Nachdem wir die Kirche in Vilstrup besichtigt hatten, geht es weiter mit dem Rad. Das Wetter ist gut, blauer Himmel, wenige Wolken und fast windstill. Warum nicht bis Årøsund fahren? Auch an diesen Hinweisschildern sind wir schon öfter vorbeigekommen. So weit ist es sicherlich nicht. Wir fahren durch die Feldmark und finden immer mal wieder das Camino-Symbol oder auch den Hinweis auf den Ostseeradweg.

In Kelstrup Strand bzw. Hejsager Strand treffen wir wieder auf die Ostsee. Die Wolken sehen nicht sehr vielversprechend aus.

Bevor wir uns Schutz vor den herannahenden Regen suchen, lädt ein kryds og bolle-Spiel auf der Bank am Strand zu einer Partie ein. Die meisten Leser*innen des Blogs werden es als Drei gewinnt oder als Tic Tac Toe kennen.

Die Regenwolke regnet sich dann doch über dem Wasser ab und wir setzen unsere Fahrt fort.

Es geht wieder Richtung Landesinnere. In Øsby sehen wir diese schön bunten Blühstreifen am Feldrand. Das sieht schon attraktiv aus.

Schließlich erreichen wir nach einer langen Fahrt immer nur geradeaus Årøsund.
Wir fahren gleich hinunter zum Hafen, da dort am Fähranleger höchstwahrscheinlich mindestens eine Hotdog-Bude zu finden ist. Außerdem geht es so wunderbar immer nur bergab!
Impressionen:




Die Freude ist groß, als wir das Angebot des Aarøsund Havnegrill entdecken!

Das Eisangebot ist sehr verlockend, die Temperatur und der Sonnenschein passen auch sehr gut. Doch inzwischen ist es schon kurz nach 14 Uhr, und wir haben wirklich großen Hunger.

Wir entscheiden uns für Burger und Pommes, dazu ein leicht alkoholisches Erfrischungsgetränk.

Zwischendurch kommen in schöner Regelmäßigkeit die Fähre und der Bus vorbei und laden immer neue Personen ein bzw. aus.
Nach knapp anderthalb Stunden Pause geht es auf den Rückweg. Der Popo möchte sich gar nicht so gerne wieder auf den Sattel setzen. Es hilft nichts, die Busse können keine Fahrräder mitnehmen. Inzwischen hat der Wind ordentlich zugelegt. Es geht bei Gegen- bzw. Seitenwind immer bergan.

Überall wird auf den Feldern geerntet. Hier auf diesem Feld sind sie noch nicht angekommen. Die Mähdrescher wirbeln sehr viel Staub auf und sind riesig, wenn man mit dem Fahrrad direkt an ihnen vorbeifährt.
Eine gute halbe Stunde später wird es uns zu langweilig, immer nur geradeaus auf der Landstraße zu fahren. Der Popo hat zwar keine Lust mehr, trotzdem entscheiden wir uns für eine etwas längere Strecke auf den kleinen Nebenstraßen.

Hier ist sind sie gerade fertig geworden mit dem Dreschen. Im Hintergrund sind die Ostsee und Årø zu erkennen.
Mit viel Quälerei kommen wir schließlich doch wieder am Campingplatz an. Sehr erschöpft, denn zwischendurch blockierte auch noch die Gangschaltung. Sie schaltete unter Belastung nicht mehr herunter. So mussten wir neben den kurzen Popo-Entlastungspausen auch noch die Räder die eine oder andere Steigung hochschieben.

Eine kleine Überschlagsrechnung ergibt, dass wir ungefähr fünfzig Kilometer gefahren sind (rot hin, blau zurück), ganz ohne Training. Kein Wunder, wenn sich der Körper dann beschwert! Eine schöne Tour war es trotzdem!