Lissabon/ Portugal, cruise day 4 (Anthem, Oktober 2023)

Das mit dem Schlafen ist uns geglückt. Wir wachen auf, weil das Schiff ganz ruhig läuft. In Lissabon gehen beim Anlegemanöver gerade die letzten Lichter der Straßenbeleuchtung aus.

Nach dem Frühstück, viel Hunger haben wir nach der Nacht nicht, packen wir unsere Sachen und gehen an Land. Wir konzentrieren uns heute auf den barocken Teil der Altstadt, die Unterstadt (Baixa), die nach dem großen Erdbeben 1755 neu aufgebaut wurde.

Zuerst suchen wir dort nach einer Apotheke. Ich habe heute Morgen die letzte Schilddrüsentablette genommen und danach festgestellt, dass ich den Nachschub zuhause nicht eingepackt hatte.

Wir finden recht schnell eine Apotheke, in der wir erfreulicherweise erfahren, dass sie nicht nur genau mein Präparat haben, sondern dass es in Portugal auch noch rezeptfrei erhältlich ist. Alles, was hormonell hilft und lebensnotwendig ist, wie auch die Anti-Baby-Pille, muss hier nicht verschrieben werden.

Wie außerordentlich praktisch, und mit nur 3,60 € auch noch günstiger als bei uns. Portugiesen zahlen sogar nur 1,50 € als Zuzahlung. Und wir haben um kurz vor 11 Uhr vormittags schon angenehme 23 Grad!

Anschließend laufen wir kreuz und quer durch die Gassen und Treppen …,

… sehen den Platz Dom Pedro IV wieder, …

… kommen am Museum für die Guardia Nationale vorbei, und treffen daneben auf die Reste der Kirche Convento do Carmo.

Damals haben sie nach dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami alles wieder aufgebaut und nur diese Kirche als Mahnmal stehen gelassen.

Als wir aus einem Durchgang herauskommen und kurz laut überlegen, wohin wir gehen sollen, spricht uns einer der Touristen-Tuk-Tuk-Fahrer auf Deutsch an, ob wir uns verlaufen hätten. In dem sehr netten Gespräch gibt er uns gute Hinweise, was wir uns noch ansehen sollten, nachdem wir ihm erzählt hatten, dass wir gern einfach ohne genauen Plan zu Fuß durch Städte streifen würden. Er ist waschechter Portugiese aus Lissabon und spricht akzentfrei Deutsch, seine Mutter kam aus Schwaben und sprach nur Deutsch mit ihm.

Kay trifft so am BaixaChiado Fernando Pessoa für einen kurzen Schnack …

… und wir kommen an der Fornicularbahn vorbei, die allerdings nicht fährt.

Am Aussichtspunkt in Misericórdia machen wir ein paar Fotos von der Brücke. So überwältigend finden wir diesen Aussichtspunkt dann nicht. Madonna hat hier mal gewohnt, natürlich in einem Palast.

Als wir wieder am Platz Luís de Camões ankommen, machen wir eine kleine Pause mit Espresso und Pasteis de Nata. Vorher haben wir bereist in einer Schaubäckerei gesehen, wie die berühmten Pasteis de Nata hergestellt werden.

Anschließend geht es wieder Richtung Schiff. Wir gehen noch auf den Aussichtspunkt oben am Lift Elevador de Santa Justa, aber leider kommen wir nicht nach ganz oben, die Plattform ist gesperrt. So bleibt nur der Fast-Rundumblick durch den Maschendraht von der Ebene darunter:

Wir nehmen nicht den Lift hinab, sondern gehen zu Fuß. Das geht schneller und ist billiger! Über den Praça do Comércio geht es zum Fluss hinunter.

Am „Wasserbahnhof“ (Terreiro do Paço) gleich nebenan des Kais für die Kreuzfahrtschiffe legen die verschiedenen Schiffe an, die den Fluß Tejo queren. Im neu erbauten Gebäude sieht es wirklich wie in einem Bahnhof aus.

Dann hat uns das Leben auf dem Schiff wieder: gutes Essen, gute Unterhaltung, gute Drinks in der Bar, gute Nacht danach.