Nassau, Bahamas, cruise day 6 (Jewel of the Seas, 2022)

Es ist heiß hier auf den Bahamas, aber nicht feucht wie im mexikanischen Dschungel. Unser Schiff liegt zwischen zwei größeren Kreuzfahrtschiffen. Es sieht aus, als wenn wir auf einem Parkplatz stehen würden.

Wir gehen die lange Pier entlang zum Ausgang und machen dann eine Erkundungstour zu Fuß durch Downtown. Eigentlich hatten wir eine walking tour mit einem local guide gebucht. Die wurde zuerst von vormittags auf nachmittags verschoben und dann ein paar Tage später komplett abgesagt. Jede Straße in sehr fußläufiger Entfernung zum Hafenausgang besteht aus Geschäften, vor denen Angestellte versuchen, uns durch unglaublich günstige Angebote oder Gratisaktionen hineinzulocken. Im Angebot sind Schmuck, am liebsten in Form von Diamanten, hochpreisige Uhren, Zigarren und Kunsthandwerk, dazu kommen alle Arten von Souvenir-Artikel (made in China) und das Angebot, die Haare in kleine Zöpfe zu flechten. Man muss auf dem Fußweg vorbeigehen, auf den engen Straßen herrscht ein unglaublicher Autoverkehr.

Damit die Polizei überhaupt durchkommen kann, fahren sie auf Motorrollern. Und jede Menge Verkehrspolizisten regeln den Verkehr, bzw. setzen Halteverbote durch.

Die zwei im Kartenausschnitt des Shopping-Stadtplans als berühmte Fotospots bezeichneten Gebäude sind schnell erreicht.

Dann gehen wir nach Gefühl weiter und finden ein paar Querstraßen weiter die Christ Church Cathedral, die Cathedral of the Anglican/ Episcopal Diocese of The Bahamas and The Turk & Caicos Islands, established 1670, was für ein Name!Durch die Gitterstäbe können wir einen Blick nach innen erhaschen, sie ist wirklich sehr schön. Doch, wie sollte es auf unserer diesjährigen Fahrt anders sein, sie ist wegen Instandsetzung leider geschlossen.

Wir wollen den Landgang auch für ein bisschen Internetzugang nutzen und suchen nach einer entsprechenden Lokalität. Der Starbucks befindet sich in einer kleinen Mall mit ausschließlich hochpreisigen Konsumgütern. Wir sind nicht entsprechend gekleidet, um dort lange genug mit einem Kaffee herumzustehen. Dunkin‘ Donuts hat keine Sitzplätze, McDonald‘s schon.

Nachdem wir unseren Kaffee haben, darf man trotzdem nicht Platz nehmen, Covid-Maßnahmen (hier in Nassau muss man in den Gebäuden auch Maske tragen). Also gehen wir um die Ecke, da ist eine kleine Bank und das Wifi sehr schnell. Um uns herum stauen sich währenddessen ohne Unterlass die Autos um den Drive in herum. Alle fahren oder werden gefahren, niemand geht zu Fuß.

Die Hitze ist ermüdend, wir beschließen, uns lieber nicht in der prallen Mittagshitze am Strand auszuruhen, sondern auf dem Schiff. Wir wollen nicht zu den sonnenverbrannten Mitreisenden (lobsters) gehören.

Nachmittags gehen wir noch einmal an Land, diesmal gezielt zum Baden. Das Wasser hat eine so unglaubliche türkise Farbe, da müssen wir einfach hinein.

Den ersten Strandabschnitt lassen wir hinter uns, dort ist es uns zu voll.

Wir gehen noch ein bisschen die Promenade entlang und finden den Strand, an dem die Einheimischen baden. Der Sand ist nicht ganz so geharkt, dafür steht auch hier eine security herum. Und das Wasser ist auch hier himmlisch. Das Blau ist unglaublich, der Kalksand weiß und weich, das Wasser recht salzig. Schade, dass man nicht einfach hier bleiben kann.

Auf dem Rückweg zum Schiff hat sich die Stadt merklich geleert, mehrere tausend Touristen sind schon wieder auf den Schiffen, die ersten Geschäfte haben schon geschlossen. Der Fußweg ist leer, wir können uns zwischendurch die Häuserfassaden ansehen.

Hier in Nassau hat es uns gut gefallen, sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, kein Müll und kein meilenweiter Marsch bis zum Strand.