Den Schalttag gestern haben wir zu einem langen Strandspaziergang genutzt, bei 23 Grad und einer streifen Brise aus Süd, die schön warme Luft aus dem Golf mit sich brachte. Wir sind hier aus unserem Winterschlaf quasi ohne Übergang in den Sommer katapultiert worden. Die Amerikaner befinden sich natürlich im Frühling, und so sehen wir die gesamte Bandbreite an Bekleidungsmöglichkeiten, von dicken Pullovern mit Schals und Handschuhen bis zu den kürzesten Tops und Hosen mit Flip-Flops, alles läuft gleichzeitig an unserem Camper vorbei.

Wir sind flotten Schrittes bei ablaufendem Wasser vom nördlichen Ende der Insel, wo sich der Campingplatz befindet, fast bis zu ihrem südlichen Ende spaziert, bis zur Pier. Wie immer standen dort Angler, die ihr Glück suchten und es netterweise auch fanden, als wir gerade zur Stelle waren. Das Angeln von Haien ist zwar verboten, aber ein kleiner Rochen macht für das Fotoalbum auch etwas her. Und gleichzeitig kommt auf diese Weise auch ein wenig Menschen-Ambiente mit aufs Bild, ohne dass man sie direkt fotografiert. Praktisch.


Auf dem Rückweg, da war es schon nachmittags, wollten wir eigentlich gern in ein Café, um uns so richtig nett bei Kaffee und Kuchen auszuruhen. Direkt an der Pier und auf der sich anschließenden kurzen Partymeile gibt es etliche Restaurants mit Happy Hour Angeboten, vier Daiquiries zum Preis von anderthalb oder so, dazu Burger, Rips, Sandwiches, Pizza, alles nicht das, was wir uns für drei Uhr nachmittags vorstellten. In der Mitte der Insel gibt es ein Restaurant namens The Sugar Shack, die Zuckerhütte. Dort würden wir bestimmt fündig werden. Es entpuppte sich dann aber doch nur als normales Fastfood-Restaurant, in dem es zwar Eis in Waffeln, Sundaes und Milchshakes gibt, aber keinen Kuchen. Wir sind dann doch bei Sandwiches gelandet, lecker mit Hühnchen bzw. Roastbeef. Serviert wird das ganze auf mit Pergamentpapier ausgelegten Plastikkörben und komplett ohne Besteck, mal etwas ganz anderes.


So etwas wie Kuchen zum Kaffee gibt es anscheinend nur bei Starbuck’s und Freunden, obwohl Kekse, Kuchen und Torten in den Supermärkten zu finden sind. Wahrscheinlich werden sie in Amerika nur als Nachtisch und/oder zu besonderen Anlässen serviert. Wir haben uns von unserem letzten Großeinkauf einen ganzen Danish Pastry Kringel mit Pecanfüllung mitgebracht. Leider hielt er nur zwei Tage.

Am 17. März ist St. Patrick’s Day und alle Geschäfte bieten die passenden Accessoires dazu schon seit zwei Wochen in Mengen an. Es gibt mehr grünes in den Regalen als pink-rotes zum Valentinstag darin lag, und auch Ostersachen gibt es nicht so viele.

Aber wir haben auch etwas leckeres neues zum Essen entdeckt, Okraschoten. Die sind so lecker und geben den Gemüseeintopf-Varianten das gewisse Extra.

An Donnerstagen bietet die American Legion, die Veteranenorganisation der amerikanischen Streitkräfte, die in jedem Ort einen Standort betreibt, ein auch für die Öffentlichkeit zugängliches Dinner an. Dort waren wir zwei Mal und haben catfish (eine Welsart) bzw. Shrimps frisch vom Kutter in die Friteuse gegessen. Dazu gibt es immer Pommes, Maisgrütze (ohne Geschmack, man gibt Butter und geriebenen Käse dazu, nicht unser Fall), Coleslaw (Krautsalat, leckerer als bei uns) und Hush Puppies (nein, keine frittierten Schuhe oder Schuhsohlen, sondern frittierte Klößchen aus Maismehl, süßlich und sehr gut). Alles sehr convenient serviert in der kompletten Plastik-Styropor-Ausstattung. Kulinarisch eine nette Abwechslung, aber wir kochen dann doch lieber selbst auf unseren zwei Gasflammen. Das Kochen mit Gas werden wir definitiv zuhause vermissen.



Ansonsten genießen wir das gute Wetter, sehen den Schmetterlingen beim Fliegen zu, schlafen ausgiebig, lesen und schreiben viel, lassen uns über die Unterschiede der beiden Länder aus und lernen neu zu atmen. Zweimal in der Woche besuchen wir einen Kundalini Yoga-Kurs. Das ist eine Entdeckung und macht viel Spaß, auch wenn einzelne Muskelpartien am nächsten Tag etwas anderes signalisieren.
Springtime in Georgia means summertime for us! Yesterday’s leap day gave us an extra holiday and we went for a long walk along the beach, from north to south, enjoying the weather, until we came to the pier. It’s not allowed to catch sharks from the pier, but a stingray is okay. We didn’t want to stay to watch the actual killing. Instead we were looking for a place to have coffee and a piece of cake, like we do it in good old Europe in the afternoon. Finally we landed in the Sugar Shack, a promising name, but just another fast food place, selling ice creams and sundaes as well. The sandwiches were good. But no cakes, as we had a few days ago after having done the shopping. We discovered okra as well, a very tasty vegetable. We really like to cook on our two propane hobs, but for a change we went to the American Legion. They serve fried dinner each Thursday and we had catfish one day and shrimps the other. The French fries were okay, coleslaw and hush puppies great, but we really don’t get the point with the ever-present grits with every dish here in the Southeast. For the rest we are happy to stay in this beautiful weather, reading and writing a lot, thinking and talking about the differences between the US and Germany a lot more, and going to Kundalini Yoga classes twice a week.
Jaaa…und der Gedanke, demnächst nach Norden in den Winter (zurück) zu fahren…hm…wird dadurch erleichtert, dass wir Joshua & Catharina bei Stefan & Sarah treffen werden…we’re really looking forward to our stay in Buffalo, but already beginning to miss the sunshine and warm temperatures on beloved Tybee Island…
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