Silvester ist traditionell ein Datum, an dem über das Vergangene reflektiert und über das Kommende fantasiert wird. Wir denken in der letzten Zeit verstärkt darüber nach, was „zuhause“ bedeuten kann. Wir sind immer noch in Kansas City. Gestern waren wir absolut in unserem Element, wir haben das großartige Nelson-Atkins Museum of Art besucht und dort wunderbare fünf, sehr anregende Stunden verbracht. Anschließend sind wir durch die Plaza flaniert, ein Shopping District, der architektonisch der spanischen Stadt Sevilla nachempfunden und zur Weihnachtszeit wunderschön beleuchtet ist. Wir fühlen uns hier sehr wohl und irgendwie zuhause.
Was macht nun ein Zuhause aus? Wir verfügen ja im Moment nicht über das klassische Zuhause. Das ist zwar da, zuhause in der Heimat, aber zur Zeit untervermietet und für uns nicht einfach so erreichbar. Der Campervan stellt ein Zuhause auf Zeit dar. Darum ist es so wichtig für uns, dass mit dem Auto immer alles in Ordnung ist. Falls nicht, dann würden wir unser Zuhause verlieren. Es ist zwar aus Bequemlichkeitsgründen mal ganz schön, in einem Hotelbett zu schlafen, aber das ergibt noch lange kein Zuhause. Um aber dauerhaft im Campervan wohnen zu können, muss es draußen relativ warm sein. Wenn die Wetterverhältnisse da nicht mitspielen, muss man Zuflucht suchen. Wir haben Kansas City als Zufluchtsort gewählt und sind dorthin gefahren, ohne zu wissen, was uns dort erwarten würde. Wir hatten nur die Adresse von Martinas Verwandten, Cousinen von ihrem Vater, und die Zusage, dass sie sich freuen würden, wenn wir sie irgendwann auf unserer Reise durch die USA besuchen kommen würden. Und plötzlich und unerwartet haben wir ein Zuhause. Wir wurden völlig vorbehaltlos aufgenommen, umhegt und versorgt. Wir dürfen hier sein, wie wir sind. Wir dürfen machen, was wir möchten. Make yourself feel at home. Dieser Aufforderung zu folgen ist gar nicht so leicht, wie es sich anhört. Uns wird mit einer vorbehaltlosen Liebe begegnet, die völlig unerwartet ist. Beide Seiten spüren innere Verbindungen, die sich nicht allein über die verwandtschaftliche Beziehung erklären lassen. Es erscheint uns wie ein kleines Wunder, das wir gern etwas länger genießen. Wir werden hier noch bis nach Neujahr bleiben, heute Abend bei gutem Essen und Gesellschaftsspielen in das neue Jahr hinein feiern und dann abwarten, was uns weiterhin widerfahren wird.
Ganz lieben Dank an euch alle, die uns mit Grüßen, Nachrichten und guten Wünschen aus der Heimat versorgt haben, als es uns im Schneewinterwetter nicht gut erging. Inzwischen sieht die Schneewelt da draußen ganz schön aus. Es macht sogar Spaß, bei Sonnenschein draußen spazieren zu gehen. Wir können ja jederzeit in Wärme und Geborgenheit zurückkehren. Wir wünschen euch allen ein richtig gutes neues Jahr mit ganz vielen tollen Erlebnissen!



Make yourself feel at home. What does it mean, being at home, staying with people we didn’t know before? We just had names and an address, before we fled the Blizzard. And now it turns out to be a home for a time. That’s just wonderful. Martina’s father’s cousins took us into their homes and hearts, embraced us with love and affection and we feel bonds which are of another source than just family connections. After this dreadful drive across the Great Plains these days here in Kansas City are just phenomenal. And soon we’ll celebrate New Year’s Eve together, playing games and enjoying each other’s company. We wish you all a very happy new year with lots of great experiences.
Fun fact: There are two Kansas Cities, Kansas City, Missouri and Kansas City, Kansas, both side by side, only devided by the river Missouri.
Moin ihr beiden, Weihnachten 2015 werdet ihr sicher nicht so schnell vergessen! Wir haben ordentlich mitgefiebert, jedes Mal gespannt auf die Fortsetzung eures Reiseberichts gewartet und freuen uns über das Happy End (so far)! Wir wünschen euch ein tolles neues Jahr, für eure Tour weiterhin viele spannende Erlebnisse und freuen uns schon darauf, im Herbst wieder den Tanzboden zu rocken! Hansi & Fru Hansen
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