Großer Tiergarten – viel Garten, wenig Tier (Berlin, Oktober 2023)

Wenn man während des Urlaubs in Berlin so schön am Tiergarten wohnt, dann spaziert man unweigerlich immer wieder auf unterschiedlichen Wegen darin herum. Dabei sieht man sehr interessante Dinge. Um einige wenige davon geht es in diesem Blogbeitrag.

Einen Tiergarten als Jagdrevier für Regenten wurde bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts angelegt und dann nach und nach durch Landzukäufe erweitert. König Friedrich II. (auch „der Große“ genannt) hatte dann gar nichts mit der Jagd am Hut.

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Park zu einem „Lustgarten“ umgewandelt und auch für die Untertanen geöffnet. In der Folge wurden im Park eine Vielzahl von Denkmälern aufgestellt.

1980 hatte die Luftverschmutzung und der saure Regen dem meistens verwendeten Mamor so zugesetzt, dass die meisten Denkmäler abmontiert, in Innenräumen gelagert und durch Betonkopien im Tiergarten ersetzt wurden. Inzwischen ist die Luft so viel sauberer geworden, dass die Originale wieder im Park zu sehen sind, wie hier das Standbild der Königin Luise, der Preußen liebste Königin.

Dieses steht auf der Luiseninsel, ein Wassergraben trennt den Bereich vom übrigen Parkgelände ab. Zusätzlich immer geschlossen zu haltende Tore für die Fußgänger schützen die Blumenbeete vor den allgegenwärtigen Kaninchen und ihrem Hunger.

Für Luises Mann, König Friedrich Wilhelm III., gibt es dort natürlich auch ein Denkmal. Das steht aber nicht so prominent sichtbar. Sie war einfach die weitaus beliebtere in der Bevölkerung.

Ganz frisch gereinigt und vergoldet erstrahlt das Denkmal für die drei Komponisten Beethoven, Mozart und Haydn (auf der nicht sichtbaren Seite). Wir wollten es zuerst gar nicht angucken, da wir dafür die mehrspurige B96 hätten überqueren müssen. Doch inzwischen verläuft diese unterirdisch im sogenannten Tiergartentunnel, wir können einfach nur über den Rasen laufen zum „Musikerofen“ (die Berliner haben ein Faible für Spitznamen).

Direkt an der Tiergartenstraße, an der etliche Botschaften vertreten sind, steht das Denkmal für Richard Wagner. Ihm zu Füßen sind Hauptfiguren aus seinen Opern platziert. Dieses Denkmal wird immer noch von einem Dach vor Wettereinflüssen geschützt. Es war (und ist) damals einfach viel zu groß zum Einlagern und für eine Nachbildung aus Beton gewesen.

In der Nähe unseres Hotels, im Schatten von Bäumen und Büschen, finden wir das Denkmal für das Volkslied!

Eine sehr neue Gedenkstätte im östlichen Teil des Tiergartens stellt das „Global Stone Project“ des Künstlers Kraker von Schwarzenfeld dar. Das als Friedensprojekt gedachte Kunstwerk wollte auf jedem Kontinent zwei besondere Steine bzw. Steingruppen finden. Eines sollte dort an einem besonderen Ort verbleiben, das andere nach Berlin kommen. Die geschliffenen Steinoberflächen sollten so ausgerichtet werden, dass zur Sommersonnenwende zwischen allen Steinen auf allen Kontinenten durch Sonnenstrahlen eine Verbindung entsteht.

Der Künstler hat den Steinen Namen gegeben: Erwachen, Hoffnung, Vergebung, Liebe und Frieden. Wir sehen Hoffung und Vergebung, im Hintergrund Erwachen und Frieden. Das sind nur vier Stein (-gruppen), dazu eine leere sandige Fläche. Dort lag der Stein der Liebe. Er kam 1999 aus Venezuela und ist seit 2020 auch wieder dort, in einem Naturreservat eines indigenen Volkes. Der Stein ist für sie ein heiliger Stein und wurde damals ohne ihre Zustimmung abtransportiert. Der Streit darum zog sich bis in Regierungskreise hinein.

Berliner Schloss – Humboldt Forum (Berlin, Oktober 2023)

Montags sind die Museen geschlossen, und Shopping ist keiner Alternative für uns. Daher wollen wir in das umstrittene Humboldt-Forum gehen und spazieren dafür von ex-West nach ex-Ost, immer am Tiergarten und anschließend die Französische Straße entlang.

Wir kommen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas vorbei. Dahinter, in dem hellen Gebäude links, befindet sich die amerikanische Botschaft.

Alle Botschaften der vier Siegermächte finden sich rund um den Pariser Platz hinter dem Brandenburger Tor. Zum Fotografieren stehen wir hier übrigens an der schleswig-holsteinischen Landesvertretung.

Wir passieren mehrere Bundesämter und -ministerien, die in den Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Gebäuden residieren. Die sehen nach den Renovierungen der letzten Jahrzehnte alle sehr schön aus.

In Höhe des Gendarmenmarkts sehen wir den Französischen Dom von hinten. Die Kuppel heißt auf Französisch dôme, daher der Name des Kuppelturms, der 1780-1785 an die Französische Friedrichstadtkirche angebaut wurde.

Das gleiche passierte mit der lutherischen Kirche, heute Deutscher Dom genannt, auf der anderen Seite des Platzes. Und alles nur, um der königlichen Prachtentfaltung und der städtebaulichen Wirkung ein passendes Bild zu geben. König Friedrich II. (der Große) hat‘s bezahlt.

Kurz darauf passieren wir am Werderschen Markt das Auswärtige Amt und sind dann auf der Museumsinsel, die in der Spree liegt. Da prangt auch schon unser Ziel für heute: das Berliner Schloss.

Seit 1443 steht an dieser Stelle die Residenz des Hauses Hohenzollern, die erst Könige in Preußen, dann Könige von Preußen und schließlich deutsche Kaiser waren. 1698–1713 wurde es umgebaut und galt seitdem als Hauptwerk des norddeutschen Barock. Es war damals das größte Gebäude Berlins.

Es sieht ja eigentlich ganz prächtig aus, ist jedoch ein Fake. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, aber durchaus mit erhaltenswerten Teilen, wurde es 1950 im Auftrag der SED gesprengt (auch das schon eine sehr umstrittene Entscheidung, die Akten blieben jahrzehntelang unter Verschluss).

In der Folge wurde an der Stelle ein zentraler Kundgebungsplatz (Marx-Engels-Platz) und später dann der Palast der Republik gebaut. Der wurde nach erfolgter Astbestsanierung dann doch 2006-2008 abgerissen, nachdem der Deutsche Bundestag 2002 beschlossen hatte, das Berliner Schloss wieder aufzubauen. Man hätte ja auch den Palast der Republik durch entsprechende Anbauten umwandeln können. Aber nein, sichtbar sollte für die Zukunft lieber die monarchische Vergangenheit seit. Da kann man durchaus unterschiedliche Auffassungen dazu haben.

Man entschloss sich, die Barockfassaden an drei Außenseiten und den Innenhöfen zu rekonstruieren. Dafür spendeten Menschen aus der ganzen Welt 105 Millionen Euro. Es wird immer noch vom Förderverein gesammelt, z.B. für die Portaldurchfahrten.

Die Ostseite sieht dann so aus, wie es sich auch innen präsentiert. Vielleicht sollte diese Seite an die neuere Architektur im Osten anknüpfen? Wir wissen es nicht.

Von innen strömen Foyer und Treppenhaus den Charme eines langweiligen Flughafens aus. Wir haben tatsächlich keine Fotos davon gemacht (wen‘s interessiert, klickt die links an).

Im insgesamt 667 Millionen Euro teuren Neubau (wir haben’s bezahlt) befindet sich das Humboldt-Forum, in dem neben Restaurants, Cafés und Museumsshops Sammlungen unterschiedlicher Museen Berlins zu sehen sind.

Wir schauen uns eine nett gemachte Videoinstallation zu den 800 Jahren Schlossgeschichte und einen kleinen Teil der Ethnologischen Sammlung an. Dort wird zumindest versucht, etwas kritischer an die Herkunft und Ausstellung der Artefakte heranzugehen.

Im Kellergeschoss werden, medial gut aufbereitet, Ausgrabungsreste gezeigt und erklärt, wie es früher an Ort und Stelle ausgesehen hat und welche Bedeutung die Orte für das herrschaftliche Leben in den Obergeschossen hatte. Auch hier endet die Präsentation mit der Sprengung des Schlosses.

Ein paar der Gründungspfähle aus Kiefer, die vor 300 Jahren zu tausenden zehn Meter tief in den Boden gerammt werden mussten, damit das Schloss überhaupt gebaut werden konnte, sind im Treppenhaus zum Keller zu sehen. Keller und Neubau stehen jetzt auf 40 Meter langen Betonpfählen.

Dann wird es für uns auch wieder Zeit zu gehen. Das schöne, sonnige Wetter lockt nach draußen. Wir gehen Unter den Linden entlang, durch das Brandenburger Tor und den Tiergarten hindurch zurück zum Hotel.

Architektur für Kunst und Kultur, für Polis und Politik (Berlin, Oktober 2023)

Wir sind in Städten sehr oft und sehr gern zu Fuß unterwegs. Man entdeckt viel ungeplantes auf den Wegen von A nach B. Auf unserem Weg zum Hamburger Bahnhof kommen wir an interessanten Plätzen und Gebäuden vorbei.

Da wir am Tiergarten wohnen, müssen wir uns natürlich die Siegessäule von nahem ansehen. Dieses bedeutende Nationaldenkmal Deutschlands erinnert an die Einigungskriege von 1864 bis 1870, in Folge derer schließlich der erste deutsche Gesamtstaat gegründet wurde. Die „Goldelse“, wie die Viktoria-Figur von den Berlinern genannt wird, ist am Sonntag einmal nicht vom Verkehr auf sechs Fahrspuren umbraust.

Nicht weit entfernt steht das Schloss Bellevue, der Amtssitz des Bundespräsidenten. Die klassizistische dreiflügelige Anlage wurde 1785/86 als Sommerresidenz für den preußischen Prinzen August Ferdinand, dem jüngsten Bruder von König Friedrich dem Großen, gebaut. Da die Standarte auf dem Dach gehisst ist, weilt Frank-Walter Steinmeier grad in Berlin.

Unser Weg zurück vom Museum führt uns durch den Berliner Hauptbahnhof hindurch zum Washingtonplatz, wo gegenüber des Bahnhofs das Cube Berlin steht, ein zehnstöckiges Bürogebäude. In der mehrfach nach innen gefalteten Fassade spiegelt sich die Umgebung wie in einem Kaleidoskop.

Wir überqueren die Spree, die hier einen Bogen macht, über die Moltkebrücke, von der aus wir das Bundeskanzleramt sehen können. Etwas später ist dieses auch von vorne zu sehen. Über die dafür gewählte Architektur kann man immer noch vortrefflich streiten.

Es ist das größte Regierungshauptquartier der Welt, achtmal so groß wie das Weiße Haus in Washington. Und es ist bereits ein Erweiterungsbau geplant, Baubeginn ursprünglich in diesem Jahr, jedoch wegen der Kosten und der diskutierten Notwendigkeit erst einmal gestoppt.

Vor den Eingang steht die Skulptur Berlin des Spanisch-baskischen Bildhauers Eduardo Chillida. Fünfeinhalb Meter hoch, 87,5 Tonnen schwer werden durch die sich beinahe berührenden Stahlarme Teilung, Annäherung, Vereinigung symbolisiert.

Etwas weiter die Straße entlang sehen wir links das Reichstagsgebäude, der Sitz des Bundestages. Heute ziert eine begehbare Glaskuppel des Architekten Norman Foster das Gebäude.

Das Parlamentsgebäude hatte schon vorher eine Kuppel, sehr zum Ärgernis Kaiser Wilhelm II., da er berufsbedingt nicht nur eine Abneigung gegenüber einem gewählten Parlament hatte. Nein, die Kuppel war auch noch höher als die seines Stadtschlosses. Unverschämtheit!

Bald darauf kommen wir an den Gebäuden des Kulturforums an. In der Philharmonie versuchen wir, noch kurzfristig Karten für ein Konzert zu bekommen, kein Glück. Auch in die Neue Nationalgalerie kommen wir nicht mehr hinein, keine Tickets mehr. Dann besuchen wir eben die St. Matthäus-Kirche gleich nebenan.

Diese wurde nach Plänen von Friedrich August Stüler (nun wissen wir, warum die Straße so heißt, an der unser Hotel liegt) inmitten eines gutbürgerlichen Wohngebiets erbaut und 1848 eingeweiht. Dietrich Bonhoeffer wurde hier 1931 zum Pastor ordiniert. Bald darauf stand das ganze Gebiet den Nazis für den Bau ihrer „Welthauptstadt Germania“ im Wege, und sie begannen, viele Wohnhäuser abzureißen. Die Bombenangriffe der Alliierten legten die Reste des Wohngebiets in Schutt und Asche. Die Kirche wurde stark beschädigt und nach dem Krieg nur von außen rekonstruiert.

Das Innere ist sehr schlicht und hell gestaltet und bietet Raum nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Konzerte und Kunstausstellungen.

Hier hängen gerade Bilder von Jakob Mattner unter dem Titel Deep Time – Der ferne Klang, in denen er sich mit der Entstehung der Erde auseinandersetzt.

Die Künstler werden stets eingeladen, auch ein Altarbild für die Zeit der Ausstellung anzufertigen. Das Bild von Mattner suggeriert einen Blick in das Universum. Er verwendete unter anderem sedimentierten Kupferstaub für das Bild.

Wir steigen dann noch die 100 Stufen in den Turm hinauf. Von dort aus hat man einen schönen Rundumblick, bevor es wieder ins Hotel geht.

Besuch im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart (Berlin, Oktober 2023)

Ein Besuch in Berlin ohne einen Besuch im Hamburger Bahnhof, das geht nicht so richtig. In der ehemaligen Empfangshalle des Bahnhofs gibt es eigentlich zu jeder Zeit sehenswerte Ausstellungen zu sehen.

Diesmal beginnt unser Besuch von Anfang an erfreulich, denn wir müssen gar keinen Eintritt zahlen. Am ersten Sonntag jeden Monats ist der Eintritt in die staatlichen Museen frei! Bis zu dem Zeitpunkt war uns gar nicht klar, dass wir an einem Sonntag unterwegs sind.

Die Empfangshalle wird zurzeit von den biomorphen Skulpturen der Spanierin Eva Fabèrgas „bevölkert“. Sie winden sich nicht nur wie Reisende in einer Bahnhofshalle über den Boden, sondern erobern auch die gusseisernen Träger des Gebäudes. Auf den ersten Blick scheinen die „Devouring Lovers“ nur stoffliche Objekte zu sein, doch bei genauerem Beobachten beginnen die „verschlingenden Liebenden“ sich leicht zu bewegen, zu vibrieren, um dann unvermittelt wieder still zu sein. Die insgesamt siebzig Skulpturen wurden speziell für diese Halle angefertigt. In der Ausstellung haben die Kinder großen Spaß am Nachbauen der Skulpturen aus Luftballons und Nylonstrumpfhosen.

Eine für uns weitaus beeindruckendere Ausstellung ist jedoch die Einzelausstellung „Seeing without Light“ der Berlinerin Nadia Kaabi-Linke. Sie erforscht mit künstlerischen Mitteln die verborgenen Spuren von Gewalt, die unbemerkt unsere Geschichte und unsere Gegenwart prägen. Und das gelingt der Künstlerin mit ukrainisch-tunesischen Wurzeln beeindruckend gut!

In den Arbeiten zu „Blindstrom for Kazimir“ sehen wir immer Paare gleich großer weißer und schwarzer Rechtecke, die an Gemälde von Kasimir Malewitsch erinnern. Alle, die sich mit Kunst und Kunstgeschichte halbwegs gut auskennen, haben sicherlich (so wie wir auch) in Schule oder Studium gelernt, dass Malewitsch ein russischer Maler war.

War er nicht! Er stammte aus der Ukraine. In den 1920er und 1930er Jahren zensierten die Sowjets viele ukrainische Kunstschaffende, indem sie ihre Werke zerkratzten oder übermalten.

Die Abriebspuren dieser Gemälde hat Nadia Kaabi-Linke auf die schwarzen Tasttafeln übertragen. Man darf und soll sie berühren. Die weißen Rechtecke symbolisieren die abwesenden eigentlichen Gemälde.

Für „Fatima“ gestaltete sie fünf ähnlich große Hände aus Stahl (Nadeln und Nadelstiche), Blut, Horn (Fingernägel) und Haar, rahmte sie in fünf identische Kästen und beleuchtet sie mit Lampen, die Überwachungskameras ähneln.

Die Hand steht für die Weiblichkeit in der arabischen Welt. Die Installation setzt sich mit der Rolle der Frauen auseinander, von denen erwartet wurde (und wird), dass sie sich in (von Männern bestimmte) starre gesellschaftliche Zwänge einfügen.

Eine andere Arbeit thematisiert die Fähigkeit der Menschen zur Zerstörung beim gleichzeitigen Fortschritt der Wissenschaft. Das Triptychon ist ein Transferdruck von Einschusslöchern aus dem Zweiten Weltkrieg in einer Mauer am Hegelplatz (so auch der Titel) in Berlin. Hegel war ein bedeutender deutscher Philosoph und Rektor der Humboldt-Universität, gegenüber der sich die Wand befindet.

Im anderen Flügel des Gebäudes ist die Sammlung für das 21. Jahrhundert zu sehen. Unsere Aufnahmekapazität erschöpft sich zusehends, obwohl auch dort wunderbare Arbeiten hängen.

Wir schauen uns nicht mehr ganz so intensiv um, bevor es dann auf der Terrasse am Wasser Eiskaffee bzw. Eisschokolade bei schönstem Sommerwetter (wir haben Herbst) gibt.

König Galerie, St. Agnes (Berlin, Oktober 2023)

Berlin, Berlin! Wir sind nach längerer Zeit mal wieder ein paar Tage in Berlin. Diesmal sind wir mit dem Auto angereist, und noch bevor wir überhaupt im Hotel einchecken, fahren wir zur König Galerie, einer privaten Kunstgalerie in Kreuzberg. Die Galerie befindet sich in der ehemaligen katholischen St. Agnes Kirche, einem Paradebeispiel des architektonischen Brutalismus, einem Baustil, der ab den 1950ern Verbreitung fand. Die Kirche wurde 1967 fertiggestellt, aber als katholische Kirche nur bis 2003 genutzt und danach für andere Gottesdienste vermietet.

2011 wurde das ganze Bauensemble an eine Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft verkauft, die wiederum 2012 den Kirchenteil für 99 Jahre an den Galeristen Johann König vermietete. Drei Jahre lang wurde das Kirchenschiff saniert und umgebaut. Wir durften uns damals schon einmal auf der Baustelle umsehen. Nun wollen wir uns das Ergebnis anschauen (und auch einen Blick auf die aktuellen Ausstellungen werfen).

Die ehemalige Kapelle ist zur Zeit fein eingesponnen: The Wall behind the Windows. Die japanische Künstlerin Chiharu Shiota lebt seit mehr als 30 Jahren in Berlin und hat in all der Zeit immer wieder entsorgte Fenster auf Baustellen gesammelt. In dieser Installation werden sie zum ersten Mal gezeigt, und man kann wieder wie früher aus ihnen herausschauen, wenngleich nur bis zur nächsten Mauer, oder auch durch eines hineinschauen.

Das ehemalige Kirchenschiff hat nun eine Zwischendecke erhalten. Oben werden Arbeiten der ungarischen Künstlerin Zsófia Keresztes unter dem Titel „In Ethylene Arms“ gezeigt. Sie möchte die Gleichzeitigkeit des Werdenden und des Vergehenden darstellen.

Unten findet die Gruppenausstellung „Places and Events“ statt. Leider sind keine Arbeiten dabei, die wir kaufen könnten. Unsere Wände sind zu klein für fast alle Werke. Und unser Geldbeutel ist viel zu klein für alles dort, sehr schade.

Gut gefallen haben mir die Skulpturen der Schwedin Bella Rune. Sie verwendet hier feinstes Mohairgarn für ihre Darstellungen der Schnittflächen zwischen der physikalischen und der erweiterten Realität.

Der Glockenturm steht separat vom Kirchengebäude und ist nicht zu besichtigen.

Christo und Jean-Claude in Schleswig (September 2023)

Bevor es am Wochenende für viel Kunst nach Berlin gehen wird, eben ein kleiner Bericht von der letzten Ausstellung, die Christo noch persönlich beraten hat, bevor er 2020 starb. Nach Düsseldorf war die Schau des Lebensweges des Künstlerpaares kürzlich in Schloß Gottorf in Schleswig zu sehen.

Nach dem Kunststudium in seiner Geburtsheimat Bulgarien zog es Christo über Stationen in Wien und Genf 1958 nach Paris. Dort verdiente er seinen Lebensunterhalt als Porträtmaler, die Bilder mit seinem Geburtsnamen Javacheff signierend. Die hier abgebildete Frau ist die Ehefrau des Generals de Guillebon, deren Tochter Jean-Claude sich während der Sessions in Christo verliebte.

Jean-Claude war nicht nur mit einem anderen verlobt; nein, auch das Hochzeitskleid war bereits angefertigt. Das sollte nicht umsonst gewesen sein. Darum heiratete sie also ihren Verlobten, doch gleich nach den Flitterwochen verließ sie ihn auch schon wieder, um doch mit Christo zusammen zu ziehen.

Gemeinsam begannen die beiden in den 1960ern ihr künstlerisches Schaffen, und schon zu Beginn wurden Dinge verhüllt und verpackt. Der in Schleswig ausgestellte VW Käfer wurde bereits 1961 als Projekt skizziert. Ein fabrikneuer Käfer wurde dann verpackt, allerdings nur für eine kurze Zeit. Der Eigentümer wollte doch gern mit seinem Neuwagen fahren. Hätte er gewusst, dass das eingepackte Auto irgendwann einmal sehr viel mehr wert gewesen wäre als der damalige Anschaffungspreis, dann hätte er das Auto vielleicht eingepackt gelassen. So wurde ein identischer VW Käfer, Baujahr 1961, im Jahr 2013 noch einmal von Christo mit einer identischen Verschnürung verpackt und blieb es dann auch.

1964 übersiedelten Christo und Jean-Claude in die USA. Die Architektur in New York lud ebenfalls zum Verpacken ein, doch diese Skizzen blieben unrealisiert.

Als 1995 nach 23jähriger Planungs- und Verhandlungszeit der Berliner Reichstag in Berlin verhüllt wurde, war ich dabei. Wir fuhren für einen Tag nach Berlin und zurück.

Das Gebäude sah gigantisch aus in seiner silberfarbenen Hülle mit den vielen Falten. Und es fühlte sich faszinierend an. Eine kleine Stoffprobe als Erinnerung kam mit nach Hause.

Jean-Claude und Christo verhüllten nicht nur Gebäude und Brücken, sondern auch Bäume und ganze Inseln, stellten riesige Schirme in die Landschaft und stellten große Stofftore im New Yorker Central Park auf.

Das nächste Projekt, das wir in Deutschland besuchten, war das Big Air Package im Gasometer Oberhausen 2013. Es war Christos erstes Werk, das er nach dem Tod seiner Frau allein konzipiert hatte. In der Schleswiger Ausstellung gab es dazu weder Skizzen noch Bilder zu sehen. Aber dafür habe ich Fotos in meinem Archiv:

2018 waren wir dann in London, als das Projekt Mastaba in einer kleineren Variante im Hyde Park mit 7506 Ölfässern realisiert wurde. Hier sind Fotos zu sehen.

2021, ein Jahr nach Christos Tod, wurde die Verhüllung des Arc de Triomphe in Paris realisiert. Leider konnten wir zu der Zeit nicht dorthin fahren.

Am Ende der Ausstellung in Schloß Gottorf nun durften die Besucher selbst künstlerisch tätig werden und gemeinsam an einer großen Skulptur arbeiten. Kleine Papierschirmchen (die, die man sonst von Eisbechern kennt) sollten verziert und zu einem großen Bildnis zusammengefügt werden. Das machte Spaß!

Saisonschluss in Vikær (DK, September 2023)

Letztes Wochenende mussten alle Plätze in Vikær Strand Camping geräumt werden. Ein Großteil der Plätze am Wasser liegt in einem Schutzgebiet. Ab dem 1. Oktober müssen die Vögel dort wieder ungestört sein.

Wir haben unseren Platz schon schrittweise an den schönen Wochenenden davor geräumt.

Zuerst war das Vorzelt an der Reihe. Da es seit März aufgebaut und von außen Wind, Wetter und Vögeln und von innen Wassermassen, Strandsand und Spinnen ausgesetzt war, musste es entsprechend gründlich gereinigt werden.

Am nächsten Wochenende nutzten wir zuerst das schöne Spätsommerwetter aus, um draußen unter dem Sonnensegel zu sitzen, bevor dann wirklich alles eingepackt wurde. Ein letztes Mal gab es kanelsnegler zum Tee.

Dann wurde der Wohnwagen von außen gründlich mit Wasser geputzt. Auf dem Campingplatz ist der Wasserdruck einfach stärker als bei uns zuhause.

Und dann hieß es Abschied nehmen für dieses Jahr. Im nächsten Jahr wollen wir wiederkommen, allerdings nicht als Dauergäste, sondern erst zur Nachsaison.

Vi ses!

Überraschend im Weihnachtsbaum-Land (DK, August 2023)

In vier Monaten ist Weihnachten schon wieder vorbei! Und in spätestens zweieinhalb Monaten müssen wir unseren Weihnachtsbaum aussuchen. Man kann nicht früh genug damit beginnen, aber der Reihe nach!

Das Wetter verlockt uns noch einmal, eine Radtour zu machen. Diesmal soll es über Hoptrup durch die Felder Richtung Genner und zurück gehen. Die Wolken bieten ein schönes Bild am strahlend blauen Himmel.

Inzwischen ist die Getreideernte schon fast abgeschlossen. Die Maschinen hinterlassen schöne Muster auf den Feldern.

Nachdem wir den Slivsø passiert haben, schlagen wir einen neuen Weg nach Hoptrup ein. Durch einen kleinen Eichenwald (Lille Egedal) fahren wir immer entlang einer kleinen Au, die in den Slivsø mündet.

Unsere Straße mündet direkt gegenüber der Kirche. Nun können wir sie doch noch von innen besichtigen.

Als erstes finden wir auch hier den Pilgerstempel für den Camino, diesmal in einer sehr schönen Ausführung.

Das Kirchenschiff ist hier ein Modell des dänischen Segelschulschiffs ‚Danmark‘, 1952 gefertigt. Das Original feiert in diesem Jahr seinen einhundertsten Geburtstag und liegt, wenn es sich nicht grad auf Fahrt befindet, in Frederikshavn.

Die Orgel sieht nicht nur recht modern aus, sie ist es auch, erbaut im Jahr 1972. Während des ersten Weltkriegs wurden die metallenen Orgelpfeifen konfisziert und durch aus bronzierten Holzleisten gefertigte Pfeifen ersetzt. Damit war die Gemeinde sicherlich nicht glücklich. Schon seit 1820 wünschte man sich eine Orgel für die Kirche, aber erst 52 Jahre später war genügend Geld zusammen, um sich diesen Wunsch erfüllen zu können. Und dann werden die Orgelpfeifen einem 45 Jahre später wieder weggenommen, ausgerechnet vom deutschen Staat, zu dem das Gebiet seit 1864 ja gehörte. Immerhin hielten die hölzernen Ersatzpfeifen dann noch 55 Jahre lang, bis die „neue“ Orgel in den Dienst gestellt wurde.

Außer der großen Glocke im Kirchturm hängt innen in der südlichen Kapelle noch eine kleine Glocke, von der man nicht weiß, wie alt sie wirklich ist. Auf einer Inventarliste von 1711 wird sie zum ersten Mal erwähnt.

In einer Ecke steht der pengeblok für die Opfergaben. Dieser „Geldblock“ ist von 1789 und hat damals einen noch älteren ersetzt. Diese Blöcke wurden seit dem frühen 13. Jahrhundert in den Kirchen aufgestellt und waren meist aus Eiche gefertigt. Der Block wurde ausgehöhlt und rundherum mit Eisen beschlagen. Zwei große Vorhängeschlösser sichern die Kollekte noch heute, der pengeblok ist immer noch in Gebrauch.

Nach dem kurzen Besuch geht es weiter mit unserer Radtour, einmal quer durch die Feldmark. Dabei kreuzen wir wieder die Amtsbezirksgrenzen, von Haderslev Kommune rein in Aabenraa Kommune.

Das Wetter bleibt fein, der Weg ist etwas hügelig und die Ausblicke bleiben abwechslungsreich.

Wir fahren schließlich ein kleines Stückchen auf der 170 entlang, auf einem sehr breiten Fahrradstreifen, bis wir wieder in Richtung Ostsee abbiegen.

Kurz darauf finden wir uns im zu Beginn erwähnten Weihnachtsbaum-Land wieder, links und rechts des Weges Felder mit Tannen, einige schon mit den farbigen Kennzeichnungen für den Verkauf versehen.

Und dann sind wir ganz oben auf den Hügeln, am Horizont sind Gennerbucht (noch Aabenraa Kommune) und Diernæsbucht (schon Haderslev Kommune) zu sehen.

Noch ein kleines Stückchen über den letzten Hügel (Venbjerg) und dann in Schussfahrt hinunter zum Campingplatz, wo uns eine wohlverdiente Pause mit Tee und Keksen erwartet.

Skanderborg: Shopping, See und Schlingel (DK, August 2023)

In Graz habe ich von meiner Kollegin aus Dänemark erfahren, dass es in Skanderborg genbrugs butikker mit einer sehr guten Auswahl an hochwertigen Klamotten gibt.

In der Kleinstadt südlich von Aarhus leben viele wohlhabende Menschen, die in Aarhus arbeiten und ihre Freizeit in Skanderborg genießen. Also, auf nach Skanderborg, bereits seit der Steinzeit besiedelt.

Auf dem Weg in die Innenstadt kommen wir an der Schlosskirche vorbei, aber weit und breit ist kein Schloss zu sehen. Ein Blick in die Geschichte zeigt auf, dass die dänischen Könige schon im Mittelalter damit begonnen haben, am See eine Burg zu bauen. Nach und nach wurde diese ab dem 16. Jahrhundert umgebaut und erweitert. Bereits der spätere König Christian IV (1577-1648) hat als kleiner Kronprinz auf dem See das Segeln erlernt.

Die Renaissance-Ausbaustufe des Schlosses sieht auf dem alten Stich sehr imposant aus, doch im 18. Jahrhundert verlor die königliche Familie ihr Interesse am Schloss zu Skanderborg. Im Jahre 1767 wurde das Schloss mit den angrenzenden Gärten an eine bürgerliche Privatperson verkauft und in seinem Auftrag abgerissen. Die Schlosskirche ging jedoch mit allem Inventar an die Stadt und blieb so bis heute erhalten.

Im Vorwege haben wir uns die entsprechenden Adressen in der Innenstadt herausgesucht. Daher fahren wir einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe an. Die alte Handelstadt Skanderborg kommt sehr unaufgeregt daher. Das Angebot richtet sich eher an die Bewohner als an Touristen, obwohl die Stadt mit ihrer Lage im Seenhügelland (der dänische Lake District) wirbt. Es sind außer uns auch keine weiteren Touristen zu sehen.

Nach dem Shopping (durchaus sehr erfolgreich) wollen wir noch einen Blick auf den großen Skanderborg Sø werfen. Er ist riesig (8,6 Quadratkilometer) mit einem sehr gewundenen Uferverlauf. Den westlichsten Zipfel haben wir schon oft auf der Autobahn Richtung Norden/Süden überquert. Wir hatten ja keine Ahnung, wie schön der große Rest ist!

Es gibt sogar vier kleine Inselchen im See, der durch das Abschmelzen eines eiszeitlichen Gletschers entstanden ist.

Wir nähern uns dem See aber nicht direkt. Nach dem Einkauf dürstet es uns nach einer Tasse Kaffee, gern auch mit einem Stück Kuchen dabei. Beides finden wir im Kulturhus, direkt am See gelegen.

Außer dem sehr guten Café gibt es hier Ausstellungen, eine Bühne, die Bibliothek, einen Lesebereich für Tageszeitungen und Zeitschriften, der unabhängig von der Bibliothek zu nutzen ist und ein Kino.

An den Außenbereich des Kulturzentrums schließt sich das Stadtbad an. In dem sehr modernen Zweckbau befinden sich Umkleidekabinen etc., und rundherum gibt es mehrere Möglichkeiten, bequem über Treppen oder Rampen zum Baden in den See zu kommen.

Picknickareale und ein Beachvolleyball-Feld sind am Seeufer zu finden und werden fleißig genutzt.

Auf unserem Gang zurück zum Auto kommen wir noch am Sløngel Pladsen vorbei. Das ist ein Kinderspielplatz, der mit Namen und Design an einen der berühmten Söhne der Stadt erinnert, den Kinderbuchautor Ole Lund Kirkegaard (1940-1979). Alle dänischen Kinder kennen und lieben seine Bücher.

Jedes Jahr findet in Skanderborg ihm zu Ehren eine Kinderbuchmesse statt und alle zwei Jahre gibt es noch ein großes Fest zum Sløngeldag, dem Schlingeltag.

Der benachbarte Supermarkt, bei dem wir vor der Rückfahrt noch einkaufen, bietet Kindern in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos ein Stück Obst an.

Ob das wohl auch mit der Popularität Ole Lund Kirkegaards zusammenhängt?

Uns hat Skanderborg sehr gut gefallen. Das nächste Mal kommen wir besser Anfang August wieder. Dann wird in der Stadt, aber vor allem im angrenzenden Tierparkgelände ein großes Musikfestival veranstaltet, das Skanderborg Festival.

Radtour Richtung Årø (DK, August 2023)

Nachdem wir die Kirche in Vilstrup besichtigt hatten, geht es weiter mit dem Rad. Das Wetter ist gut, blauer Himmel, wenige Wolken und fast windstill. Warum nicht bis Årøsund fahren? Auch an diesen Hinweisschildern sind wir schon öfter vorbeigekommen. So weit ist es sicherlich nicht. Wir fahren durch die Feldmark und finden immer mal wieder das Camino-Symbol oder auch den Hinweis auf den Ostseeradweg.

In Kelstrup Strand bzw. Hejsager Strand treffen wir wieder auf die Ostsee. Die Wolken sehen nicht sehr vielversprechend aus.

Bevor wir uns Schutz vor den herannahenden Regen suchen, lädt ein kryds og bolle-Spiel auf der Bank am Strand zu einer Partie ein. Die meisten Leser*innen des Blogs werden es als Drei gewinnt oder als Tic Tac Toe kennen.

Die Regenwolke regnet sich dann doch über dem Wasser ab und wir setzen unsere Fahrt fort.

Es geht wieder Richtung Landesinnere. In Øsby sehen wir diese schön bunten Blühstreifen am Feldrand. Das sieht schon attraktiv aus.

Schließlich erreichen wir nach einer langen Fahrt immer nur geradeaus Årøsund.

Wir fahren gleich hinunter zum Hafen, da dort am Fähranleger höchstwahrscheinlich mindestens eine Hotdog-Bude zu finden ist. Außerdem geht es so wunderbar immer nur bergab!

Impressionen:

Die Freude ist groß, als wir das Angebot des Aarøsund Havnegrill entdecken!

Das Eisangebot ist sehr verlockend, die Temperatur und der Sonnenschein passen auch sehr gut. Doch inzwischen ist es schon kurz nach 14 Uhr, und wir haben wirklich großen Hunger.

Wir entscheiden uns für Burger und Pommes, dazu ein leicht alkoholisches Erfrischungsgetränk.

Zwischendurch kommen in schöner Regelmäßigkeit die Fähre und der Bus vorbei und laden immer neue Personen ein bzw. aus.

Nach knapp anderthalb Stunden Pause geht es auf den Rückweg. Der Popo möchte sich gar nicht so gerne wieder auf den Sattel setzen. Es hilft nichts, die Busse können keine Fahrräder mitnehmen. Inzwischen hat der Wind ordentlich zugelegt. Es geht bei Gegen- bzw. Seitenwind immer bergan.

Überall wird auf den Feldern geerntet. Hier auf diesem Feld sind sie noch nicht angekommen. Die Mähdrescher wirbeln sehr viel Staub auf und sind riesig, wenn man mit dem Fahrrad direkt an ihnen vorbeifährt.

Eine gute halbe Stunde später wird es uns zu langweilig, immer nur geradeaus auf der Landstraße zu fahren. Der Popo hat zwar keine Lust mehr, trotzdem entscheiden wir uns für eine etwas längere Strecke auf den kleinen Nebenstraßen.

Hier ist sind sie gerade fertig geworden mit dem Dreschen. Im Hintergrund sind die Ostsee und Årø zu erkennen.

Mit viel Quälerei kommen wir schließlich doch wieder am Campingplatz an. Sehr erschöpft, denn zwischendurch blockierte auch noch die Gangschaltung. Sie schaltete unter Belastung nicht mehr herunter. So mussten wir neben den kurzen Popo-Entlastungspausen auch noch die Räder die eine oder andere Steigung hochschieben.

Eine kleine Überschlagsrechnung ergibt, dass wir ungefähr fünfzig Kilometer gefahren sind (rot hin, blau zurück), ganz ohne Training. Kein Wunder, wenn sich der Körper dann beschwert! Eine schöne Tour war es trotzdem!