… Wi sitt hier warm in Hus‘! Ach nee, Klaus Groth, der norddeutsche, plattdeutsch schreibende Dichter, kannte noch keine Wohnwagen. Dort sitzen wir trocken, aber so richtig warm wird uns nur unter der heißen Dusche. Um uns herum, wie überall in Nordeuropa, entlädt sich das Tiefdruckgebiet „Unai“, während es im Süden des Kontinents auf den Inseln brennt.

Dann doch lieber Regen, es gibt ja Regenbekleidung. Pfützen sind sowieso ein wunderbares Spielzeug. Die Sandwege auf dem Campingplatz verwandeln sich im Laufe des Tages in ‚Wasserstraßen‘.

Auf dem Spielplatz sammelt sich Wasser in Töpfen, Förmchen und Pfannen. Das muss gesammelt werden, um daraus eine ‚warme‘ Suppe zu kochen, mit harten Äpfeln, die durch den Wind vor ihrer Zeit vom Baum gefallen sind.
Der Wind drückt den Regen so langsam durch die Kleidung und wir stolpern durch die Pfützenlandschaft zurück zum Wohnwagen. Das Vorzelt wird mit nassen Klamotten vollgehängt. Von unten drückt sich das Wasser langsam aber sicher durch den Teppich. Wir beschäftigen uns drinnen im Wohnwagen mit Brettspielen, Malsachen und Vorlesebüchern, während um uns herum die Welt langsam untergeht.

Nach vierundzwanzig Stunden Dauerregen geben sich die Wolken immer noch imposant, lassen aber nicht mehr unter sich. Auf dem Spielplatz scheint wieder die Sonne und verursacht bei den geduldig ausharrenden Großeltern einen unerwarteten Sonnenbrand.






















