Was wir uns alles nicht gewünscht haben, …

… und trotzdem bekommen haben:

– eine tief entladene Batterie im Auto, so dass wir Heiligabend nicht zu dem Gottesdienst fahren konnten, zu dem wir so gerne wollten, um ein bisschen weihnachtliche Gefühle in diesem fremden Land zu bekommen. Dadurch konnten wir aber auch nicht zu den Christmas Dances im Nachbarpueblo am Weihnachtstag fahren.

– eine nicht existierende roadside assisstance, die wir eigentlich zu Beginn der Reise in New York abgeschlossen hatten. Später stellte sich heraus, dass die Kreditkarte angeblich nicht funktioniert hatte. Kompletter Quatsch, da der Mitgliedsbeitrag für den Club zwar abgebucht war, aber eben nicht der Betrag für den Autoschutz. Dies ist ein Land der Ausreden.

– die Erfahrung, dass 24/7 Service anscheinend nicht für ein Weihnachtswochenende gilt. Good Sam könnte uns vor Montag (wir wollten am Sonnabend aus dem Hotel auschecken) keinen Mechaniker schicken, war die telefonische Auskunft. Wir haben dann AAA angerufen, von denen kam innerhalb von zwei Stunden jemand, obwohl wir nicht Mitglieder sind, und gab uns einen jumpstart. Als wir dann in einer Werkstatt angekommen waren, war die Batterie wieder voll geladen. Es war glücklicherweise nichts anderes mit dem Auto und sie gaben uns den Rat, die Gegend möglichst schnell zu verlassen, weil einer der schwersten Schneestürme angekündigt worden war.

– heftiger Schneefall mit starken Sturmböen in den Bergen, so dass wir auf der Autobahn nur mit 50 kmh hinter einem LKW voran kamen, dadurch aber zumindest die Spur erkennen konnten.

– seitliche Windböen von 85 bis 90 kmh, die kleine und große tumbleweed Kugeln quer über die Straße trieben. Es war genauso wie in den Kinofilmen, allerdings wackelte der Van ganz unglaublich und wir bekamen Muskelkater in den Armen vom permanenten Gegensteuern. Im Fernsehen ist das netter anzuschauen.

– eine Fahrt durch eine pechschwarze Gegend. Es war zwischen 17 und 18 Uhr, stockfinster, kein einziges Haus auf der Strecke, kein Handyempfang, fast keine anderen Autos, nur gruselig.

– eine Flucht vor dem herannahenden Blizzard. Beim Tankstopp an der Grenze von New Mexico nach Oklahoma bei stürmischen minus 12 Grad gab man uns den guten Rat, nicht in dem Ort zu übernachten, wir wir es eigentlich wollten, sondern so schnell und so weit wie möglich nach Osten zu fahren, weil wir ansonsten für Tage im Nirgendwo eingeschlossen sein könnten.

– eine lange Fahrt durch die Nacht, nur unterbrochen durch Tankstopps und Pinkelpausen. Wir fuhren insgesamt knapp 14 Stunden, um von Santa Fe, NM nach Wichita, Kansas zu kommen und sind um vier Uhr morgens todmüde in einem Motelzimmer ins Bett gefallen. Der Blizzard war uns auf den Fersen, hatte uns bis dahin aber noch nicht eingeholt.

– ein Start ohne Frühstück am „nächsten Tag“. Wir haben uns um zehn Uhr lieber wieder auf den Weg gemacht. Es war ab dem Zeitpunkt Eisregen in der Gegend angekündigt worden. Dann wollten wir gern nicht mehr auf der Straße sein. Wir sind mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit weiter Richtung Kansas City, Missouri gefahren, um bei ganz entfernten Verwandten, von denen wir nur eine Adresse hatten, Unterschlupf zu finden.

Was wir auch noch bekommen haben, sozusagen als verspätete Weihnachtsgeschenke, ist die Erfahrung, von unbekannten Menschen nur aufgrund einer entfernten verwandtschaftlichen Verbindung absolut herzlich willkommen geheißen und umsorgt zu werden. Wir werden bis über Neujahr hier bei ihnen in Kansas City im Warmen in einem schönen Zimmer mit eigenem Badezimmer bleiben.

Der Schneesturm hatte uns dann am nächsten Tag tatsächlich eingeholt. Wir wachten auf und draußen war alles weiß, Eisregen fiel, die Nachrichten zeigten meterhohe Schneeverwehungen und gestrandete Fahrzeuge in New Mexico und wir saßen glücklich im warmen Wohnzimmer. Diese Reise hat so manche Überraschung für uns parat!

 

kurz hinter Santa Fe in den Bergen
  
die Berge sind wegen des dichten Schneefalls nicht mehr zu sehen
  
der LKW gibt die Geschwindigkeit vor
 
We will definitely never forget this Christmas. It started with a flat battery on Christmas Eve, so that we couldn’t get to a church service in Santa Fe. We always attend service on Christmas Eve, so this was a big disappointment. Because of the flat battery, well, it was actually completely dead, we weren’t able to visit the Christmas Dances in the Pueblo next to ours. It was definitely not in walking distance. So we stayed in our hotel room on Christmas Day, everything was closed, even the hotel restaurant! The next day (Boxing Day) we tried to get somebody for the car through our roadside assistance. We discovered that a) we didn’t purchased it because they made a mistake with our credit card and b) they would not come on a Christmas Weekend, in spite of announcing a 24/7 service. Well! But the AAA sent someone who gave us a jumpstart. The day before we had decided to head back east, because it was getting colder in New Mexico and because of El Niño it even rains in California. Now a severe blizzard was announced for the middle part of the States. So we drove all day and night through New Mexico, Oklahoma and Kansas for 14 hours, until we reached Wichita at three o’clock in the morning. We caught some hours of sleep before we drove one the next day towards Kansas City, Missouri, always slightly ahead of the blizzard. But now we are save. We’re staying with relatives of Martina for the next days. It’s warm and cosy and they are just angels, sent from heaven. We woke up the next day and everything outside was white with snow, sleet was falling and we are having a gorgeous time inside together with lovely people.

Not so merry Christmas any more

Irgendwann reicht es und auch das letzte bisschen Geduld ist aufgebraucht. Bei uns scheint jetzt der Punkt erreicht zu sein, vielleicht auch verstärkt durch die Nicht-Weihnachten, denen wir hier ausgesetzt sind und das Fehlen der Familie. Wir haben schon sehr, sehr lange nicht mehr so viele Tränen vergossen, wie in den letzten drei Tagen, aus Heimweh, Frust, Ärger, und was noch alles. Glücklicherweise immer abwechselnd, so konnten wir uns immer gegenseitig trösten.

Wir wollten uns am Vormittag des 24. das lokale Center und Museum für die Pueblokultur ansehen, es war für Weihnachten geschlossen (kein Hinweis auf der Webseite). Seit gestern Abend springt das Auto nicht mehr an. Wir hoffen mal, dass es nur eine entladene Batterie ist (kann schon sein bei -15 Grad in der Nacht) und nicht der Anlasser. So kamen wir gestern Abend nicht zu dem Gottesdienst in Santa Fe, auf den wir uns schon sehr gefreut hatten. Und auch der Besuch der vorabendlichen kleinen Fiesta auf der Plaza mit bunten Lichtern und heißer Schokolade fiel so aus. Heute wollten wir gerne zu den traditionellen Christmas Day Dances in den nächsten Pueblo fahren. Das ging ja wegen des Autos sowieso nicht. Aber dazu kommt der Frust, dass die Menschen hier an der Rezeption zwar nett, aber nicht in der Lage sind, hilfsbereit zu sein. Das ist irgendwie nicht in deren Vorstellungsvermögen. Den Pueblo müsste man vorher anrufen. Da unser Mobiltelefon hier gar keinen Empfang hat, baten wir die Rezeption, dort für uns anzurufen. No chance, wir könnten vom Zimmer aus telefonieren. Haben wir probiert, ging nicht. Ein weiterer Anruf bei der Rezeption ergab, dass wir in fünf Minuten nochmal telefonieren sollten, dann solle es gehen. Was sollen wir sagen? Es ging (natürlich) nicht. Wir haben es dann aufgrund des nichtfahrbereiten Autos aufgegeben. Mal sehen, ob sie uns morgen den Pannendienst rufen können.

Der Zimmernachbar im Hotel, der von uns nicht nur durch die Wand, sondern auch durch eine Tür getrennt ist, schaltet morgens den Fernseher an und abends wieder aus. Das kann man sich zwar nicht vorstellen, aber es ist so. Wir werden also permanent mit „Hörspielen“ und Werbung beschallt, alles im Niveau ganz unten und penetrant. Wir verstehen jedes Wort.   Das Beste kommt jetzt: er ist meistens gar nicht im Zimmer, sondern wahrscheinlich im angeschlossenen Spielkasino. Aber der Fernseher läuft seit drei Tagen, gestern von 7:00-22:30 Uhr, heute von 6:00-22:30 Uhr. Immer! Ständig! Und am Weihnachtsabend findet ein paar Zimmer weiter unten tatsächlich einer der berüchtigten Familienstreite statt. Unglaublich, wir leben gerade in einem schlechten Live-Film.

Heute ist ja mit Christmas Day einer der wenigen Tage, an denen in den USA alles geschlossen hat. Das meint wirklich alles! Das Hotelrestaurant ist geschlossen, die Bar, in der wir in der Woche gegessen haben, ist geschlossen. Das Buffetrestaurant im Casino sieht aus wie ein Imbiss, ist verraucht und laut und völlig überteuert. Unser Kühlschrank ist leer. Heute morgen war darin schon die Milch gefroren, so dass wir unser Müslifrühstück erst gegen Mittag  verzehren konnten. 

Wir sind jetzt so weit, dass wir unsere Reisepläne komplett ändern. Durch die Wüsten werden wir aufgrund des nicht so wirklich zuverlässigen Autos und Mobilempfanges nicht fahren. Kalifornien ist absolut nicht in unserem Budget. Der Wusch-Campingplatz, der von den sanitären Anlagen her in unser Budget passt, meldet sich nicht auf unsere Anfrage. Auf gut Glück hinzufahren möchten wir nicht mehr. Wir sind da inzwischen reichlich desillusioniert und nicht mehr mutig genug. Darum werden wir uns auf den Weg wieder Richtung Osten machen. Die beiden nächsten overnight stopps Richtung Westen haben wir abgesagt, die Hotelübernachtung dort müssen wir leider trotzdem bezahlen. Egal, das Gefühl, hier dringend wegzukommen, ist einfach übermächtig geworden.

Frohe Weihnachten – Merry Christmas -Feliz Navidad

Wir wünschen euch allen frohe Weihnachten aus Santa Fe.  Vielen lieben Dank für die persönlichen Grüße und Wünsche über Martinas Emailaccount und Kays Facebookseite. In Wirklichkeit ist Weihnachten so weit weg von euch allen nicht so schön, und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr zu Weihnachten.

 Da wir niemandem ein physisch reales Geschenk überreichen können, haben wir in den letzten Wochen den virtuellen Weihnachtssack gefüllt und öffnen ihn heute für euch. Ihr dürft euch alle etwas aussuchen, es sagt auch niemand etwas, wenn ihr euch mehr als ein Geschenk aus dem Sack nehmt.

Für Leckermäuler, Träumerinnen und Märchenliebhaber eine Torte aus Conway, SC:  

 Für alle Pferdeliebhaber und Reiterinnen und alle, die schon immer mal auf a horse with no name durch die Wüste reiten wollten, ein goldenes Pferd in fast Lebensgröße aus Savannah, GA:  

 Für alle, die lieber mehr Pferdestärken auf einmal unter dem Hintern fühlen möchten, haben wir eine Auswahl, einen wunderschönen Oldtimer aus Savannah, GA oder aber eine modernere Variante aus Tybee Island, GA:  

   
Für alle Hobbyköche eine Auswahl an biologisch-dynamischen Salzvariationen von Whole Foods:  

 Für alle cowboys und cowgirls und für alle, die sich für den Sonntagsspaziergang mal so richtig fein machen wollen, gibt es das passende Schuhwerk aus Santa Fe, NM:  

 Natürlich haben wir auch an die lieben Begleiter gedacht, die viele von euch haben. In Amerika tragen alle Menschen anscheinend gern Weihnachtspullis, ganz nach dem Motto: The uglier the sweater the merrier the season! (Das haben wir tatsächlich im Radio gehört.) Und hier gibt es die auch für Hunde, und sie werden getragen, von Walmart:  

 
Merry Christmas to everybody, this year from Santa Fe, NM. Thank you for every letter to Martina’s Email account and every post on Kay’s Facebook account. We appreciated them very much!

As far as we can’t give you a real present, we filled Santa’s virtual sack with goodies. Pick one (or more, nobody would complain) and enjoy the days. We found the beautiful cake in a bespoken shop in Conway, SC; the golden horse, it’s nearly life size, in Savannah, GA; the impressive cars for all, who like to have more horse power under their bottom, in Savannah and Tybee Island; all these different kinds of salt at Whole Foods; wonderful shoes for a stroll on the broad walk here in Santa Fe, NM; and finally we haven’t forgotten your four-legged friends. The phenomena of wearing an ugly sweater for Christmas is really strange to us Germans. Merry Christmas!

Santa Fe, New Mexico

Im Gegensatz zu euch allen zuhause sind wir doch jetzt zu Weihnachten tatsächlich im Winter gelandet und bekommen dazu auch noch weiße Weihnachten. Was für ein Gegensatz, vor drei Wochen hatten wir über zwanzig Grad am Atlantik und jetzt in der Wüste Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber immer mit Sonne dabei.

 

so sieht hier die Wüste aus
  
und so sieht sie nördlich von Santa Fe im Schnee aus
 Nachdem wir die Wettervorhersagen von verschiedenen Gegenden angesehen haben, werden wir doch nach Kalifornien weiter fahren, aber auf einer südlichen Route über Phoenix. Las Vegas und Grand Canyon müssen dann noch warten. Da wollten wir eigentlich über Silvester hin, aber da würden wir in unserem Auto schlicht erfrieren. Allerdings sagt die Vorhersage auch, dass es in Holbrook, wo wir dann übernachten werden, minus 11 Grad sein wird. Brrrr! Wir haben gerade eine Hotelübernachtung gebucht.

Santa Fe ist sehr schön, eine Stadt und eine Gegend, in die wir gerne wieder kommen werden, aber zu einer anderen Jahreszeit. Die klare Luft bringt die Landschaft zum Leuchten, selbst wenn der Himmel bewölkt ist. Hierher gekommen sind wir wegen der Malerin Georgia O’Keeffe, und wir haben zwei Ausstellungen mit Werken von ihr gesehen. Dazu haben wir noch eine Menge mehr spannender Maler des amerikanischen Modernismus entdeckt. 

 

Georgia O’Keeffe Museum, Santa Fe
  
New Mexico Museum of Art, Santa Fe
  
im Innenhof des Kunstmuseums, Chilischoten und Weihnachten
 
Die Stadt selbst ist, obwohl sie die Hauptstadt des Staates ist, komplett unamerikanisch. Die Innenstadt ist sehr gut zu Fuß zu erkunden. Es gibt genügend günstige Parkplätze in der Nähe.  Die Menschen sehen in Kleidung und Frisuren sehr europäisch aus und gehen wie wir auch zu Fuß. Die Bebauung ist maximal drei- bis vierstöckig und überwiegend in Adobe-Baustilvarianten gehalten. Das gilt auch in den Außenbezirken und für Walmart. Wir hatten heute einige Schwierigkeiten, den zu finden. In der direkten Innenstadt gibt es nur Geschäfte, die auf Touristen (mit Geld) gemünzt sind, mit zum Teil sehr, sehr schönen Auslagen. Aber eben keine Sachen für den täglichen Gebrauch. Am Rande der Innenstadt waren wir vorgestern bei Trader Joe’s. Den Namen kennt ihr von einigen Produkten bei Aldi. Die gehören wohl auch irgendwie zusammen. Aber hier ist das Angebot komplett biologisch-dynamisch-organisch, sehr cool. Soviel können wir gar nicht essen, was wir dort gern eingekauft hätten. Aber Schokokuchen passten noch in unseren Hotelkühlschrank, sind inzwischen aber schon verspiesen.

 

yummie, one for you, one for me
 
Santa Fe is a great place to be, we’re coming back for sure, but in another season. Three weeks ago, we had more than 80 degrees on the Atlantik coast and now the thermometer just moves around the 34 degrees. We love the non-American appearance of the city. Everybody walks in Downtown and looks like Europeans. The Adobe architecture is lovely. They have great food here. The air is super clean. They even drive less pick-ups than in the other places we visited. The paintings of Georgia O’Keefe are adorable and we discovered some other painters of the American Modernism. The next leg of our journey altered a bit. We’re still heading for California, but we’ll travel via Phoenix. We wanted to stay in Las Vegas over New Year, but it’s too freezing cold on that route and the hotel rates are high up in the air because of the date. So Grand Canyon has to wait as well till next spring.

Santa Fe, New Mexico

So, unser Weihnachtsgeschenk haben wir seit gestern „ausgepackt“: angesichts der frostigen Temperaturen hier, in Pueblo of Pojoaque bei Santa Fe, NM, haben wir ein Hotelzimmer bezogen. Die Sonne scheint trotz leichter Bewölkung, der Himmel hier oben ist quietschblau, die Luft klar. Wir sind auf fast 1800 Meter über NN, umgeben von schneebedeckten Bergen. El Niño scheint in diesem Jahr recht kaltes Wetter nach Kalifornien, Arizona, Nevada und New Mexico zu bringen. Von daher sind wir uns nicht mehr so sicher in unseren Reiseplänen ab Januar. Wir werden sehen und erst einmal das warme Hotelzimmer genießen, das mehr als doppelt so groß ist, wie unser Van. Endlich wieder ausstrecken können beim Schlafen und auch das Kopfstoßen hat vorerst ein Ende. 

 

im Pecos National Historic Park
  
towards Santa Fe, NM
  
Cities of Gold Casino Hotel
 
Noch ein kleiner Nachtrag zu Texas: diese kleinen Flyer liegen bereits im Visitor Center aus. Auch die Straßen sind mit Hinweisschildern zugepflastert. 

 

Seasonal Greetings from Texas
 
DWI bedeutet drive while intoxicated. Wenn man das erste Mal betrunken erwischt wird, sind schon gern mal bis zu $ 17.000 fällig. Von daher, immer schön nüchtern bleiben, auch über die Feiertage.
We arrived in New Mexico and are staying in a hotel in Pueblo of Pojoaque near Santa Fe for Christmas. It’s definitely too cold to stay in the van any longer. It took us five days to cross Texas, you can see pictures of the various stops in the last few posts. We were too stressed and too cold to translate the texts into English. We planned to be in Las Vegas for New Year and go to California from there. But El Niño brings quite cold weather into this region this year. So we’re not sure, where we will be in January. 

Leaving Texas auf der Route 66

Die restliche Fahrt durch Texas begann sehr kalt, bei minus fünf Grad und mit Eisblumen an den Fensterscheiben, von innen! Dafür gab es einen sehr schönen Sonnenaufgang in der Pampa.

 

Sonnenaufgang in Goodlett bei Quanah
  
Eisblumen am Fenster
 

Wir sind an sehr vielen Baumwollfeldern vorbeigefahren, schon abgeernteten und welchen ganz in weiß. Baumwolle wird erst nach dem ersten Frost geerntet, weil sich dann Stengel und Püschel besser voneinander trennen lassen. 

 

cotton field
  
bails of cotton
 Dann werden die weißen Püschel gepresst, in runde Ballen, wie bei uns das Heu oder in eckige, die dann aufeinandergestapelt werden und die bails ergeben. Die wiederum werden zu den cotton gins zur Weiterverarbeitung gefahren. Irgendwann hörten die Baumwollfelder auf, es gab mehr Rinder auf den Feldern und wir kamen nach Amarillo, eines der wichtigsten Viehverladezentren der USA. Ein großes Restaurant wirbt mit einem free 72 ounce steak, wenn man es schafft, dieses zwei Kilo Stück Fleisch mit Beilagen innerhalb von einer Stunde zu verzehren. Sonst muss man es bezahlen. Das wollten wir uns dann doch nicht geben, und wir sind durch diesen fleischliebenden Staat komplett vegetarisch hindurchgekommen.

 

und Pampa gibt es auch als Ortschaft, sind wir aber lieber nicht hingefahren
 
In Amarillo haben wir uns auf der historischen Route 66 entlang ein bisschen die Beine vertreten, in der Sonne war es ganz angenehm, und die Schaufenster einiger der vielen Antiquitätengeschäfte angeguckt. Auch da ist bald Weihnachten. Es lag dort Schnee, den ersten, den wir in diesem Winter gesehen haben. Der heiße Kakao kam dann gerade recht. 

 

antik oder Kitsch?? Geschäft in Amarillo
 
 
Amarillo – Der Schnee ist wirklich echt!
 
 
The 806 Coffee House, fair trade, echte Milch und echte Schlagsahne
 
Der nächste Sightseeingstopp war die Caddilac Ranch, zehn mit der Schnauze eingegrabene Cadillacs, die seit 1974 dort auf einem Feld stehen und immer wieder neu bemalt und besprüht werden (an dieser Stelle seit 1997). Kunst zum Anfassen, heute eine schlammige Angelegenheit. Aber trotz der Wintersaison waren außer uns etliche Menschen mehr dort, einige Kinder spielten mit Sprühflaschen an den Autos herum.

 

Cadillac Ranch, Amarillo
 
Und wieder hinauf auf die Interstate 40, die auf bzw. neben der Trasse der historischen Route 66 läuft, ein kurzer Tankstopp in Vega, und dann kurz vor der Grenze zu New Mexico noch ein Fotostopp in einer modernen Geisterstadt. Glenrio wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und in den 1980ern von den letzten Bewohnern verlassen. Wir haben aber einen Neubau und eine bewohnte Ruine gesehen. Es müssen also Menschen dort wohnen.

 

Glenrio, hier hinter wohnen Menschen
  
   

Und dann waren wir auch schon auf der anderen Seite und in einer neuen Zeitzone angekommen. Nun sind wir acht Stunden hinter der deutschen Zeit. New Mexico ist hier noch leerer als es Texas vorher schon war. Aber die Landschaft ändert sich. Wir sind in der größten Wüstenregion Amerikas angekommen und übernachten in Tucumcari

 

Nordwest Texas
  
New Mexico
 

Texas, The Lone Star State oder auch the looney state

Reisen macht schlau, wir wissen jetzt, was eine Egreniermaschine ist. Gut, dass wir nur RV-Parks auswählen, die nicht nur über vernünftige Bath Houses, sondern auch über gute Internetverbindungen verfügen. Wir durchqueren gerade Texas. Dieser Staat ist nach Alaska der zweitgrößte Flächenstaat, ungefähr doppelt so groß wie Deutschland und wir durchqueren ihn von Südosten nach Nordwesten auf der wahrscheinlich längstmöglichen Strecke, ca. 1600 km. 

 

Houston hat ein Problem -Houston has a traffic problem
 
Wir waren drei Tage in Houston und die haben da wirklich ein Problem. Noch nie haben wir während der Autofahrten solche Todesangst gehabt wie dort. Die Autofahrer fahren alle, wie sie wollen, so schnell sie wollen und sind dabei so rücksichtslos, wie es nur geht. Es ist eigentlich unbeschreibbar. Alle Regeln, die in der Fahrschule gelernt wurden, werden hier konsequent missachtet: Don’t cross the double white line! Sie fahren drüber. Obey the signs, it’s the law. Sie überschreiten jede Geschwindigkeitsbeschränkung. Die Ampeln springen auf rot, es fahren mindestens vier Wagen pro Spur drüber! Auf allen Spuren darf gleich schnell gefahren und überholt werden. Das bedeutete, dass wir von links und von rechts gleichzeitig von Trucks, besonders „klasse“, wenn es sich dabei um 18-wheelers handelt (ungefähr wie die Gigaliner, die sie bei uns auf bestimmten Strecken testen), überholt wurden und das mit ca. 115 kmh!! Vom entstehenden Sog mal gar nicht zu sprechen, vor allem, wenn man sich auf dem obersten von vier bis sechs flyovers befindet und dann abwärts in eine 70-Gradkurve fährt. Bei der Geschwindigkeit wird jede Lücke genutzt, egal, ob man dadurch jemanden schneidet, oder nicht. Wenn man das Überholen von rechts vermeiden möchte und deshalb auf der rechten Spur fährt, kommt es vor, dass diese ziemlich unvermittelt zur exit only wird. Dann die Spur zu wechseln, ist unmöglich, weil einen niemand hinein lässt. Drängelt man selbst, wird gehupt, was das Zeug hält. Auch die auffahrenden Wagen scheren auf die Hauptspur ein, ohne Rücksicht auf den nachfolgenden Verkehr, die können ja die Spur wechseln oder bremsen. Die Auffahrtspur ist auch gleichzeitig ohne Abgrenzung die Abfahrtsspur. Da aber rechts überholt werden darf, scheren die auffahrenden Autos nicht nach einem ein, wenn man selbst abfahren will, sondern überholen erst einmal. So kann man die gewünschte Abfahrt auch schon mal verpassen. Blinken ist sowieso überflüssiger Luxus, machen nur die Ausländer. Das ganze dann kombiniert mit dichtem Feierabendverkehr und einsetzender Dämmerung auf acht Spuren nebeneinander, löste bei Martina einen der schwersten Migräneanfälle seit Jahren aus, Stress pur!

 

Richtung downtown Houston, diese Verkehrslage ist nicht repräsentativ!!
 
Schön war auch die Irrfahrt, weil die Schilder in der Baustelle nicht genau platziert waren und wir unvermittelt nicht nur in die falsche Richtung fuhren, sondern auch auf einer Mautstraße gelandet waren. Auf den modernen wird nur noch das Nummernschild (das am besten auch noch irgendwo registriert ist) ausgelesen und das Geld von Konto abgebucht. Blöd, wenn man mit einem Leihwagen unterwegs ist und die Autovermietung schon angekündigt hat, den Betrag plus Bearbeitungsgebühr am Ende der Reise (wenn das Portemonnaie ganz leer ist) in bar haben zu wollen. Wir sind dann an der nächsten Möglichkeit wieder abgefahren -und landeten in der surrealen Parallelwelt unterhalb der Fahrbahn: Nach Schreck verarbeiten und Veratmen wieder hinauf auf den tollway, in die falsche Richtung fahren und Geld bezahlen, nein. Also U-Turn fahren, um auf der Gegenseite wieder herunter zu kommen, ging nicht, Straße zuende, es ging nur U-Turn oder wieder rauf auf den tollway. Also die Schleife unten drunter noch mal fahren, diesmal mit Navi. Navi sagt, am Ende bitte rechts abbiegen, aber Straße existiert nicht. Navi wieder aus, die Schleife ein drittes Mal fahren, doch rauf auf den tollway und wieder runter an der nächsten Gelegenheit. Nun hoffen wir, dass dieser Teil kostenlos war, denn wir waren nicht die einzigen, die dort unten herum irrten. 

Abgesehen davon waren wir bei der NASA und haben uns die Apollorakete und die Space Shuttles angesehen, durften das Mission Control Center von innen ansehen, haben unsere Kindererlebnisse der Mondlandung im Fernsehen aufgefrischt. Mit am beeindruckendsten waren die Erzählungen von Gene Cernan, dem letzten Mann, der auf dem Mond gewesen ist. Ansonsten glorifizieren die Amerikaner in den Ausstellungen ihre Raumfahrtvergangenheit und erwähnen mit keinem Wort, dass heutzutage von ihnen nichts Wesentliches beigesteuert wird, weil der Congress seit Jahren fast keine Gelder mehr für Raumfahrt zur Verfügung stellt.

 

Space shuttle
  
famous Apollo rocket
  
Space Lab and ISS
 
 
Mission Control Center , now retired, with red telephone
 
Wir haben das Bureau of Engraving and Printing in Fort Worth besucht und live gesehen, wie die Dollarnoten gedruckt werden. Das war schon beeindruckend und geschieht in einem hochgesicherten Komplex, in dessen Visitor Center wir nach Sicherheitskontrollen wie im Flughafen hinein kamen. Dort konnten wir eine self guided tour mit einem audio guide machen. Wir liefen in einer Galerie über den Produktionshallen entlang, bekamen den Herstellungsprozess erklärt und konnten den Druckern bei der Arbeit zuschauen und zuwinken. Dann gab es noch ein Museum, eine Einführungsfilm und natürlich einen Shop, in dem man geschredderte Banknoten oder ungeschnittene bedruckte Seiten mit je 32 Banknoten darauf kaufen konnte.

 

Central Texas
  
Northwest Texas
 Je weiter es nach Nordwesten ging, desto leerer wurde es. Die Eingänge zu den Ranches sehen wirklich so aus wie im Fernsehen, wer erinnert sich noch an die Southfork Ranch aus der Serie Dallas? Überall stehen Ölförderpumpen herum, die sind ziemlich klein. Dazwischen weiden Kühe, Longhorns, Pferde, Bisons oder einfach gar nichts. Parallel zum Highway führt die Eisenbahn. Wir haben mitgezählt: eine Lokomotive zieht 35 Waggons, meistens fahren die Züge mit zwei Loks und siebzig Waggons. Wir haben aber auch schon Züge mit drei Loks gesehen. Der Himmel ist hier sehr hoch, die Prärie ist sehr weit, die Orte reichlich öde. Der heutige Stopp in Texas ist der Ole Towne Cotton Gin RV Park in Goodlett, ein Ort im Nirgendwo. Es ist ziemlich kalt, heute Nacht wird das Thermometer unter null Grad sacken! Dabei hatten wir vor drei Tagen noch 22 Grad in der Nacht, aber dabei kann man auch nicht gut schlafen.

 

old cotton gin, now RV park
  
we are in the middle of nowhere, all alone
 Und nun die Auflösung: die Egreniermaschine heißt auf Englisch Cotton Gin. Sie trennt nach dem Ernten die Baumwolle vom Stengel und löst die Samen heraus. Das Gebäude auf dem Platz war noch bis 1974 in Betrieb. Und morgen we’re on our way to Amarillo, every night we’ve been hugging our pillows, dreaming dreams of Amarillo, where Margeritas wait for us. Shanana nana nana na …

White Elephant Party

Wir kommen gerade von der White Elephant Party des Campingplatzes. Man bringt ein Geschenk mit (Wert bis zu 20$) und fingerfood. Die Geschenke kamen unter den Weihnachtsbaum, das Essen auf’s Büffet, für die Getränke sorgt jeder selbst. Nach dem Essen wurden wieder Lose gezogen und das gewählte Geschenk konnte zweimal gestohlen werden. Also eigentlich so, wie hier schon mal beschrieben, aber diesmal waren wir vorbereitet und hatten auf der Party noch viel mehr Spaß. Wir brachten „Pfeffernüsse“, a German speciality, mit und ein Rentier, unten gefüllt mit Reis oder ähnlichem gefüllt, damit es sitzen kann. Es steckte in einer Tüte, aber ohne die bunten Tissuepapiere oben drüber. Wahrscheinlich blieb es deshalb auch als fast letztes unter dem Baum stehen, weil alle beim Hinschauen schon wussten, was es war. Offensichtlich wollten sie sich lieber überraschen lassen und das Papier abfetzen. Aber wie immer geht es gut auf: wir bekamen durch das Stehlen eine große Kuscheldecke, die wir angesichts der Temperaturen in Santa Fe, wo wir hin wollen (rund um den Gefrierpunkt) gut gebrauchen können und unser Rentier ging an ein freudestrahlendes kleines Mädchen, das mit den Haushaltsgegenständen und Werkzeugen, die sonst zur Auswahl standen, nichts anfangen konnte. Dazu gutes Essen und nette Gespräche, was für ein schöner Abend! 

 

die Einladung
  
Pfeffernüsse and star cookies
  
unser Geschenk – our present
  
Weihnachts-Nachos
  

Martina hat den cupcake vorne mit der blauen Glühbirne gegessen, far too sweet
  
rendeer and little girl, she was so happy
 
  

We went to the White Elephant Party on the campground and we had a fantastic evening. The distribution of the presents was hilarious. We had such a laugh, as people tried to hide their purchases when others wanted to steal them. The presenter kept on saying: „Don’t get too attached!“ It was great fun! And our present, which stayed under the tree til the very last end, went to a little girl, who was so excited to get it.

Happy 3. Advent

Wir sind inzwischen in Texas angekommen, wollen aber heute mal etwas vorweihnachtliches zeigen. Wir haben mit der Zeit die eine oder andere Impression gesammelt, die wir gern mit euch teile wollen. Hier kommen Ideen, wie ihr euren Weihnachtsbaum in diesem Jahr mal schmücken könntet. Alle Bilder sind aus dem Christmas House in Conway.

 

Nussknackerparade
  
für den Vogelliebhaber
  
kidz rule
  
Handtaschen und Schuhe braucht frau immer
  
kiss the frog, princess
  
wenn mal die Welt auf dem Kopf steht
  
für den Vamp
  
 

More about food

Die Menschen in dieser Gegend sprechen so gern und so oft über Essen wie die Briten über das Wetter. Seafood haben wir hier nicht gegessen, dafür aber Boudin blanc, eine Wurst aus Schweineleber und Reis und anderen Zutaten, die normalerweise gekocht wird. Die gab es gestern auf dem Büffet, sehr pikant gewürzt und lecker. Heute gab es chicken and sausage Gumbo, der traditionelle Eintopf hier aus Gemüse, das mindestens drei Stunden gekocht und dann entfernt wird. Dann kommt das Fleisch oder seafood hinein und angedickt wird es mit einer roux, einer sehr dunklen Mehlschwitze. Am Ende wird dann filé powder darüber gestreut, getrocknete und gemahlene Sassafrasblätter. Serviert wird der Eintopf über Reis und das Ergebnis ist absolut lecker!

 

hmmmm, Gumbo, yummy
 
Das ganze haben wir bei Livemusik genossen. Wir waren in Vermilionville, eine Art Freilichtmuseum für den Südwesten Louisianas. Dort gibt es sonnabends immer eine Cajun Jam Session

 

Cajun Jam at Vermilionville
 
In den historischen Häusern gingen die „Bewohner“ ihren Tätigkeiten nach und haben uns darüber informiert. Angesichts der Jahreszeit lag der Schwerpunkt der Aktivitäten im weihnachtlichen Bereich. Mit einigen haben wir uns so ausführlich unterhalten, dass die Zeit nicht ausreichte, alle Häuser zu besichtigen (dabei gibt es nur sieben, dazu die Schule, die Schmiede und die Kirche). Aber wir haben etliches gelernt über den traditionellen Hausbau (zur Isolierung und Verkleidung des Holzständerwerkes wurde bousillage verwendet, eine Mischung aus Ton aus dem Fluss und Spanish Moss, das überall von den Bäumen herabhängt), die verschiedenen Immigrationswellen aus allen Ecken der Welt (auch aus Deutschland in zwei Wellen), uns mit Nachfahren der Native Americans und einem Trapper unterhalten, einer traditionellen Cajun Weihnachtsgeschichte gelauscht, die Zeit verging wie im Fluge.

 

eines der neueren, schon wohlhabenderen Häusern
  
candle making
 
Bei Borden’s Ice Cream, dem letzten noch verbliebenen originalen Eisgeschäft der Firma Borden in den USA, gebaut 1940, gab es dann leckeres Eis in einer Doppelwaffel. Wir waren einigermaßen erstaunt, dass pro Eiswaffelöffnung drei Kugeln der gewünschten Sorte übereinander gestapelt wurden, d.h. wir bekamen zwei Sorten Eis und insgesamt sechs Kugeln. Das ersetzte doch glatt das frühe Abendessen.

 

hmmmm, chocolate mint and cookies icecream, yummi
 
 
Preise aus dem letzten Jahrhundert …
  
… das Schild hängt im restroom, eine schöne Erinnerung.
 
In Downtown Lafayette gibt es an jedem zweiten Sonnabend im Monat den 2nd Saturday Artwalk, 24 Galerien, die aktuelle lokale Kunst zeigen, in etlichen Galerien waren die Künstler anwesend und wir haben sehr interessante Gespräche mit ihnen über ihre Werke führen können. Natürlich hätten wir auch jede Menge Kunst kaufen können, aber dafür fehlte uns das nötige Kleingeld.  Es gab dazu fast an jeder Straßenecke Livemusik, Kunsthandwerker verkauften ihre Produkte, die Galerien boten gratis Wein und Knabberkram an, die Museen hatten ebenfalls geöffnet und kosteten keinen Eintritt. Draußen waren 24 Grad, in den Gebäuden kühlte die Klimaanlage alles ordentlich herunter. Das wäre mal eine gute Idee für unsere Innenstädte, die nach Ladenschluss verweist sind. Nur das mit dem angenehmen Klima im Winter, das bekommen wir wohl nicht mehr hin.

Times of Acadiana Bandstand with live music

Arts and Fleas Art Market
  
unsere Ausbeute, keine original art, aber Erinnerungen
 
Cajun people like to talk about food as the British like to talk about the weather. We didn’t try seafood here, but Boudin blanc, a sausage made out of pork liver and heart meat and rice, then cooked or fried, really spicy and delicious. Today we ate Chicken and Sausage Gumbo, a stew made out of vegetables and a strong stock, boiled for at least three hours, thickened with a roux, spiced up with filé powder, added meat or seafood and then poured over rice, yummy! We had it while listening to traditional Cajun music, which was played in Vermilionville, a Cajun and Creole living history museum with seven restored houses, a school, a forge and a church from the 1765-1890 area. We had an ice cream at Borden’s Ice Cream, an historic ice cream parlour from 1940, the last Borden’s Ice Cream location in the United States. Now we had the perfect base to join the 2nd Saturday Artwalk in Downtown Lafayette, where galleries and museums were open from 6p.m. to 9 p.m., showing local contemporary art, serving wine, live music was performed and everybody enjoyed the nice temperatures outside (75 degrees Fahrenheit).