Morgens sehen wir das Schild an der Serpentinenstraße, das uns eindrücklich davor warnt, sie zu benutzen. RVs, Trucks mit Anhänger und LKW sollen sie nicht benutzen, da die Kurven zu eng und zu steil sind. Ich überlege nicht lange, wir sind da hinuntergefahren, dann werden wir auch wieder hinauffahren, wenn auch sehr langsam und nur in den ersten Gängen. Acht Zylinder und 5300 ccm Hubraum müssen doch zu etwas gut sein. Aber zum Fotografieren ist keine Gelegenheit. Dann beginnt die letzte Etappe des Blue Ridge Parkways, noch 91 Meilen nach Norden.
Doch wir halten quasi gleich wieder an, bei milepost 83 befinden sich die Fallingwater Cascades. Wir wandern zum Bach, überqueren ihn auf einer Brücke und folgen den Verlauf in die Schlucht hinunter. An den Resten einer Brücke geht es über Felsbrocken wieder auf die andere Seite und durch den Wald hoch. Insgesamt sind es nur gute zwei Kilometer, aber dafür mit einem anständigen Höhenunterschied.










Kurz bevor wir unser Auto wieder erreichen, treffen wir auf ein Ehepaar aus Alabama, die den Rundweg in der entgegengesetzten Richtung wandern. Wir halten noch einen kleinen Schnack, bevor wir die Autofahrt fortsetzen.
Wir passieren den höchsten Punkt des Weges in Virginia (1204 Meter, bestückt mit Antennen und einer Radarkuppel) und nur 21 Kilometer später den niedrigsten Punkt (198 Meter). Mathematisch begabte können ja mal das durchschnittliche Gefälle ausrechnen.





Auch auf den letzten fünfzig Meilen bleiben die Ausblicke spektakulär und abwechslungsreich:





Kurz vor dem Ziel bei Rockfish Gap (milepost 0) ist der Shanandoah River zu sehen. Wir fahren im Tal noch bis Luray, wo wir ein paar Tage auf dem Campingplatz bleiben werden.