Das Wetter war wieder sehr wechselhaft: so warm, dass der Wunsch nach kurzen Hosen aufkam und so unbeständig, dass die knapp 15km nach Haderslev doch lieber mit dem Auto statt mit dem Rad gefahren wurden.
Die fehlende kurze Hose ließ uns einer unserer Lieblingsbeschäftigung nachkommen, shoppen in den gemeinnützigen Secondhand-Läden. Fünf davon fanden wir in Hadersleben, und dort drin nicht nur die gewünschte Hose, sondern auch gleich noch Kleinkram für die Küche (so wichtige Sachen wie ein Sparschäler und ein Auffülllöffel) und ein paar Bilderbücher für das Enkelkind (Weihnachten kommt ja immer schneller als man denkt). Uuuund eine riesige dänische Fahne, passend zum heutigen Halbfinale der EM, Dänemark gegen England. Die Fahne ist so groß, dass sie der Kassiererin beim Zusammenlegen beinahe auf den Boden gerutscht wäre. Und das ist etwas, was der dänischen Fahne auf gar keinen Fall passieren darf, niemals!! Wir haben sie dann noch einmal zu zweit ganz ordentlich zusammengefaltet.
Eine weitere Lieblingsbeschäftigung sind Kunstmuseen. Davon war in Haderslev nichts zu finden. Insgesamt war wenig los und auch wenig zu sehen, obwohl wir durch das folgende Schild aufgefordert wurden, es uns gemütlich zu machen.

Stattdessen besuchten wir den mächtigen gotischen Dom.


Außer der schönen Innenausstattung wurden die neuen liturgischen Messgewänder ausgestellt, die von der dänischen Königin entworfen wurden und seit dem letzten Jahr in Gebrauch sind.




Zu festen Zeiten werden auch Gottesdienste in deutscher Sprache gehalten. Hadersleben ist die nördlichste Stadt in Dänemark, in der es Einrichtungen der deutschen Minderheit gibt.
Ein paar schöne Giebelhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert gab es noch zum Fotografieren.

Dann ging es zurück, zum Hygge auf unseren fantastischen Stellplatz direkt am Strand.