National Gallery, London

Sonntag, ein Regentag, wie geschaffen für einen Museumsbesuch. Nach Frühstück mit bacon rolls sind wir gestartet, Richtung Trafalgar Square. Von Paul bekamen wir den Hinweis, unter einem Bogen des Admirality Arch nach Nelsons extra Nase Ausschau zu halten. Diese wurde im Zuge des Baus von Nelson’s Column angefertigt, eine extra Nase, falls die andere beim Zusammenbau der Statue zu Schaden gekommen wäre. Ist sie aber nicht und so hatte man eine Nase übrig. Die hat man dann in den Triumphbogen integriert, und zwar in der Höhe, dass die Reiter auf ihren Pferden sie beim Durchreiten berühren konnten, was angeblich Glück bringen sollte. Beim Suchen der Nase trafen wir einen älteren Herrn auf der gleichen Mission. Er erzählte uns dazu, dass in einer Geschichte von Gogol sich eine Nase selbstständig macht und Staatsrat in St. Petersburg wird. Diese Geschichte hat Schostakowitsch zu einer Oper verarbeitet. Anschließend ging es in die National Gallery, um all die bekannten und weniger bekannten alten Meister der verschiedenen Epochen anzuschauen und ein Wiedersehen mit den Lieblingsbildern zu feiern. Unterbrochen wurde dies durch den Besuch einer tollen Sonderausstellung Soundscapes und des Restaurants. Für die Soundscapes hat das Museum sechs Musiker eingeladen, sich ihr Lieblingswerk aus den Sammlungen auszusuchen und dazu ein Stück Musik zu komponieren. In die Musiker und deren Entwicklung der Kompositionen wurde mittels eines Films eingeführt, bevor man dann in kleinen Gruppen in die schwarz ausgeschlagenen Räume gelassen wurde. Jeder Künstler hatte einen eigenen Raum, der von den anderen schallisoliert war, in dem das Bild hing und die Musik in Dauerschleife lief. Das war ein einzigartiges und sehr abwechslungsreiches Erlebnis. Am besten gefiel uns die Komposition ‚Ultramarine‚ von Jamie xx, einem 25jährigen britischen, preisgekrönten DJ, die von Rysselberghes ‚Küstenlinie‘ inspiriert war. Danach war eine Kaffeepause angesagt, die dann aber in Tee und Schokoladenkuchen bzw. Scone mündete. Und als das Museum um 18 Uhr schloss, müssten wir leider wieder gehen.

Wer noch bis Anfang September in London sein wird, sollte sich die Soundscapes nicht entgehen lassen, nationalgallery.org.uk/soundscapes

   
 Rainy days in London are good days for visiting a museum. Not that new idea, hundreds of tourists and language school kids had the same. Before heading towards the National Gallery, we were looking for Nelson’s spare nose. It’s on one wall of Admirality Arch. The story is that they produced a spare nose for Nelson’s statue on top of the column, in case the first nose would break. Which it didn’t do, so they put the nose onto the wall. The cavalery could touch the nose for luck while riding through the Arch. After that we saw all the great pieces of Art in the Gallery and visited the Soundscapes exhibition, where musicians and sound artists were invited to choose a painting and respond musically to it. Just great!

Ein Gedanke zu “National Gallery, London

  1. Avatar von Joshua Joshua

    Aber man kann sich die Stücke nicht anhören auf deren Seite oder? Klingt aufjedenfall sehr spannend. Ich hör mir gleich mal was von diesem Jamie xx an 🙂

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Joshua Antwort abbrechen