Caribbean Cruise, day 7, Bridgetown, Barbados 🇧🇧 (April 2023)

Heute legen wir sehr früh auf Barbados an, wir werden von den Geräuschen des Anlegemanövers geweckt. Barbados ist die östlichste Insel der Kleinen Antillen. Geographisch befinden wir uns schon in Mittelamerika. Barbados ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern eine Koralleninsel, deren unterseeische Riffkalke in die Höhe wuchsen. Die Strände sind auf der Westseite am Karibischen Meer weiß-rosa gesprenkelt.

Deshalb haben wir keine Tour gebucht, sondern wollen heute zu Fuß zum nächsten erreichbaren Strand gehen. So ungefähr wissen wir, wo es längs gehen soll. Aber mit einem kleinen Stadtplan fühlt man sich doch wohler. Hinter dem Duty Free-Gebäude fragt uns ein Anbieter für Taxitouren, ob ich eine Karte der Insel haben möchte. Klar möchte ich, allerdings muss ich ihn dann erst einmal langwierig abwimmeln. Er würde uns gern eine Tour über die Insel zu den tollsten und verschwiegensten Stränden verkaufen. Er hat auch recht damit, dass die Einwohner von uns Touristen leben und sie, wenn wir ihnen kein Geld dalassen, es schwierig haben, Essen auf den Tisch zu bekommen, aber trotzdem… Wir möchten heute so gern ganz auf uns gestellt zu Fuß gehen. Er rückt die Karte dann heraus, zeichnet den Strand ein und schreibt die Entfernung dazu, zweieinhalb Kilometer!

Reine Abschreckung, denn wir kommen nach zwanzig Minuten an einem schönen, und vor allem leeren Strandabschnitt an. Der Weg dahin führt uns immer am Wasser entlang.

Hier im Zentrum trägt der Fluß den Namen Careenage, da die Holzschiffe hier früher kielgeholt wurden, um Muscheln u.a. von den Rümpfen zu entfernen. Das heißt auf Englisch careening (britische Stadtgründung!).

Am Ende des Yachthafens geht es über eine Fußgängerbrücke, dann noch ein kleines Stückchen die Straße entlang, und schon können wir den Strand sehen.

Brownes Beach ist ein Strand, zu dem die Einheimischen mit dem Auto hinfahren, ein genauso toller weiß-rosa gesprenkelter feiner Sandstrand und glasklares Wasser wie überall, nur eben ohne Sonnenliegen, Sonnenschirme, Spielsachen und Jet-Ski-Anleger! Wir benötigen keinen möblierten Strand, wir wollen den feinen Sand spüren und schwimmen. Vormittags ist es wunderbar leer.

Himmlisch, und sehr erfrischend bei der Hitze (27 Grad) und der hohen Luftfeuchtigkeit. Wir gehen abwechselnd hinein, schwimmen und lassen uns anschließend von der Sonne und dem leichten Wind trocknen. Dann wird es uns zu heiß, dabei ist es noch nicht einmal 12 Uhr mittags, und wir machen uns auf den Rückweg.

Das historische Bridgetown, mit seiner Garnison seit 2011 UNESCO Weltkulturerbe, wurde 1628 von britischen Siedlern gegründet. Wir erkunden Downtown ein bisschen auf unserem Rückweg vom Strand zum Schiff, entdecken Fußgängerzonen, überall ist es sehr voll und laut.

Ein bisschen Sightseeing fällt auch noch ab, obwohl es sehr warm ist, 27 Grad schon vor 12 Uhr mittags, mit einer hohe Luftfeuchtigkeit.

Gebäude des Parliament von Barbados, komplett mit einem kleinen Glockenturm wie Big Ben
Independence Square (Barbados wurde 1966 unabhängig, blieb aber Mitglied des Commonwealth, seit November 2021 ist Barbados eine Republik)
Anlieferung auf dem Marhill Street public market
Old Fire Brigade House, die erste fire company in Bridgetown wurde 1840 gegründet.
Town Hall (Rathaus) and Gaol (Gefängnis), 1730 erbaut, das unterirdische Gefängnis wurde 1876 aus humanitären Gründen aufgegeben.
Das Carnegie Gebäude dient heute als öffentliche Bücherei.
Die Nidhe Israel Synagoge und der jüdische Friedhof, erbaut 1654, beinhaltet die einzige Mikwe, das Ganzkörpertauchbad für die rituelle Reinigung von Personen und Gegenständen.
St. Mary‘s Church von 1825; schon 1660 wurde hier eine Kirche erbaut.
auf dem Weg zurück zum Schiff

Ziemlich verschwitzt kommen wir schließlich wieder beim Terminal an und genießen die Ruhe auf dem Schiff, bevor die Passagiere der gebuchten Touren wieder ankommen.

Abends kommen die angenehmen Temperaturen der Karibik voll zur Geltung: am Pooldeck werden jetzt abends Kinofilme auf der großen Leinwand gezeigt. Das macht in der Wärme sehr viel mehr Spaß. Der tropische Regenguss zwischendurch stört nicht, wenn man unter einem Dach sitzt.