Nachlese mit bits and bobs – eine kleine Bildergalerie

Was haben wir sonst noch so gesehen und gehört in London, was bisher in keinen Blogbeitrag passte:

Ein kleines pinkes, auf den ersten Blick sehr flauschig anmutendes Auto in Crouch End, das uns freundlich anblinzelt.
Der Lieferwagen einer Firma für special effects bei Film und Fernsehen, bei dem das Zublinzeln etwas anders ausfiel.
Ein Telefon in der City, mit dem aufmerksame Bürger direkt und kostenlos mit der Polizei verbunden wurden. Inzwischen ist es außer Betrieb und man wird gebeten, das nächstgelegene Münztelefon zu benutzen.
Einen kommunalen Garten als Sommerprojekt der Tate Britain in Westminster, bestückt mit Pflanzen, die die kulturelle Vielfalt der Londoner Bevölkerung spiegeln und deren Brunnen erst zu sprudeln beginnen, wenn sich die Besucher miteinander unterhalten.

Etliche Konditoreien in Haringey, die auf Torten spezialisiert sind:

Ausschnittsvergrößerung
Wassersäcke in der City, die die jungen Bäume in der Hitze nachhaltig wässern.
Ein fliegendes Trapez in Knightsbridge, an dem man das Fliegen üben kann; aufgebaut auf dem Rasen neben dem Albert-Memorial. Das hätte Queen Victoria aber nicht erlaubt!!

Eine kurze Geschichte des Fußballs von 1314 bis 1584 in London in der Guildhall: wegen des Aufruhrs immer wieder verboten worden, das Fußballspielen blieb trotzdem ein populäres Freizeitvergnügen.

Einen Laden für Perücken in Finsbury Park.
Eine ehemalige Kirche in Muswell Hill, in der jetzt ein Steakhouse residiert.

Ein Dekostück aus vergangenen Zeiten in unserem Quartier, das dann doch noch seinem ursprünglichen Zweck gerecht wird und nicht nur Deko ist:

Und dann noch viele nette Menschen, mit denen wir ins Gespräch kamen:

Eine freiwillige Verkäuferin in einem Charity Shop, die, obwohl Kind von Nazi-Deutschland vertriebener Eltern, vor kurzem die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt hat und uns mit „Tschüss“ verabschiedet.

Einen indischer Restaurantbesitzer in Finsbury Park, der seinen 350 CDI Mercedes Benz mit der Drei-Liter-Maschine gern mal auf einem Roadtrip auf Nordeuropas Autobahnen ausfahren möchte.

Ein indischer Filmemacher und Autor, der mit uns im Haus zu Gast war und mit dem wir uns über die unterschiedlichen (Adels-) Titel in ihrer männlichen und weiblichen Form im Deutschen und Englischen unterhalten haben und der uns auch mit „Tschüss“ verabschiedete.

Und die eine Rückfahrt mit der Bahn abends, hungrig und erschöpft, bei der wir den Ansagen am Bahnhof Finsbury Park nicht zuhörten (betrifft uns ja nicht), um dann kurz darauf unseren Aussteigebahnhof an uns vorbei fliegen zu sehen! Beim nächsten Stopp steigen wir aus, rennen zum gegenüberliegenden Gleis, entern den Zug zurück und es passiert tatsächlich das gleiche noch mal! Wir landen wieder in Finsbury Park, wieder an unserem Ausstieg vorbei. Aus lauter Frust sind wir dann zu Fuß nach Hause gelaufen.

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