
Nach einer ruhigen Nacht mit einem schönen Sonnenaufgang genießen wir noch ein bisschen die Einrichtungen des Platzes, vornehmlich das schnelle und stabile wifi. Das ist wirklich prima in Amerika, alle Campingplätze halten freies WLAN vor, anders als in Europa. Und wenn man früh genug ist, kann man trotz der sechs Stunden Zeitunterschied noch mit den Kindern chatten.

Bevor wir zurück auf die Interstate fahren, müssen wir noch tanken. Das Benzin ist für amerikanische Verhältnisse sehr teuer geworden, aber immer noch billiger als bei uns (ca. die Hälfte). Allerdings verbrauchen die Fahrzeuge auch viel mehr. Unser Ford E-350, auf dem das Wohnmobil aufgebaut ist, verbraucht 10,64 Gallons pro 100 Meilen. Das macht 25 Liter auf 100 Kilometer! Und wir fahren keinen vollbeladenen LKW. Egal, es ist das Fahrzeug, das wir haben, und wir wollen fahren. Also wird an Reisetagen der Tank anderthalb mal vollgefüllt, nützt ja nix. Beim ersten Tankstopp hätte sogar ein Tankwart die Arbeit für uns übernommen, wenn wir bar bezahlt hätten. Das wäre auch noch einmal 10 Cent pro Gallone günstiger gewesen. Aber wir haben nicht so viel Bargeld dabei (Die gestrigen Mautstellen fraßen ein Loch in die Barschaft hinein.). Dafür hilft er uns bei der Bedienung des Tankautomaten.

Dann geht es weiter Richtung Interstate. Davor überqueren wir noch bei New Castle den Delaware River auf der Delaware Memorial Bridge, einer weiteren Mautstelle. Diesmal gelten wir als Auto, das ist die günstigste Variante. Davor waren wir immer ein kleiner LKW. Wir fragen nicht nach dem Grund.

Nun sind wir in Maryland. Nach einem kurzen Stopp am Maryland Visitor Center (die stehen immer an den Interstates am Anfang des Staates, sie haben immer Straßenkarten for free) fahren wir weiter auf der Interstate 95, die hier John F. Kennedy Memorial Highway heißt. Wir überqueren den Susquehanna River (Foto) und durchqueren Baltimore. Anschließend geht es östlich um Washington herum. Im Süden der Stadt fahren wir über den Potomac River.

Virginia ist erreicht. Es regnet. Wir durchqueren den Staat östlich, fahren durch die Hauptstadt Richmond, bis kurz vor der Grenze zu North Carolina. Hier in Emporia übernachten wir. Wieder kommen wir nach Büroschluss an, diesmal ist der Late Night Check in nicht so leicht zu erkennen. Wir fahren erst einmal auf einen leeren Stellplatz, trinken eine Tasse Tee und gucken noch einmal. Wir finden die richtigen Unterlagen, füllen alles aus und erhalten am nächsten Morgen ungefragt noch einmal 10% Rabatt, weil wir ehrlich mit der Anmeldung waren. Das ist mal ein netter Zug!

Weiter geht es die Interstate 95 nach Süden. Eigentlich wollten wir bis nach Tybee Island fahren, aber dort ist kein Platz für uns frei. So ändern wir unsere Pläne und die Route während eines Stopps (tanken, essen, Toilettenbesuch) in Fayetteville. Hier ist es bereits sehr schön warm, kein Wunder, dass schon Osterglocken blühen.

Wir werden jetzt nach Myrtle Beach in South Carolina fahren und dort ein paar Tage bleiben. Das ist auch sehr schön, denn der Platz gefiel uns beim letzten Mal schon gut. Wir fahren über Wilmington, um vorher noch bei einem Publix-Supermarkt einkaufen zu können, einen Einkaufswagen voll für 150$. Das Geld fließt nur so ab.

Danach ist es nicht mehr weit bis zu unserem Campingplatz, KOA Myrtle Beach. Wir werden außerordentlich freundlich empfangen, auf unseren Platz geleitet und erhalten Hilfestellung beim Rückwärts-einparken. Es ist immer noch warm, wir machen alle Fenster auf (sie sind fliegenvergittert) und trinken den Tee draußen an unserer Picknickbank. Hier werden wir die nächsten drei Nächte bleiben.