Santa Cruz de Tenerife/ Teneriffa, cruise day 7 (Anthem, Oktober 2023)

Mal eben kurz schlafen und schon sind wir eine Insel weitergehüpft. Wir besuchen heute die Hauptstadt von Teneriffa. Diesmal gehen wir mit Sonnencreme eingecremt und einem Sonnenhut auf dem Kopf von Bord.

Es werden im Laufe des Tages 26 Grad und es ist schon vormittags sehr warm. Wir folgen der blauen Linie auf dem Boden, die uns raus aus dem Hafengebiet inklusive Marina und hin zur Brücke über die Stadtautobahn führt.

Schon sind wir quasi mitten drin in der Innenstadt, auf der Plaza de España. Wir wollen aber nicht shoppen, sondern wenden uns lieber wieder dem Wasser zu. Dort ist eine neue Esplanade für Fußgänger und Radfahrer angelegt worden, mit Sportmöglichkeiten und noch kleinen Bäumen, die nicht so viel Schatten geben.

Ich bin sehr froh über meinen Sonnenhut. Die Tourisinformation an der Plaza de España hat geschlossen, wir gehen ohne Stadtplan und sonstige Orientierung einfach immer geradeaus und wollen uns überraschen lassen. (Überraschend ist dann eher später, was wir alles nicht gesehen haben, wenn man sich bei Wikipedia umschaut!)

Wir sehen die Hauptkirche von Santa Cruz, die Nuestra Señora de la Concepción, immerhin von hinten.

An den Überresten eines alten Forts, das als solches nicht mehr zu erkennen ist (Gut, dass es entsprechende Hinweisschilder gibt.), zieht uns ein imposantes weißes Gebäude wie magisch an.

Es ist ein Kongress- und Konzerthaus, das Auditorio de Tenerife Adán Martín (2003) des Architekten Santiago Calatrava. Wir finden das Bauwerk wunderschön, es glitzert in der Sonne wie ein Juwel. Dieser Effekt wird durch die Millionen Bruchstücke von weißen Kacheln erzeugt. Wir fotografieren es aus allen Blickrichtungen und schlendern über den großen, das Gebäude umgebenden Platz.

Das Grundstück reicht mit der einen Ecke bis in den Atlantik hinein, so wirkt es. Wenn man bis dorthin geht, sieht man die Steine der Befestigung, die mit Bildern bekannter Musiker und Komponisten aus allen Epochen bemalt sind.

Die mit Holzlamellen verzierten Fensterelemente lassen sich komplett aufklappen, um leichte Brisen durchzulassen. Das Café im Foyer erhält auf diese Weise ganz einfach eine Außenterrasse, auf der wir bei einem Espresso Pause machen, bevor es weiter geht.

Kunst auf dem Vorplatz zum Konzerthaus. Im Hintergrund sind die beiden 120 Meter hohen Zwillingstürme Torres de Santa Cruz (2006) zu sehen. Entworfen von Julián Valladares Hernández sind in den 35 oberirdischen Stockwerken zumeist Wohnungen, in den unteren Stockwerken auch Büroräume zu finden.

Wir gehen wir am neuen Schwimmbadareal mit Meerwasser vorbei (Parque Marítimo Cesar Manrique), bis wir am Palmetum ankommen, ein Botanischer Garten, der sich auf Palmengewächse spezialisiert hat.

In der Bildmitte das Centro Internacional de Ferias y Congresos (Internationales Messe- und Kongresszentrum), eröffnet im Jahr 1996, ebenfalls entworfen von Santiago Calatrava.

Wir gehen die Wendeltreppe hoch und schlendern die Wege im Uhrzeigersinn entlang. An den Miradouros gibt es tolle Ausblicke auf das Meer, es riecht überall gut und die Pflanzen sind sehr sehenswert.

In der Mitte gibt es das Octogon, ein Regenwald-Areal ohne Dach obendrüber. Es gibt zwar eine entsprechende Konstruktion, die ist aber nur mit Netzen bespannt.

Wir füllen die Wasserflaschen auf, bevor es wieder auf den Rückweg geht. Diesmal wollen wir durch die Häuserschluchten hindurch. Wir überqueren einen Teil der Stadtautobahn, kommen am riesigen Busbahnhof vorbei; eine Brücke führt uns über den Barranco de Santos

… und schließlich landen wir in einer schmalen Einkaufsstraße, die uns zurück in die Fußgängerzone führt. Dort sind wir schon bald wieder an der Plaza de la Candelaria, ruhen uns noch einmal aus und nutzen die schnelle Telefonverbindung.

Die blaue Linie führt uns wieder zum Anleger zurück, wir müssen uns nach dem langen Aufenthalt in der Sonne dringend ausruhen.

Wir laufen vor dem Abendessen aus und können die Stadt noch einmal im Überblick sehen.

Nach den Landgängen freuen wir uns nun auf ein paar zusammenhängende Seetage.

Auf möglichst baldiges Wiedersehen (Madeira 22)

Madeira ist ein wunderbarer Ort, um zu überwintern. Für uns ist es angenehm warm, auch wenn die Einheimischen darauf bestehen, dass es kalter Winter ist (17 Grad). Aber irgendwann ist auch die Zeit abgelaufen, und wir müssen wieder abreisen. Das Wetter macht es uns nicht so schwer, es ist sehr diesig.

Früher als sonst auf der Terrasse zum Frühstück, im Hafenbecken ist Ebbe.

Wir werden sehr rechtzeitig vom Shuttlebus am Hotel abgeholt. Nachdem wir weitere Reisende (Dänen, sie sind immer da, wo wir sind) in Funchal eingesammelt haben, geht es wie immer in rasender Fahrt Richtung Airport, auf der Autobahn grundsätzlich auf der linken Überholspur.

Wir fliegen über München zurück und treffen bei der Gepäckaufgabe entsprechend auf jede Menge Bayern, die noch früher als wir am Flughafen waren und nun laut, ungeduldig und drängelig sind. Letzteres wird resolut von den groundforce-Mitarbeiterinnen unterbunden. Nachdem wir die schweren Koffer, aber kein Übergewicht, wie zunächst befürchtet, losgeworden sind, gehen wir noch einmal für eine halbe Stunde nach draußen und genießen in Ruhe die Sonne, die trotz des Dunstes schon sehr warm scheint. Nach Passieren der Sicherheitskontrolle, auch hier haben die Menschen die Ruhe weg, ist noch Zeit für einen letzten bica auf der Außenterrasse mit Blick auf die Start- und Landebahn.

Wie schon auf dem Hinflug fliegen wir mit einem Airbus Neo zurück.

Das Flugzeug ist ziemlich voll. Wir haben Glück und haben die Dreierreihe für uns. Die aufgeregten Bayern sitzen natürlich genau vor uns, sind offensichtlich noch nicht so oft geflogen und klatschen nach der Landung in München. Fremdschämen kann so einfach sein. Es gibt übrigens keine Reihe 13 im Flugzeug, der Aberglaube reicht bis über die Wolken, hinein in die unendlichen Weiten des Weltalls.

Sonntag abends ist auf dem Münchener Flughafen nichts los, wir haben sogar noch Zeit, etwas zu essen.

Dann fliegen wir mit vielen Hamburgern, die am Wochenende anscheinend beim Skifahren waren, weiter in den Norden. Dort ist es kalt, feucht und windig. Wie schön und angenehm es doch auf Madeira war. Wir kommen bestimmt bald wieder.