
Wir legen an unserer letzten Insel der Cruise an, in Philipsburg auf der niederländischen Seite der Insel St. Maarten/ St. Martin, die kleinste Landmasse auf der Welt, die zwei Staaten regiert wird.
Kolumbus sah sie als erster Europäer zuerst am 11. November 1493 und benannte sie nach dem Heiligen des Tages, St. Martin von Tours. Die Insel war schon viel früher entdeckt und bewohnt worden. Archäologen haben Siedlungsspuren entdeckt, die bis nach 2000 vor Christus zurückreichen!

Fast 200 Jahre nach Kolumbus’ Ankunft und nach einem 80 Jahre lang währenden Krieg mit den Niederländern gaben die Spanier die Insel auf, zu deren Territorium sie bis dahin gehörte. Niederländer und Franzosen ergriffen die Chance und kamen von den ihnen schon gehörenden jeweiligen Nachbarinseln.
Sie stritten sich erst einmal gehörig, sahen aber schnell ein, dass keine der beiden Parteien nachgeben würde und beschlossen die mehr oder weniger friedliche Koexistenz.

St. Maarten/ St. Martin ist bis heute als einzige Insel zweigeteilt, aber ohne sichtbare Grenze. Der südliche Teil gehört seit 2010 als autonomes Land dem Königreich der Niederlande an, ist aber nicht Teil der EU. Der nördliche Teil gehört seit 2007 zu Frankreichs Überseegebieten, die gemeinsam ein eigenes Département bilden und zur EU gehören. Bezahlt wird dort mit dem Euro. Davor war die Insel Teil der niederländischen Antillen.

Im 17. Jahrhundert begannen die holländischen Siedler mit der Salzgewinnung in dem Binnensee von Philipsburg und verschifften das weiße Gold nach Europa.

Den ‚salt pickers‘ wurde ein großes Deckmal am Binnensee gesetzt, der große Verkehrskreisel stellt den Binnensee dar, drauf die salt pickers.

Wir spazieren noch ein bisschen durch downtown, wo einige Straßen und Gassen immer noch holländische Namen tragen. Neben Englisch ist die zweite Amtssprache Niederländisch. Uns haben Einwohner erzählt, dass der obligatorische Niederländisch-Unterricht an den Schulen bereits vor acht oder zehn Jahren eingestellt wurde. Langsam wird es uns einfach zu heiß, wir brauchen eine Abkühlung.

Der Strand ist in weiten Teilen mit Sonnenschirmen und Strandliegen bestückt, beides wird gern im Paket mit einem Getränk und freiem wifi an die Amerikaner vermietet. Wir finden einen Teil des Great Bay Beach mit seinem feinen Sand für uns und genießen noch ein letztes Mal das tolle karibische Salzwasser. Es ist einfach zu schön, man möchte gar nicht mehr heraus aus dem Wasser.
Um das Vergnügen noch ein bisschen zu verlängern, gehen wir immer am Wassersaum zurück, solange es geht. Dann geht es zurück zum Schiff, etwas essen und auf den Sonnenliegen am Pool ausruhen.
