Was wir bisher an Regen während der Sommerferien erlebt haben, zerrte schon etwas an den Nerven. Das waren aber nur Fingerübungen des Wettergottes, wie wir seit gestern wissen. Den Tag über fiel weniger Niederschlag als die Vorhersage angegeben hatte. Wir überlegten kurz, doch noch zu grillen, blieben aber bei der Entscheidung für Hotdogs zum Abendessen. Dafür mussten nur die Brötchen und das Wasser für die Würstchen in der Küche warm gemacht werden.
Das letzte Stückchen des kurzen Weges mussten wir schon schneller laufen, da die ersten Tropfen fielen. Kaum waren wir in der Küche, da schüttete es wie aus Eimern herunter. Das Hüpfkissen vor dem Gebäude umgab eine zwanzig Zentimeter dicke hellgraue ‚Aura‘, nicht vom Dunst, sondern von den Wassertropfen, die aufschlugen, wieder abprallen und erneut aufschlugen. Wir hatten keine Chance, zurück zum Wohnwagen zu kommen, ohne bis auf die Haut nass zu werden. Kurzerhand lieh ich mir einen Schirm von den anderen in der Küche aus, um unseren Schirm aus dem Wohnwagen zu holen. Kurz darauf waren Brötchen und Würstchen aufgewärmt und wir brachten alles zurück ins Vorzelt.
Wir wollen gerade mit unserem Festmahl beginnen, als die Sturzbäche mitten durch unser Vorzelt flossen. Der Boden war gesättigt, und nun stieg das Wasser hoch.



Gerade mal zwei Stunden später sah der Himmel wieder friedlich aus als wäre nichts gewesen.
Und noch zwei Stunden weiter konnten wir den schönsten Sonnenuntergang fotografieren.


Liebe Martina, wir sind wegen einer Extremwetterwarnung in Oppdal gestrandet und sollen im Ort bleiben. Es regnet und regnet und regnet – dennoch: Schöne Ferientage! Herzliche Grüße Tanja
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