Let’s cruise – Anreise mit Hindernissen, Teil 2: nach Reykjavik, Island

Das bisherige Reiseabenteuer wird nun wirklich ungeahnt abenteuerlich, doch dazu später mehr. Zuerst lässt sich alles gut an. Die Nacht im Hotel war ruhig, das Frühstück am nächsten Morgen und sehr gut und reichhaltig. Das erwarte ich auch für den Preis von 20€ pro Person. Auch am nächsten Morgen ist es uns nicht möglich, das zusätzliche Aufgabegepäck zu buchen. Wir sind rechtzeitig wieder zurück am Flughafen und reihen uns am Check-in-Schalter in die Schlange ein. Das gestaltet sich recht kurzweilig und zu Beginn auch erfreulich (naja, am Ende dann auch), wir treffen Bekannte (wie eigentlich in jedem Flughafen) und tauschen Neuigkeiten aus. Dann geht es am Schalter weiter. Der junge Mann hat die Ruhe weg und spricht ein vorzügliches Englisch. Das hören wir, als er die Fluggesellschaft auf Island telefonisch um Rat bitten muss, da es auch ihm nicht möglich ist, uns einzuchecken. Das Problem ist dann bald tatsächlich behoben, die Bordkarten können ausgedruckt werden. Das aufzugebende Gepäck allerdings würde nun am Schalter nicht mehr 156€, sondern 240€ kosten, ein sehr stolzer Preis. Das findet auch der junge Mann, sagt uns, dass wir es noch einmal im Internet versuchen sollten, nun wäre das Eincheckproblem ja gelöst. Er würde sowieso für ein Weilchen verschwinden. Das machen wir, aber beide Kreditkarten mit dem neuen Sicherheitssystem sind mit der isländischen Software einfach nicht kompatibel. Schließlich klappt es mit der dritten Karte, die noch mit der eigentlich veralteten Sicherheitsabfrage funktioniert. Die Erleichterung ist groß, dann taucht auch der junge Mann wieder auf, die Koffer können mit und werden durchgecheckt bis Baltimore.

Die Sicherheitskontrolle geht auch zügig, das Personal ist sehr freundlich. Letztendlich ist seit Ankunft am Terminal gerade mal eine Stunde vergangen. Kleine Spur von chaotischen Zuständen am oft als Pannenflughafen geschimpften BER. Das wifi funktioniert stabil, wir buchen unsere Koffer schon mal für den Rückflug und können nun sorgenloser auf den Urlaub blicken. Das Boarding in den Airbus A320 neo verzögert sich dann, da das Transportband für die Koffer nicht mehr laufen möchte. Maintenance bekommt das Problem in den Griff, und der Flieger hebt 15 Minuten später ab als geplant.

Plays cabin crew ist modisch jung gekleidet in grauen Sweatshirts, weißen T-Shirts (die Männer) bzw. roten bodenlangen Daunenjacken und roten Kleidern (die Frauen). Snacks und Getränke gibt es während des Fluges nach Reykjavik nur gegen Bezahlung mit Kreditkarte. Viele haben sich Wasser (wir auch, wir haben unsere Wasserflaschen wieder gefüllt) und Porridge oder Brötchen (das dann doch nicht) für den gut dreistündigen Flug im Flughafen besorgt. Die Airline schafft es tatsächlich, die Verspätung beim Abflug nicht nur wieder aufzuholen, sondern kommt auch zehn Minuten vor der Ankunftszeit in Keflavik auf Island an. Die Landung ist wegen der starken Seitenwinde sehr holprig. Und dann beginnt das nordländische Abenteuer: wegen der starken Winde (bis zu 125 Stundenkilometer schnell) kann auf unserer Seite die Außentür der Kabine nicht geöffnet werden, auf der anderen Seite kann der „Rüssel“ mit der Gangway nicht ausgefahren werden.

Wir bleiben sitzen und schaukeln im Wind, als wenn wir uns auf einer Nussschale im Ozean befinden würden. Es wird einem fast ein bisschen seekrank. Nach einiger Zeit des Wartens darf uns die cabin crew aufgrund unserer „shitty situation“ (O-Ton der Stewardess) ein nicht-alkoholisches Getränk und einen Snack ausgeben. Zwischenzeitlich trudeln Mails ein, dass unser Anschlussflug sich auch verzögert. Kein Wunder, er steht ja neben uns und ist in derselben Lage, nur dass dort die Passagiere noch nicht drin sitzen.

Nach geschlagenen viereinhalb Stunden legt der Sturm eine Verschnaufpause ein, und wir können endlich über eine Treppe „an Land“, obwohl wir dort ja schon die ganze Zeit stehen. Wie geht es wohl weiter?

Let’s cruise – Anreise mit Hindernissen, Teil 1: nach Berlin

Nach unserer letzten Autotour durch die USA hatten wir komplett die Lust verloren, irgendwelche Reisen anzutreten und sind lieber zuhause geblieben. Doch nun, nach einem guten halben Jahr, packt uns wieder die Reiselust. Das Wetter in Norddeutschland tat das Übrige dazu, irgendwann kann man Kälte und Schmuddel-Regenwetter nur noch schlecht vertragen. Da wir nicht mehr im Sabbatjahr (und auch noch lange nicht im Ruhestand) sind, mussten wir mit dem Reiseantritt warten, bis die Osterferien beginnen.

Nun ist eine Kreuzfahrt in die Karibik unser Ziel. Die Karibik ist weit weg (und wir haben nicht viel Zeit), und so reisen wir per Bahn und Flugzeug an. Wir probieren diesmal die isländische Billigfluglinie Play aus (ja, wir bleiben abenteuerlustig). Leider fliegt sie erst vom Mai an auch von Hamburg aus. So starten wir ab Berlin, und dort soll es mit der Bahn hingehen. Davor steht das Kofferpacken an, also die Koffer vom Dachboden geholt und los. Wieviel sind eigentlich 11 kg? Das ist die Maximalmenge (Billigflug), steht auf der ausgedruckten Buchungsbestätigung. (Später stellt sich heraus, dass ein zweiter Blick in das Internetportal sich auf jeden Fall gelohnt hätte, doch dazu kommen wir noch.) Kein Problem, wir fahren ja in die Wärme. Dachten wir, und mit Sport- und Strandsachen und angemessener Abendgarderobe wurden die beiden Koffer auch nur halb voll. Die Waage belehrte uns dann eines besseren, vier Kilo zuviel, in beiden Koffern. Also alles wieder ausgepackt, ab mit den amerikanischen oversized Koffern wieder auf den Dachboden und die großen deutschen (eine Nummer kleiner) heruntergeholt. Dann durch alles mit kritischem Blick durchgehen, neu packen und wiegen, Bingo! Passt!

Das nächste Abenteuer ist die Reise mit der Deutschen Bahn (wie immer, immerhin wird über Ostern nicht gestreikt): der RegionalExpress nach Hamburg ist leicht verspätet und ein ticket- und auch sonst manierenloser Mensch muss zwischendurch zwangsaussteigen. In Hamburg erreichen wir den ICE problemlos, da wir bereits vor dem Hauptbahnhof in ihn umsteigen können. Im Ruhebereich der ersten Klasse ist es sehr entspannt; alle, Kinder wie Erwachsene, sind mit Kopfhörern an ihre digitalen Endgeräte angestöpselt oder lesen ein Buch. Die Verspätung beträgt nur noch drei Minuten, als wir in Berlin Hauptbahnhof einlaufen, und der Schaffner versichert uns, dass der Anschlusszug warten würde. Leider kommt diese Information nicht beim Anschlusszug an, und ein ICE ist sehr lang, wir waren im letzten Waggon. Als dann auch der Mann vor uns, kräftig gebaut, mittleres Alter, nur eine Laptoptasche in der Hand, anfing, den Bahnsteig entlang zu laufen, rennen wir mit unseren drei Rollkoffern doch hinterher und springen kurz vor Türschließung in den IC nach Chemnitz, den wir bald darauf am Berlin Brandenburger Flughafen wieder verlassen.

Der BER, der skandalumwitterte Hauptstadtflughafen, wo nichts funktioniert, präsentiert sich erst einmal groß, leer und mit zwei Terminals. Wir wollen unsere Koffer am Abend vorher einchecken. Als wir am Terminal 1 keine Spur unserer Fluglinie erblicken können, laufen wir die 400 Meter zum Terminal 2. Da starten die Billigflieger, aber eben nicht alle. Also zurück zu Terminal 1. Auf dem Weg dahin googeln wir mal, wo sich denn unser Hotel am Flughafen befindet. Tja, 10 Minuten entfernt, aber mit dem Auto. Die Koffer werden wir bei Play auch nicht vorher los.

Also zum Taxi, kostet 23€, obwohl der Flughafen aufgrund seiner enormen Platzausdehnung während der Fahrt in jeder Kurve in Sichtweite bleibt. Das Intercity Hotel bietet uns für den nächsten Morgen einen Shuttle für 10€ pro Person für die Fahrt zurück zum Flughafen an. Außerdem hat es freies WLAN für die Gäste, prima zum online Einchecken. Das funktioniert dann bei Play nicht gut. Zuerst ist der Server überlastet, dann dauert es, bis wir herausfinden, dass die optionale (!) Angabe des Visums für uns verpflichtend ist. Dann der nächste Schock: wir haben gar keine Koffer zum Aufgeben im Vorwege gebucht, kostet nun noch einmal 156€ mehr. Da hätten wir doch mal besser aufmerksam gelesen beim Buchen. Und wir hätten nun auch 20 Kilo pro Koffer haben dürfen. Wie ärgerlich, den Aufwand mit dem Kofferumpacken am Vorabend hätten wir uns sparen können. Leider klappt der Bezahlvorgang wiederholt nicht, weder mit der einen Kreditkarte noch mit der anderen. Auch das ist dann wieder sehr ärgerlich.

Extrem genervt gehen wir Essen, und dann ins Bett. Es hat schon seine Tücken, sich für das günstigste Angebot zu entscheiden. Eigentlich ist jetzt schon klar: nie wieder Billigflieger, keinen, wie nett sie auch daherkommen. Und dabei hat Play den niedlichen Papageientaucher als Maskottchen! Man muss aber auch ehrlich sagen: vieles hätten wir uns ersparen können, wenn wir die zugänglichen Informationen auch mal ordentlich gelesen hätten.

Hannover – Herrenhäuser Gärten, Teil 2 (Sommer 2022)

Bevor wir in den Berggarten hinübergehen, werfen wir noch einen Blick auf die älteste Kübelpflanze der Welt. Dieser Granatapfelbaum kam 1653 von Venedig hierher nach Herrenhausen. Mit fast 370 Jahren kann man auch mal etwas zauselig aussehen.

Der Berggarten wurde 1666 als Küchengarten für das Schloss angelegt. Bald darauf versuchte man auch, exotische Pflanzen zu ziehen, mal mit mehr, meistens mit weniger Erfolg. Knapp hundert Jahre später wurde der Garten nur noch als botanischer Garten genutzt. Der Gärtner musste dann standesgemäß wohnen. Heute dient das ehemalige Gartenmeister-Wohnhaus als Bibliothekspavillon.

Zwischen diesem Gebäude und den Schaugewächshäusern befindet sich der Schmuckhof. Die Beete sind sehr abwechslungsreich bepflanzt.

Rundherum stehen Duftpelargonien für eine Duftrallye bereit: Ein grünes Blatt zwischen den Fingern reiben, daran riechen und anschließend mit dem verdeckten Schild an der Pflanze vergleichen. Nicht immer kommen wir zu dem gleichen Ergebnis. Uns gefallen die zitronig duftenden Pelargonien am besten.

Wir gehen durch den Steppengarten und den Präriegarten und bewundern die schönen Stauden.

Im hinteren Teil des Gartens kommen wir zum Mausoleum der Welfen, denen es auch immer noch gehört. Zahlreiche Familienangehörige sind dort bestattet. Nur der letzte König von Hannover, der Brite George V (der sich von Preussen annektieren ließ), ruht natürlich in Windsor und nicht hier in Hannover! Der letzte das Welfenhaus regierende Prinz wurde 1953 vor dem Mausoleum bestattet, unter der Platte rechts liegt seine Frau, die erst 1980 verstarb.

Zum Mausoleum führt einmal längs durch den Garten eine Lindenallee, auch sie in Privatbesitz, aber öffentlich zugänglich. Spannender als dadurch zurückzugehen ist es, die verschlungenen Wege des Staudengrunds zu erforschen. Ein kleiner Bachlauf plätschert munter vor sich hin, kühlt die Luft angenehm herunter und mündet schließlich in einem Teich.

Wir laufen unter einer Süntelbuche hindurch. Dieser Baum wurde ca. 1880 gepflanzt, seine Krone überdeckt die fast unglaubliche Fläche von ca 750 qm! Diese Bäume stammten aus dem Süntel, einem Gebirgsstock südwestlich von Hannover. Dort wurde der letzte Buchenwald mit diesen Bäumen im letzten Jahrhundert als wertloses „Teufelsholz“ einfach abgeholzt und verbrannt.

Kurz darauf ist unser Rundgang beendet, und wir machen uns auf den Rückweg zum Hotel. Am nächsten Tag geht es endgültig nach Hause, das Sabbatjahr mit seinen vielen Reisemöglichkeiten ist jetzt wirklich zuende.

Hannover – Herrenhäuser Gärten, Teil 1 (Sommer 2022)

Schönstes Sommerwetter, wir wollen die berühmten Herrenhäuser Gärten besichtigen und beschließen, dorthin zu Fuß zu gehen. Um es schon einmal vorwegzunehmen: Aus einem Spaziergang wird am Ende eine Wanderung von acht bis zehn Kilometern herauskommen. Auf dem Hinweg gehen wir mitten durch die Nordstadt, ein äußerst diverser Stadtteil, was Bebauung und Bewohner angeht.

Für den Rückweg gehen wir zuerst durch den Georgengarten (Foto), dann durch den Prinzen– und den Welfengarten zum Hauptsitz der Uni im ehemaligen Welfenschloss (das nie als Schloss genutzt wurde, da Preussen das Königreich Hannover vor der Fertigstellung annektierte und nach einigen Jahren Leerstand die damalige Technische Hochschule dort unterbrachte). Alle Unigebäude rundherum sind in einem erschreckenden Zustand.

Zurück zu den Kernstücken der Herrenhäuser Gärten (Georgen- und Welfengarten gehören auch dazu), dem Großen Garten (in diesem Blogbeitrag) und dem Berggarten (im nächsten Eintrag). Für die beiden zahlt man Eintritt. Der Große Garten gilt als einer der bedeutendsten Beispiele barocker Gartenkunst in Europa. Das er erhalten ist, ist eher einem Zufall zu verdanken. Viele Fürsten ließen im 18. Jahrhundert ihre Barockgärten komplett umgestalten. Das Königshaus von Hannover regierte in Personalunion das britische Empire, lebte in London und verlor das Interesse am Besitz in Herrenhausen. So blieb das Barocke erhalten, verwahrloste nach Preußens Annexion (s.o.) und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg innerhalb von zwanzig Jahren annähernd wieder hergestellt.

Das Schloss wurde im Krieg zerstört, es bestand überwiegend aus Holzfachwerk und brannte komplett ab. Der dänische Architekt Arne Jacobsen entwickelte eine sehr moderne Neugestaltung. Aber das erschien den Verantwortlichen wohl zu gewagt, es wurde nur ein langer Glaskasten (hinter dem Laubengang aus Gußeisen) verwirklicht, Arne-Jacobsen-Foyer genannt. Schade eigentlich.

Vielleicht fehlten auch die finanziellen Mittel. Die Volkswagenstiftung erhielt 2009 einen Erbbauvertrag und ließ daraufhin das Schlossgebäude mit einer rekonstruierten klassizistischen Fassade neu aufbauen. Ob das nun besser aussieht, darüber kann man geteilter Meinung sein. Mir gefällt es nicht, ich habe von dem Gebäude kein einziges Foto gemacht.

Aber es scheint ein beliebtes Foto-Shooting-Motiv für Brautpaare zu sein. Allein während unseres Besuchs sind fünf Paare mit Gefolge unterwegs, um den „schönsten Tag in ihrem Leben“ nachzuerzählen.

Hinein in die Gartenanlage: Die Große Kaskade ist im Krieg unbeschädigt geblieben und zeigt sich im Originalzustand von 1676, geschmückt mit Muscheln, Tropfsteinen und Figuren. Von oben blicken alte griechische Götter und junge europäische Besucher hinunter.

Auch die Grotte blieb unbeschädigt, allerdings ist ihre aufwendige Innendekoration schon vor 250 Jahren abgebaut worden. Als eine ihrer letzten großen Arbeiten schuf Niki de Saint Phalle in den 1970ern die Grotte von innen neu. Ihre Mitarbeiter renovierten sie in den Jahren 2001-2003. Die Grotte besteht aus drei Räumen, die das Leben der Menschen zum Thema haben.

Auch die beiden Tempel des Architekten Louis Rémy de la Fosse am südlichen Ende des 50 Hektar großen Gartens aus den Jahren 1707/08 existieren noch im Original und bekommen gerade einen neuen Außenanstrich.

Zur gleichen Zeit wurde die Große Fontäne erbaut. 1722 erreichte sie das erste Mal eine Höhe von 35 Metern und war damit die höchste Fontäne an einem europäischen Hof. Heute schießt sie 80 Meter in die Höhe.

Das alte Pumpwerk wird dafür nicht mehr benötigt, funktioniert jedoch immer noch und reguliert nun den Stand des sogenannten Graft. Das ist der Wassergraben, der die komplette Anlage von drei Seiten umgibt.

Die acht Sondergärten in der Mitte der Anlage wurden erst nach 1936 angelegt, nachdem die Stadt Hannover die Gärten erworben hatte. Die Hitzewellen in diesem Jahr und der Buchsbaumzünsler haben einigen Gärten so zugesetzt, dass sie nicht mehr fotogen sind. Hier kommen zwei Beispiele:

Wir arbeiten uns weiter vor bis zum Beginn unseres Besuches.

Im nächsten Beitrag folgt der Besuch des Berggartens.

Weiter zurück nach Norden – Station in Hannover (Sommer 2022)

Nach weniger als drei Stunden Fahrt sind wir in Hannover angekommen. Unser Hotel trägt den Zusatz ‚City’ im Namen, es dauert aber doch eine halbe Stunde zu Fuß, bis wir wirklich in der Innenstadt angekommen sind. Dort ist es uns aber viel zu voll. Wir hängen noch eine halbe Stunde Fußmarsch dran, um zum Sprengel Museum zu kommen. Hier sollte es heute freien Eintritt geben, aber das war gestern. Bei so viel Entspannung bekommt man die Wochentage schon mal durcheinander. Wir trinken erst einmal einen Kaffee im Museumscafé mit Blick auf den Maschsee.

Dort findet gerade das Maschseefest statt, und es ist jetzt am späten Nachmittag schon voll dort. Wir haben keine Lust darauf. Im Museum sind heute große Teile geschlossen, den Besuch sparen wir uns auch. Wir beschließen zurückzugehen und auf dem Weg die Skulpturenmeile zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin strömen uns weitere Menschenmassen entgegen, alle wollen zum Maschseefest. Wir kommen am Neuen Rathaus mit seinem eindrucksvollen Kuppelturm vorbei, 1901-13 erbaut.

Die Skulpturenmeile, 1200 Meter lang und nach Hannovers Selbstauskunft einzigartig in Deutschland, kommt unauffällig daher, denn die meisten der von der Stadt angekauften Großskulpturen stehen auf dem Grünstreifen in der Mitte der sechsspurigen Straße. Die drei berühmten Nanas von Niki de Saint Phalle machten 1974 den Auftakt und haben das besser betroffen. Sie stehen zumindest am Fuß- und Fahrradweg.

Hier am Leibnizufer findet regelmäßig ein Straßenflohmarkt statt, der Abbau ist in vollem Gange, als wir dort ankommen. Wie schade, auch verpasst. Dann widmen wir uns eben den Gebäuden, die sind immer da und können nicht weg. Wir kommen an einem Gebäude des amerikanischen Architekten Frank Gehry vorbei. Der Gehry-Tower (1999-2001) wirkt seltsam an dieser Stelle.

Was man aus Stahl alles machen kann! Alle Außenwände sind tragende Wände, kaum zu glauben. Der Baukörper wurde um die lotrechte Mittelachse verdreht, so ragt der obere Teil des Turmes bis zu zweieinhalb Meter weiter in die Straße hinein als das Erdgeschoss. Verkleidet ist der Turm mit geschliffenen Edelstahlplatten. Er beherbergt Büro- und Veranstaltungsräume.

Etwas weiter die Straße entlang, am Steintor, stehen wir vor dem Anzeiger-Hochhaus im expressionistischen Backsteinstil. Es wurde 1927-28 als Verlagsgebäude des Hannoverschen Anzeigers erbaut, damals eines der ersten Hochhäuser in Deutschland. Wie der Gehry-Tower besteht auch dieses Hochhaus aus einem Stahlskelett. Dadurch überstand es die Luftangriffe während des Zweiten Weltkrieges relativ unbeschadet, nur das Planetarium in der Kuppel brannte aus. Nach dem Krieg wurde dort ein Kino eingerichtet, welches immer noch existiert. Und das Gebäude ist Ort berühmter Zeitschriftengründungen: 1947 erschien Der Spiegel das erste Mal, im darauffolgenden Jahr der Stern.

Auf dem Rückweg zum Hotel kommen wir noch am Postscheckamt Hannover vorbei, das in diesem Jahr abgerissen werden soll. Die älteren von uns erinnern sich sicher noch an die Zeit, als wir bei größeren Einkäufen Papierschecks an der Kasse ausstellten, weil wir nicht so viel Bargeld dabei hatten. Das waren noch Zeiten! Jetzt haben alle kleine Plastikkarten im Portemonnaie. Ein Postscheckamt gab es in Hannover schon seit 1909, das wurde dann irgendwann zu klein, wahrscheinlich dann, als auch wir Otto-Normal-Verbraucher begannen, Schecks als Zahlungsmittel zu nutzen.

Dieser Neubau entstand Anfang der 1970er, zwei Hochhauselemente mit niedrigeren Zwischentrakten, wie gestaffelte und ineinander geschobene Bauklötze. Die umlaufenden Balkone setzen einen horizontalen Kontrast. Durch die Verkleidung der Fassade mit Waschbeton wird ein brutalistischer Eindruck erweckt. Die verspiegelten Glasscheiben geben dem Bau wiederum Leichtigkeit. Eigentlich schade, dass es abgerissen wird.

Leipzig – Musik und Bildende Kunst (Sommer 2022)

Wir beginnen den Tag mit dem Besuch des Museums für bildende Künste. Der Neubau aus dem Jahr 2004 befindet sich quasi um die Ecke des Hotels. Das Museum selbst gibt es schon seit 1848. 1943 wurde das damalige Gebäude durch einen Bombenangriff komplett zerstört. Seitdem war es in verschiedensten Gebäuden untergebracht, bis es dann nach 61 Jahren in den quaderförmigen Neubau umziehen konnte.

Wir sehen uns nicht alles an und auch nicht alles mit derselben Intensität. Aber die Ausstellung „Unterschätzt. Künstlerinnen in Leipzig um 1900“ ist klasse. Unglaublich, was für Talente schon immer und in allen Bereichen durch die Arroganz der Männer verhindert wurden.

Spannend ist auch das „Berliner Zimmer“ in der Leipziger Fassung von Via Lewandowsky (geb. 1963 in Dresden), das die Teilung Berlins bzw. Deutschlands zum Thema hat: ein komplettes Wohnzimmer einmal durchtrennt. Der Guide auf dem Foto hat uns viel dazu erzählt. Leider ist die Installation nicht ganz komplett. Eine kleines Mädchen hat vor einiger Zeit aus Versehen die andere Hälfte des Papageis auf dem Reststuhl umgerissen. Der Teil ist noch in der Reparatur.

Dieses Bild vom Leipziger Maler Benedikt Leonhardt (geb. 1984) heißt „Ohne Titel (WF-B-QM/V-4)“ (2016), erinnert uns an die Gemälde Rothkos und gefällt uns besser als die Werke von Neo Rauch und Kollegen der „Leipziger Schule“, die einen eigenen Saal belegen.

Nach einer Pause im Museumscafé gehen wir zur Thomaskirche, um rechtzeitig zur Motette da zu sein. Doch das mit der Musik ist schwierig im Hochsommer, es findet wirklich gar nichts statt in Leipzig, was wir besuchen können. Nichts, nicht einmal ein ganz klitzekleines Kirchenkonzertchen. Die Jungs des Thomanerchor machen Sommerferien. Dann fotografieren wir eben einige der berühmten Musiker, die hier gewirkt haben.

Am Seiteneingang zur Kirche steht ein Denkmal für Johann Sebastian Bach, der 27 Jahre als Thomaskantor tätig war, jede Woche ein neues Werk schuf und danach tatsächlich in Vergessenheit geriet. Das Denkmal wurde auf Initiative von Felix Mendelssohn Bartholdy aufgestellt.

Erst Felix Mendelssohn Bartholdy leitete eine Bach-Renaissance ein, als er 1829 die Matthäus-Passion wieder aufführte. Vierzehn Jahre später gründete er in Leipzig die erste Musikhochschule überhaupt in Deutschland. Das Westportal der Thomaskirche wird Mendelssohn-Portal genannt. Er ist seit 1843 Ehrenbürger der Stadt Leipzig.

Gegenüber steht seit 2008 eine Replik des Denkmals für ihn, welches bis 1936 am damaligen Standort des Gewandhauses stand, an dem er Kapellmeister war. Die Nazis ließen es abreißen und die Bronze höchstwahrscheinlich zu Kriegszwecken einschmelzen, allein die Mendelssohn-Figur ist fast drei Meter hoch. Für die Replik wurden alte Abbildungen fotogrammetrisch vermessen, die Realisierung übernahm der Dresdner Bildhauer Christian Schulze. Die Muse der Musik, Euterpe, sitzt dem Komponisten zu Füßen, links und rechts befinden sich musizierende Engel.

Dann wollen wir zumindest noch das Mendelssohn-Haus besuchen, in dem die letzte Privatwohnung erhalten ist. Dafür müssen wir einmal quer durch die Altstadt. Der spätklassizistische Baus war gerade neu erbaut worden, als er dort in den ersten Stock einzog (Neubaubezug). Zwei Jahre später verstarb Mendelssohn dort. Das Museum schließt um 18 Uhr. Der Weg ist weiter gewesen als gedacht, eir kommen drei Minuten vorher an und können nur noch kurz den Garten besuchen.

Dafür haben wir aber noch einige interessante Gebäude bei unserem Stadtrundgang entdeckt:

Die Alte Handelsbörse, das älteste Barockbauwerk in Leipzig, das Versammlungsgebäude der Kaufmannschaft.

Das Messe- und Geschäftshaus der Riquet & Co. AG, erbaut 1908/09. Sie stellten Kakao, Schokolade, Pralinen und Bonbons her und handelten mit Tee und Waren aus China und dem Orient. Sie warben mit einem Elefanten, daher die beiden lebensgroßen Elefantenköpfe aus Kupfer am Eingang. Goethe bezog von hier seine Lieblingsschokolade.

Das Neue Rathaus wurde 1905 nach sechsjähriger Bauzeit eröffnet. Das Gebäudeensemble (das Foto zeigt nur einen kleinen Ausschnitt) ist immer noch der größte Profanbau dieser Art der Welt. Er hat etwas mehr als 1700 abgeschlossene Räume und Deutschlands höchsten Rathausturm.

Zurück nach Norden – Station in Leipzig (Sommer 2022)

Inzwischen sind wir in Leipzig angekommen. Wir wollten nicht in einem Rutsch von Karlsbad nach Hause fahren. Da wäre ja die ganze schöne Erholung sofort wieder dahin. Stattdessen haben wir die Rückreise unterteilt. Auf diese Weise fällt auch noch ein bisschen Kunst und Kultur ab. Die erste Station Richtung Norden soll Leipzig sein.

Wir fahren von Karlsbad die gleiche Strecke über Jáchimov zurück nach Deutschland. Da die direkte Verbindung zur Autobahn immer noch gesperrt ist, fahren wir wieder über den Fichtelberg die Serpentinen hinab nach Raschau-Markersbach. Dort führt uns das Navi diesmal nach links und damit quasi sofort in die nächsten Umgehungsstrecken hinein. Na, dann gibt es eben noch eine Sightseeingtour durch das westliche Erzgebirge, an Aue vorbei und irgendwann auf die Autobahn. Das Ergebnis: hier wollen wir keinen Urlaub verbringen.

In Leipzig haben wir ein Hotel in der Innenstadt in der Nähe der Nikolaikirche gebucht. Unser Navi führt uns auch genau dorthin, bis wir 250 Meter vor dem Ziel an den Pollern der Fußgängerzone stranden. Wir geben die Adresse des nahegelegenen Parkhauses ein, werden einmal halb um die Innenstadt herumgeführt, und Kay muss die Koffer anschließend vom Parkdeck 3 aus das Treppenhaus hinab schleppen. Ein Fahrstuhl ist nicht in Sicht. Später erfahren wir, dass er sich nur gut versteckt hat.

Im Hotel ruhen wir uns erst einmal aus, die Klimaanlage brummt, draußen ist es 35 Grad, Tendenz steigend. Den Nachmittag läuten wir mit einem Eiskaffee ein und machen einen ersten Stadtrundgang. Zwischendurch kühlen wir uns in Kaufhäusern ein bisschen ab. Das Thermometer steigt weiter auf 37 Grad. Hitze bekämpft man mit Hitze, wir essen in einem indischen Lokal zu Abend. Die Hitze schlaucht, wir gehen früh zu Bett.

Entspannung und Erholung in Karlsbad (Sommer2022)

Elf Tage gehen hier dann doch schneller zuende als zunächst vorstellbar. Der Erholungsfaktor stellt sich für uns als sehr hoch dar. Wir müssen unbedingt noch mal wiederkommen. Äußerst angenehm war für uns diesmal die für Karlsbad traurige Tatsache, dass ihnen seit Februar diesen Jahres rund 60 Prozent ihrer touristischen Einnahmen weggebrochen sind. Die Innenstadt ist sonst fest in neureicher, russischer Hand. Leider benehmen sich die kleinen, älteren, dicken Männer in Trainingsanzügen mit den großbusigen, jüngeren und aufgespritzten Frauen in Raubtierdesign an ihrer Seite auch entsprechend. Bei unserem letzten Besuch 2016 haben sie uns extrem genervt. Nun dürfen sie alle nicht mehr einreisen, auch ihr Kapital nicht. Uns gefällt‘s.

In der Touristinformation lag dieser Flyer herum: Was tun in Karlsbad. Unsere Ausbeute scheint gering, wenn man annimmt, dass dieser Flayer für Tagestouristen gedacht ist. Hier kommt nun unsere persönliche Wohlfühl-Entspannungs-Liste, einige Punkte werden anschließend bebildert:

  • Morgens und abends aus dem Brunnen trinken,
  • Die ausgezeichnete böhmische Küche genießen,
  • Das hervorragende böhmische Bier trinken,
  • Jeden Tag spazieren gehen, obwohl hier anscheinend immer nur die Väter mit den Töchtern unterwegs sind,
  • Im Sprudelbad liegen und sich danach massieren lassen,
  • In die Dampfsauna gehen,
  • Fast jeden Tag im warmen Thermalwasser abhängen und zur Abkühlung ein paar Runden schwimmen,
  • Die Kuroblaten nicht nur kosten, sondern etliche Packungen davon verzehren,
  • Die Architektur bewundern,
  • Konzerte besuchen,
  • Viel Zeit zum Lesen zu haben.

Unser Hotel ist genau die richtige Wahl für uns. Uns geht es richtig gut, wir sind sehr entspannt. Hier noch die kleine Bildauswahl:

Soprán, Hoboj a Varhany – ein Orgelkonzert (Sommer 2022)

Im Sommer gibt es jeden Dienstag in der Sankt Maria Magdalena Kirche in Karlsbad ein Orgelkonzert, immer mit Ave Maria, also einer Sopranistin und immer mit einem wechselnden weiteren Instrument. Die Interpreten wechseln ebenfalls von Woche zu Woche, das Programm jedoch ähnelt sich.

Wir holen uns die Eintrittskarten vorher in der Tourist Information und verbinden das mit einem Spaziergang durch eines der Villenviertel, immer schön im Schatten gehend. Es ist heiß hier.

Am Abend erleben wir eine junge Organistin, Jiřina Marešová, die uns mit der Bachschen Toccata und Fuge in D-Moll in einer sehr interessanten Registrierung in den Abend einstimmt.

Die Menschen drängen sich vor Konzertbeginn ungeduldig in die Kirche, um dann zügig die vorderen Bankplätze einzunehmen. Wir sind geduldiger und setzen uns in die Mitte des Kirchenraums. Wir wissen, was uns erwartet, da es hier nicht unser erstes Konzert ist. Nach der Toccata sind dann viele Besucher sehr überrascht, als das Gloria von Vivaldi, ebenso wie das weitere Programm von der Orgelempore erklingt.

Erst zu den letzten beiden Stücken des heutigen Programms kommt zunächst die heutige Sopranistin, Eva Müllerova nach vorne und dann auch der Oboist Jiří Sejkora. Davor lauschen wir der Musik und haben genügend Zeit, unsere Blicke durch die Kirche schweifen zu lassen. Die Barockkirche ist seit 2010 ein nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik. Der Hauptaltar wird von vier lebensgroßen Skulpturen eingerahmt. Unten stehen die Kirchenväter Augustinus und Hieronymus. Darüber sind Petrus und Paulus dargestellt.

Erbaut und seit Jahrhunderten verwaltet wurde die Kirche (und wird sie seit 1990 wieder) vom Ritterorden der Kreuzherren mit dem roten Stern. Dieser männliche, in Tschechien und Österreich tätige Kirchenorden wurde im 13. Jahrhundert interessanterweise von einer Frau gegründet, Agnes von Böhmen.

Im Anschluss gibt hier der Sommerabend-Himmel noch einmal alles!

Auf zur Diana, wieder einmal! (Sommer 2022)

Heute nehmen wir unsere Wanderstöcke in die Hand und gehen auf den Berg, immerhin 556 Meter hoch, der Aussichtsturm ‚Diana‘ ist unser Ziel.

Dafür laufen wir zuerst die sieben Stockwerke im Hotel abwärts, überqueren die Teplá und steigen auf einer gefühlt ewig langen Treppe wieder bis auf die Höhe des 11. Stocks des Hotels hinauf. An der St. Lukas-Kirche auf dem Schlossberg (1877 als anglikanische Kirche erbaut, von englischen Kurgästen finanziert, gehört sie heute der evangelisch-methodistischen Kirche und beherbergt ein Wachsfigurenmuseum, sehr schräg) geht es weiter hinauf in die Buchenwälder.

Wir schlagen den ersten schmalen Pfad neben dem kopfsteingepflasterten Zufahrtsweg zum Turm ein. Viele Wege führen hoch zur ‚Diana‘, wir finden uns diesmal auf einem Weg, den wir schon mal als Abstieg gewählt hatten, es geht reichlich steil bergan. Dabei muss man gar nicht zu Fuß zur ‚Diana‘ hochgehen. Es fährt auch eine Drahtseilbahn, die die meisten Besucher bevorzugen. Sie fährt von der Haltestelle Stará louka (Alte Wiese) beim Grandhotel Pupp über die Haltestelle Jelení skok (Hirschsprung) hoch zum Aussichtsturm. Bei unserem Aufstieg überqueren wir sie zunächst etwas oberhalb der Hirschsprung-Station, um gleich darauf unter den Schienen weiterzugehen.

Zwischendurch sind schöne Ausblicke in das Teplá-Tal mit den vielen alten Gebäuden und in Richtung Norden möglich.

Auch diesmal steigen wir nicht auf den Aussichtsturm, sondern erholen uns von der Anstrengung gleich in der Restauration. Denn wir nehmen den Weg eigentlich immer nur auf uns, um hier oben die Gulaschsuppe im Brot zu essen. Es schmeckt einfach zu gut.

Beim Essen schaut uns ‚Frosty‘ zu. Er sitzt gern auf dem Vordach, um sich in Ruhe zu putzen. Interessanterweise handelt es sich nicht um einen Albino-Pfau. Frosty‘s Färbung ist eine seltenere der gleichen Pfauenart, zu der auch sein Kumpel ‚Romulus’ gehört, ein blauer Pfau.

Zum kleinen Mini-Zoo hinter der Gaststätte gehören neben Shetlandponys und Zwergziegen auch zwei Göttinger Miniferkel. Dies hier ist ‚Lily‘, höchstens 30 cm lang. Diese Schweinchen sind sehr gelehrige und saubere Tiere. Sie haben hier gelernt, ihr Geschäft nur in einer Ecke ihres Freigeländes zu verrichten.

Für den Rückweg entscheiden wir uns für die nicht so steile Abstiegsvariante. Wie gedacht, haben wir den Wald so ziemlich für uns allein. Unten am Rande des Kurgebiets angekommen, warten Karel Marx und eine Parkbank schon auf uns, bevor es an der Rückseite der russisch-orthodoxen St. Peter- und Paul-Kirche wieder hinunter ins Tal geht.