Island, welches 10 km von Manhattan entfernt ist. Das in der Lower East Side gelegene Katz’s Delicatessen ist bekannt, nicht nur durch die berühmte Restaurantszene aus dem Film Harry und Sally, sondern für seine Fleischwaren. Das PastramiSandwich kostet 22$, ist aber so groß, dass man es nicht allein aufessen kann, egal wie hungrig man ist. Die Fleischwaren, die sie schon seit 1888 herstellen, sind begehrt. Ein neuer Verkaufsslogan lautet: Send a salami to your boy in the army! Geht’s noch?? Das zweithöchste Gebäude (das Empire State Building fällt immer mehr zurück in der Liste) steht inzwischen an der Park Avenue. Es ist innen noch nicht ganz fertig, wird dann aber das höchste Wohngebäude der westlichen Hemisphäre sein. Eine Wohnung ist für 80 Millionen zu haben, man könnte auch eine mieten für 100.000 im Monat. Das Penthouse für 95 Millionen Dollar ist leider schon verkauft. Wer wissen möchte, wie es darin aussieht, klickt auf den Link: 432 Park Avenue, dort gibt es eine Bildergalerie.
Manhattan, 432 Park Ave. is right from the Empire State Building, the very slim towerlooking towards New JerseyLooking towards Queens and Brooklyn
Battery Park in the front and Staten Island in the back
Aber auch draußen hat sich einiges getan seit unserem letzten Besuch vor fünf Jahren. Das 9/11 Memorial ist inzwischen frei zugänglich und beeindruckend, obwohl man den Anblick der zwei Becken schon von Bildern kennt. Zwischen all den neu gepflanzten Bäumen, die jetzt noch kahl sind, steht ein schon blühender Baum. Das ist der sogenannte survivor tree, das einzige, was den Anschlag überlebt vor 15 Jahren hat. Der Baum wurde im Schutt gefunden, ausgegraben und wieder aufgepäppelt und anschließend eingepflanzt, als das Gelände aufgeräumt und gestaltet war.
9/11 memorial, one water basin0/11 memorial, the survivor tree
Ein anderes jetzt (fast) fertig gestelltes Gebäude (vor fünf Jahren waren dort nur Bauzäune zu sehen) ist der TransportationHub, gerade vor einem Monat eröffnet. Ein futuristisches Gebäude, das zwischen all den Wolkenkratzern aussieht, als wäre ein gigantisches Insekt gelandet. Die Meinungen zum Gebäude sind geteilt, die New York Times sprach von einer Zeit-und Geldverschwendung auf Staatskosten, 4 Milliarden Dollar, 10 Jahre Bauzeit, für einen Umsteigebahnhof, der auf der Liste der meistbefahrenen U-Bahnhöfe nur auf Platz 18 liegt.
Transportation Hub (the white one) detail from inside
Im angrenzenden Brookfield Place mit dem Wintergarten sahen wir dann noch eine Ausstellung Transcendent Arts of Tibet and India. Interessanterweise stellten tibetanische Mönche ein Mandala aus gefärbtem Sand her, gerade so wie wir es gestern bei House of Cards gesehen hatten. Beeindruckend! Wir schauten noch ein bisschen zu, bevor es wieder zurück nach Kearny ging.
artsBrookfield event, April 2016Tibetian monks creating a sand mandala
Finally leaving our basement to cross the big river! We spent the last days to explore our new neighbourhood. There are some supermarkets in reasonable distances -with a car. We have to walk at least half an hour one way to get our shopping done. Only alcoholic drinks are more nearby. We spent more time watching all seasons of House of Cards (we’re not done yet), because our host has got a Netflix account.
But today we visited Lower Manhattan. We went up 1WTC, on top is the „One World Observatory“ with a gigantic overview over New York City and parts of New Jersey. It was fabulous and worth the money ($32 per person). We saw a lot (even the Appalachians and the Atlantic Ocean) and learned some new facts. Down again we saw the survivor tree on the grounds of the 9/11 memorial, the newly opened Transportation Hub (quite controversial) and some Tibetian monks in the Brookfiled Place who painted a wonderful sand mandala, just like the one we recently saw in House of Cards.
Nach einer Woche oben im Nordwesten des Staates New York ging es zurück an den Ausgangspunkt unserer Reise mit dem Camper Van, nach Peekskill. Fünf Monate Fahren, Schlafen, Wohnen, Kochen etc. im kleinen Auto hatten dann doch ein Ende. In Buffalo haben wir das Auto bei sonnigem Wetter gründlich von innen und außen geputzt, auf unserer Fahrt hat es dann immer geregnet, aber das Auto blieb sauber genug zum Abgeben.
Am 1. April, kein Scherz, hieß es Abschied nehmen von einem tollen Aufenthalt in Buffalo und Umgebung, mit allem Luxus, den ein großes Haus bieten kann. Glücklicherweise mussten wir nicht noch einmal im Camper Van schlafen, denn es ging direkt zu unserem Appartement nach Kearny, NJ. Wir fuhren wieder durch Berge, und immer sind es Teile der Appalachen, und wir überquerten auch wieder den Sasquehanna-Fluß, wie schon öfter auf unserer Fahrt nach Norden. Diesmal fuhren wir auch noch durch Sasquehanna County.
Sasquehanna River, crossing again, but this time for the last time
Wir sind morgens gegen neun Uhr abgefahren. Da aber alles hier in den USA groß und weit ist, auch die kleineren Staaten, kamen wir erst um fünf Uhr nachmittags in Kearny an. Da der Berufsverkehr bis dahin nachgelassen hatte und wir auch in die Gegenrichtung fuhren, war die Fahrt durch den Ballungsraum westlich des Hudson River, der auf der Straßenkarte unübersichtlich aussieht, recht einfach.
Unser Appartement liegt im Keller, wir hören nichts von Straßen- oder Fluglärm (Newark International ist ganz in der Nähe). Hier werden wir vier Wochen wohnen und New York City auf der anderen Flußseite erkunden.
unser Appartement, die Tür führt zu unserem separaten Eingang Internetzugang und TV mit Netflix und Co. Das wird ausgenutzt!
Doch zunächst musste das Auto noch abgegeben werden. Wir räumten unsere ganzen Sachen (einen Koffer voll hatten die Kinder schon wieder mit nach Deutschland genommen) in das Appartement und fuhren am nächsten Tag vom Staat NewJersey wieder in den Norden nach Upstate New York, immer an der Westseite des Hudson River entlang. Nach zwei Stunden Fahrt über Highways (wir wollten die mautpflichtigen schnellen Straßen vermeiden, auch dann hätte es fast anderthalb Stunden gedauert) durch Ballungsräume und Berge überquerten wir im Norden von Peekskill den Fluß, nachdem wir Brückenzoll bezahlt hatten.
Die Übergabe des Autos ging recht zügig, es wurden die Füllstände der Tanks kontrolliert und ein Blick in das aufgeräumte Auto geworfen, das war’s. Wir mussten dann noch die Selbstbeteiligung an den Unfallkosten bezahlen, abzüglich unserer Auslagen und Arbeitszeit für die kleinen Reparaturen zwischendurch. Wir bekamen unsere leeren Koffer, die wir dort deponiert hatten, zurück. Dann fuhren wir mit dem Wagen zum Bahnhof, von dort aus wurde er zur Verleihstation zurück gefahren. Schwuppdiwupp war unser Zuhause für fünf Monate weg, schneller als die Tränen Zeit hatten, hinabzurinnen. Ein komisches Gefühl!
am Bahnhof von Peekskill, Tschüß Auto, Tschüß Zuhause!
Die nächsten fünf Stunden verbrachten wir damit, den öffentlichen Personennahverkehr im Großraum New York zu erkunden. Da es ein Sonnabend war, war es nicht so voll, dafür fuhren die Züge aber auch nicht so häufig. Zuerst ging es mit dem Zug von Peekskill zur Grand Central Station, den Weg kannten wir schon von der Hinfahrt. Die Zugtickets gab es am Automaten auf dem Bahnsteig, die Bedienung war einfach. Die Fahrt dauerte 75 Minuten, obwohl es ein Expresszug war, der nur an wenigen Haltestellen hielt. Und wieder fuhren wir am Hudson River entlang, diesmal an der anderen Uferseite.
Kay unter der Erde
Anschließend ging es in die U-Bahn. Nach einer Zeit des Hin- und Herrechnens haben wir die Metrocards, die wir von den Kindern übernommen hatten (die waren Anfang März schon für eine Woche in New York gewesen), mit Geld aufgeladen. Wir haben uns gegen eine Monatskarte entschieden, da wir uns sicher waren, dass wir nicht jeden Tag nach Manhattan hineinfahren würden. Mit der Metrocard kamen wir dann via Times Square zur Penn Station. Ein kleiner Fußweg über Tage brachte uns mit Hilfe der Polizeianweisung zum richtigen Eingang für die PATH Bahn. Diese verbindet New York mit NewJersey, erfordert aber einen anderen Fahrschein. Diesmal kauften wir eine richtige Plastikkarte, so wie unsere EC-Karten und buchten erst einmal zehn Fahrten darauf. Damit kamen wir auf den nächsten Bahnsteig. Nach ein bisschen Wartezeit fuhr der Zug ab, sauste unter dem Fluß hindurch, hielt mehrmals auf der anderen Seite an, bevor wir dann an der vorletzten Station in Harrison ausstiegen. Hier werden die alten Industriebrachen gerade umgewandelt und die Gegend gentrifiziert. An der Bahnstation selbst war davon noch nicht so viel zu sehen. Und was gar nicht zu sehen war, war die Bushaltestelle, von der wir abfahren wollten.
Im Telefongeschäft nebenan konnte man uns zumindest die Richtung weisen, in die wir gehen sollten. Wir gingen bis zum nächsten Block, keine Haltestelle zu sehen. Wir umrundeten den Block, keine Haltestelle. Google wusste auch nichts, die Blase drückte, der Hunger quälte. Also hinein zu Dunkin Donuts und die Dinge in einer sinnvollen Reihenfolge abarbeiten: zuerst auf die Toilette, dann Kuchen kaufen und nach dem Weg fahren. Dabei gab es nur zwei Probleme, die Anweisungen in einem stark akzentgefärbten Englisch zu verstehen und die Tatsache, dass fast alle Amerikaner mit dem Auto fahren und über Buslinien nicht so viel wissen.
Aber wir sind mit neuem Zutrauen weiter die Straße entlang gelaufen, die Sonne schien, der Kuchen war lecker, die Bäume blühten. So ging es weiter, Block um Block, zwischendurch standen immer mal wieder Bänke auf dem Bürgersteig, auf denen Menschen saßen. Aber es waren absolut keine Bushaltestellen zu sehen. In der Ortsmitte kamen wir schließlich an der Polizei vorbei und beschlossen, dort nach dem Weg zu fragen. Die nette Polizistin am Empfang gab eine genaue Beschreibung, wo die nächste Haltestelle war (gleich um die Ecke) und an welcher Straßenseite wir stehen mussten (in die Richtung, in die wir schon die ganze Zeit gelaufen waren). Sie klärte uns dann auch darüber auf, dass es gar keine Haltestellenschilder geben würde. Dann ist es natürlich auch kein Wunder, dass unsere Suche erfolglos war. Als wir an der beschriebenen Stelle ankamen, stand dort eine Bank. Nun machten die anderen Bänke auf unserem Weg die Straße entlang auch einen Sinn. Wir waren unwissend bereits an vielen Haltestellen vorbei gelaufen. Nachdem dann auch noch ein junger Mann zusammen mit uns wartete, waren wir zuversichtlich, dass nun alles richtig war.
Wir hatten bisher jeden Menschen, auch die Polizistin, nach einer Haltestelle der Linie 40 gefragt, laut und deutlich, und zur Sicherheit auch noch „Four – Oh“ gesagt. Daher waren wir etwas verwundert, dass wir nach einiger Zeit des Wartens den Bus der Linie 40 einen Block entfernt von uns um die Ecke bogen sahen. Weg war er! Der junge Mann an der Haltestelle bestätigte dann, was wir gesehen hatten, die 40 hielt an der anderen Kreuzung. Wir warteten an unserem Ort auf die Linie 30, die aber auch nach Kearny fuhr. Wenn schon nicht einmal mehr auf die Auskunft der Polizei Verlass ist!
Irgendwann kam dann der Bus. Man steigt vorne bei der Fahrerin ein, steckt den exakten Fahrpreis in passenden Münzen in einen Einwurf, und bevor man noch nach einem Fahrschein fragen kann, wird man schon unwirsch hinein gewunken, da man den Verkehr aufhält. Kein Fahrschein! Weder Apparat noch Fahrer (der fährt schließlich und ist kein Kassierer) geben Wechselgeld heraus. Nun müssen wir also, ganz anders als bisher auf unserer Reise, Kleingeld sammeln, sonst kommen wir hier nicht hin bzw. weg. Im Laufe der Busfahrt stellte sich dann heraus, dass man an jeder Straßenkreuzung ein- und aussteigen kann, und zwar vor der Einmündung als auch dahinter. Für ersteres streckt man den Arm aus und winkt, für letzteres drückt man im Bus auf eine gelbe Leiste oberhalb der Haltestange. Wissen durch Beobachtung!
und dann gibt es doch Bushaltestellen, manchmal, hier sind wir gerade ausgestiegen
Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder im Appartement, nach einem weiteren kleinen Fußmarsch und einem Stopp beim Chinesen, um Abendessen zu besorgen. Abenteuer ÖPNV, kein Wunder, dass viele mit dem Auto unterwegs sind. Dafür benötigt man nur ein Navi, Tankstellen (gibt es hier überall) und Parkplätze (das kann hier zum Problem werden). Just a short summary:
We drove from Buffalo, NY to Kearny, NJ, where our apartment for the next four weeks is, which took us eight hours. We unloaded everything from the Camper Van. The next day we drove north again to return the car in Peekskill. After eight hours again we were back in the apartment. Five hours with train and bus rides, finding the way to the different stations, finding our way through the different cards and fares, crossing the Hudson and State border lines were finally behind us. That was a hard working day.
Wenn man schon in Buffalo, NY ist, muss man auch nach Niagara Falls, zu den berühmten Wasserfällen. Niagara Falls ist aber mehr: es ist eine Stadt in den USA, aber auch eine Stadt in Kanada, es sind Wasserfälle auf der amerikanischen Seite, aber auch Wasserfälle auf der kanadischen Seite. Der Niagara-Fluss ist ein Grenzfluss.
Wir sind mit dem Auto dorthin gefahren und haben es auf der amerikanischen Seite abgestellt, denn wir wollten zu Fuß über die Rainbow Bridge auf die kanadische Seite gehen, von dort aus hat man den besten Blick auf die verschiedenen Fälle. Der Fluss Niagara verbindet den Lake Erie mit dem Lake Ontario und stürzt fast 60 Meter in die Tiefe. Am Oberlauf liegen mehrere Inseln im Fluss, wobei Luna Island und Goat Island dafür sorgen, dass es drei Wasserfälle gibt. Man kann auf alle Inseln zu Fuß oder mit dem Auto kommen, das gesamte Areal ist ein amerikanischer State Park , der älteste in den Staaten, und entsprechend touristisch mit allem ausgestattet, was amerikanische Touristen für ihr Amüsement benötigen. Dazu kommt ein riesiges neues Spielcasinos, das Seneca, das von der Seneca Nations of Indians betrieben wird.
Den besseren Blick hat man jedoch von der kanadischen Seite aus. Deshalb haben wir uns zu Fuß aufgemacht, den Fluss über eine der vielen Brücken zu überqueren. In das Grenzgebiet hinein ging es durch ein simples Drehkreuz, außen an den amerikanischen Grenzbehörden vorbei und hinauf auf die Brücke. Schon von dort aus war der Blick atemberaubend, und wir mussten mehrere Fotostopps einlegen, bevor wir überhaupt auf der kanadischen Seite ankamen.
links die amerikanische Seite mit einem Teil des State Parks, rechts die kanadische Seite, wo die Touristen wesentlich mehr Geld lassen; in der Mitte ist der observation tower zu sehen, die kleinen Strichlein auf der Brücke sind Menschen ab über die Grenze, one by oneBlick von der Brücke nach Kanada, Hotel, Casinos, Aussichtstürme, Restaurants Rainbow Bridge, mit Blick auf die amerikanische Seite; das Gebäude ganz rechts ist das Seneca Hotel und Casinoauf der Rainbow Bridge, mit je einem Fuß in den USA und in Kanada
Dort wurden unsere Reisepässe kontrolliert und mit einem Einreisestempel versehen. An der Promenade entlang des Flusses näherten wir uns langsam, wegen der vielen Fotostopps, nicht wegen der vielen anderen Touristen, die Saison ist noch nicht gestartet, den Horseshoe Falls, den Hufeisenfällen. An der Stelle fällt das Wasser über eine hufeisenförmige Abbruchkante, die sich aufgrund der Erosion langsam immer weiter Richtung Eriesee verschiebt. Das herabstürzende Wasser erzeugt eine Gischt, die sich wie eine Wolke über den Fällen erhebt. Diese Wolke konnten wir schon von weitem während unserer Anfahrt in die Stadt Niagara Falls sehen. Wir hatten Glück mit dem Wetter, wir hatten einen sonnigen Tag für den Ausflug erwischt, und die Sonne zauberte Regenbögen über die Schlucht.
the American Falls, ganz rechts der schmale Wasserfall ist der Bridal Veil, der Brautschleier die kanadischen Fälle: the Horseshoe Fallsganz nah an der Abbruchkante der Horseshoe Falls die Wasserfälle mit Regenbogen, im Hintergrund die Rainbow Bridge
Der Anblick der stürzenden Wassermassen war gewaltig und wir konnten uns nur sehr schwer losreißen. Gut, dass es inzwischen digitale Fototechnik gibt. Sonst hätten wir uns mit den Fotos beschränken müssen, da ein Fotofilm ja nur 36 Aufnahmen fasst. So haben wir zu den Milliarden Fotos, die es bereits von den Wasserfällen gibt, noch ca. 100 zugefügt.
Dabei stürzt gar nicht die gesamte Wassermenge des Flusses an der Stelle in die Tiefe, sondern nur allerhöchstens die Hälfte, nachts noch weniger. Die Wassermenge wird reguliert, tagsüber, wenn die Touristen zu Gucken kommen und viel Geld in den Hotels, Restaurants, Casinos etc. lassen, fließt viel mehr Wasser hinab als nachts. Sonst wäre der Anblick auch nicht so spektakulär. Der andere Teil der Wassermassen wird zur Stromerzeugung genutzt, dafür über ein Stauwehr umgeleitet und in die Kraftwerke auf beiden Seiten des Flusses geleitet. Das wollten wir uns auch noch ansehen, deshalb ging es langsam, begleitet von Fotostopps, zurück zum Auto.
ganz nah an der Abbruchkante der amerikanischen Fälle, wir sind noch kurz in den State Park hinein gegangen Schild auf der kanadischen Seite, damit wir uns nicht verlaufen; für Amerikaner ist das Zufußgehen so ungewöhnlich, da ist es besser, ein Schild aufzustellen
Vor dem Betreten der Rainbow Bridge ging es wieder ins Gebäude, das wir schon von der Passkontrolle kannten, allerdings durch eine andere Tür. Dort saßen keine Grenzbeamten, sondern es gab zwei Drehkreuze, die sich nur drehten, wenn man vorher 50 Cent, entweder in amerikanischer oder kanadischer Währung, wobei letztere weniger wert ist, hinein warf. Für den Fall, dass man keine passenden quarters mehr dabei hatte, wir hatten noch genügend, standen mehrere Wechselautomaten für Geldscheine bereit. Bei den 50 Cent handelt es sich jedoch nicht um den Eintritt in die Vereinigten Staaten, sondern um die Brückenmaut, die auch die Fahrzeuge, allerdings in einer andern Höhe, entrichten müssen.
Auf der amerikanischen Seite wurden unsere Pässe sehr gründlich von einem jungen Beamten kontrolliert, der über wenig Humor verfügte und wohl noch nicht oft so eine Mischung gesehen hatte: fünf Deutsche mit deutschen Reisepässen als Gruppe, davon einer mit einem Dauerwohnsitz in den USA, zwei, die Ende März wieder nach Deutschland ausreisen wollten und zwei weiteren, die das erst Ende April machen wollen. Uns hat er dann gefragt, wie wir den Aufenthalt eigentlich finanzieren würden. Aber da alle Papiere in Ordnung waren, wir über das richtige Visum verfügten, musste er uns dann schließlich doch wieder einreisen lassen.
Anschließend ging es zum Wasserkraftwerk Robert Moses Niagara Power Plant in Lewiston, NY. Leider war das Besuchszentrum wegen Umbau geschlossen. So konnten wir uns nur einen Film über die Bauarbeiten ansehen. Das Kraftwerk ersetzte ein älteres weiter flussaufwärts, das Mitte der 1950er in den Fluss gestürzt war.
Blick von der Besucherbrücke des Kraftwerks auf den Fluss Richtung Lake Ontario
In Lewiston, NY sind wir noch einmal an den Niagara River gefahren, den Ontariosee schon in Sichtweite. Hier war einer von mehreren Endpunkten der Underground Railway, auf deren Routen Sklaven aus den Südstaaten in die Freiheit nach Norden geführt wurden. Ein Denkmal erinnert an diesen Teil der amerikanischen Geschichte. Dass die Indianer zwangsenteignet wurden, weil ein Teil ihres Landes zum Bau des Reservoirs für das Kraftwerk benötigt wurde, sie dagegen 1960 vor dem Obersten Gerichtshof geklagt und verloren hatten, das wurde in dem Film, den wir uns im Kraftwerk anschauten, kurz erwähnt.
Freedom Crossing Monument in Lewiston, NY in Lewiston ist der Fluß ganz ruhig und still, ganz anders als noch kurz vorher an der Abbruchkante
When in Buffalo, NY you have to visit Niagara Falls (two cities, several falls). We went over to the Canadian site, because the view from there is more impressive. And it was worth while the walk, as you can see. On our way back to the States, even we pedestrians had to pay for the toll bridge, 50 Cents, it felt like paying entry to an amusement park, because we had to go through the same gates as in subways/ undergrounds. But the amusement was gone while standing at customs and borders. Luckily we all had the right visa, five people, three different kinds of visa, a bit confusing for the young officer. After a shorter visit to the American rim of the falls, we drove further down the Niagara River to visit the Power Plant, but unfortunately the visitor center was closed due to renovation works. In Lewiston, NY, where the river appears to be very calm again, we saw the Freedom Crossing Monument. Lewiston was one of the final stops on the Underground Railway.
Wir haben eine Woche in Buffalo, NY verbracht. So weit in den Norden wollten wir ursprünglich gar nicht, aber unsere Kinder hatten zwischenzeitlich beschlossen, ihre Flitterwochen in den USA schon dieses Jahr im März zu verbringen. In Buffalo wohnen Onkel und Tante unserer Schwiegertochter, also haben wir uns für deren letzte Urlaubswoche und unsere letzte Woche mit einem Auto dort oben am Eriesee getroffen. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, nach acht Monaten die Kinder wieder in die Arme schließen zu können. Gesehen hatten wir uns zwar schon immer mal zwischendurch per Skype, aber das ersetzt die Realbegegnung nicht.
Happy Family
Buffalo ist eine Stadt, die ihren Charme erst auf den zweiten oder dritten Blick entfaltet. Wir haben uns auf die historische und die architektonische Facette konzentriert.
Frank Llyod Wright, der berühmte amerikanische Architekt, hat in Buffalo einige Wohnhäuser im Prairie-School-Stil gebaut. Wir haben uns das Darwin M. Martin Haus angesehen, ein Gebäudekomplex gebaut von 1904-1906. Es wird schon seit längerem aufwändig restauriert, einige Gebäude mussten sogar neu aufgebaut werden, da sie in den 1950er Jahren abgerissen wurden. Es ist ganz erstaunlich, wie modern das Anwesen von außen und innen wirkt, obwohl es schon mehr als 100 Jahre alt ist. Einige der Möbel, die während der Renovierung ausgelagert sind, werden im Burchfield Penney Museum ausgestellt. Da sind wir auch gewesen. Da man innen nicht fotografieren durfte, gibt es hier nur Fotos von außen zu sehen. Es war ziemlich kalt, regnerisch und windig, als wir dort waren. Wer das Haus auch von innen ansehen möchte, muss auf den Link klicken. Es lohnt sich.
Darwin M. Martin House, HaupthausDarwin M. Martin House, HaupthausDarwin M. Martin House, Wagenremise (li), jetzt gift shop und Pergola (re), beides neu aufgebaut
Im Burchfield Penney Art Center, das 2008 in das neue Gebäude umgezogen ist, haben wir uns nicht nur die Wright-Möbel und die anderen Ausstellungen angesehen, sondern auch eine fast private Führung bekommen. Wir waren gerade einmal durch alles durchgegangen und wollten einen Kaffee trinken, als uns eine Frau ansprach, ob wir nicht Interesse an der öffentlichen Führung hätten. Das hatten wir durchaus. Da außer uns niemand anderes daran teilnahm, konnten wir uns aussuchen, was wir mit der Dozentin Marian gemeinsam ansehen und besprechen wollten. Das war sehr gut, außer über die Kunstwerke haben wir uns auch über Politik und Gesellschaft ausgetauscht und verabschiedeten uns erst nach 90 intensiven Minuten voneinander.
auf die Zinkfassade wird bei besserem Wetter Ton und Bild projeziert das ist die Innenseite der Zinkaußenfassade, mit Exponaten von Jack DrummerMs Marian Deutschman, eine wunderbare Gesprächspartnerin in der Kunstgalerie
An einem anderen Tag haben wir eine Führung durch die City Hall, dem Rathaus von Buffalo, gemacht. Bevor es hinein ging, haben wir das Gebäude außen umrundet und eine Menge zur Fassade im Art Deco und auch zu den angrenzenden Gebäuden erfahren. Die Eingangshalle allein ist schon sehenswert mit den Wandgemälden, Verzierungen und wunderschönen Fahrstuhltüren, alles gut erhalten. Mit den Fahrstühlen fuhren wir dann zunächst in den 13. Stock, um den Sitzungssaal (Council Chamber) mit dem schönen Glasoberlicht anzusehen, bevor es dann zur Aussichtsplattform ging. Die letzten Höhenmeter überwanden wir mit gut sechzig Treppenstufen. An diesem Tag war es zwar kalt, aber sonnig, und wir hatten einen tollen Blick über die Stadt und nach Kanada hinein.
Elevators in City HallCouncil Chamber, City HallCity Hall, Buffalo NYView from Observation Tower over BuffaloView from Observation Tower over Buffalo, NYLake Erie and Marina
Am Eriesee direkt waren wir natürlich auch. Wir sind an der Marina entlang spaziert. Die Sportboote waren aber noch alle im Winterlager. Dafür haben wir eine Gedenktafel für das berühmte Gedicht „John Maynard“ von Theodor Fontane entdeckt. Das Gedicht kennt wohl fast jeder in Deutschland aus dem Schulunterricht.
„… und noch zwanzig Minuten bis Buffalo…“
Die Hafenfront wird nach und nach umgestaltet, um aus einer Industriebrache nach und nach Freizeitgelände für die Einwohner zu entwickeln. In Buffalo wurde der grain elevator erfunden, der das Getreide aus den Schiffen in die Silos und umgekehrt transportiert.
Buffalo Waterfront
We visited Buffalo, NY for a week to meet family. We met our son and daughter in law there on their honeymoon. And we did some sightseeing: City Hall, Waterfront, Frank Lloyd Wright‘ s architecture, modern art from local artists and Lake Erie, of course.
Heute ging es von Ronks, PA nach Buffalo, NY an den Eriesee. Wenn man auf einer Landkarte beide Punkte mit einem Lineal verbindet, dann die Interstates und Highways, die der Linie am nächsten liegen heraus sucht, dann erhält man ungefähr unsere heutige Strecke. Wir wollten keine Mautstraßen fahren und auch nicht im großen Bogen über Pittsburgh und am Erieseeufer entlang fahren. Was der Straßenatlas nicht zeigte, waren die Berge und Hügelketten, die wir auf unserer gewählten Strecke zu überqueren hatten. Es war so wie bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen. Schneewittchen haben wir zwar nicht getroffen, dafür aber einige wenige, ganz feine Schneeflöckchen, Weißröckchen gesehen. Es ist kalt hier oben dicht an der kanadischen Grenze.
Kurz hinter Harrisburg, der Hauptstadt des Staates Pennsylvanias (die Amerikaner haben ein Faible dafür, die größte der Kleinstädte im Staat zu ihrer Hauptstadt zu machen) überquerten wir wieder einmal den Sesquehanna River, um an seinem Ufer flußaufwärts zu fahren. Auf der anderen Flußseite fuhr sehr langsam ein Güterzug ausschließlich mit Containern beladen entlang. Der Zug war wirklich sehr lang, er wurde von fünf Lokomotiven gezogen. Die Container waren abwechselnd rot und weiß. Da der Zug langsam auf der anderen Flußseite entlang fuhr, sah es so aus, als wenn ein riesiges, kilometerlanges Absperrband durch die Bäume am Flußufer gespannt war. Leider konnten wir davon kein Foto machen.
Ein interessanter fun fact aus dem Staat New York: hier ist es verboten, während der Autofahrt als Fahrer SMS zu schreiben, ein sehr sinnvolles Verbot. Allerdings verliert man hier den Führerschien, wenn man dreimal dabei erwischt wird. Dafür werben dann die rest areas mit dem Zusatzschild text safe area.
Wir fuhren außerdem am Geburtshaus von Francis Bellamy in Mount Morris, NY vorbei. Das ist der Autor des Pledge of Allegiance, so sagte es der historic marker vor dem Haus und die Plakate an den Straßenlaternen im Ort, der vielleicht viereinhalb Tausend Einwohner hat.
(All pictures show Sesquehanna River on different sites.)
From spring time in Pennsylvania into late winter, early spring in Buffalo, NY. We took interstates and highways through the rolling hills and mountains. We passed the birthplace of Francis Bellamy, the author of the Pledge of Allegiance. He was born in Mount Morris, a small town in New York.
Fun fact today: it’s forbidden to text while driving. You will loose your license after three caughts in New York.