
Unser letzter Tag auf See! Wir sind schon fast da, am Ende werden etwas mehr als 5000 nautische Meilen „auf dem Tacho“ stehen. An diesem Morgen haben wir das mit der Zeitumstellung gar nicht richtig hinbekommen.
Wir gehen nach dem Ausschlafen zur Abwechslung ins Silk-Restaurant zum Frühstück. Dort ist ein Buffet aufgebaut, aber man hat feste Plätze, an denen auch der Kaffeenachschub gut funktioniert. Wir freuen uns, dass es so leer ist und wundern uns, als sie uns kurz darauf sagen, dass das Buffet bald abgeräumt wird. Die Auflösung: unsere Uhren zeigen die aktuelle Zeit eine Stunde zu spät an! Macht nichts, wir werden trotzdem satt. Den Rest des Vormittags lesen und schlafen wir. Wir müssen den intensiven Ausflug in Halifax verarbeiten.

Der letzte Tag auf See ist auch der fast letzte Tag unserer Reise. Nach dem Lunch im Windjammer steht das große Kofferpacken auf dem Plan. Alles außer dem Handgepäck muss bis zum Abend vor der Kabinentür stehen, damit es von den fleißigen Arbeitsbienen in der Nacht in den unteren Schiffsbauch geschleppt werden kann. Und einiges muss leider hierbleiben.

Am Abend steht noch einmal eine Show im Theater an. Diesmal ist es eine farewell variety show, unter anderem mit dem amerikanischen comedian Jim David. Das ist tatsächlich richtig lustig.
Er macht diesen Job schon sehr lange auch auf Kreuzfahrtschiffen und verfügt so über eine große Sammlung von Originalunterhaltungen zwischen Passagieren und dem Guest Service. Ein Gast hat sich zum Beispiel einmal über die viel zu langen Flure zur Kabine hin beschwert. Die Frau am Guest Service reagierte sehr souverän mit: „I will take to maintenance about it.“ Oder aber der Passagier, der sich über die unzureichende Matratze und die daraus resultierenden schlaflosen Nächte beschwerte und die Matratze umgehend ausgetauscht haben wollte. Allerdings nicht vor zehn Uhr morgens, denn vorher würde er noch schlafen!

Nach dem Theaterbesuch gehen wir noch einmal auf die andere Seite des Schiffes, um unsere ausgelesenen Bücher zurück in die Library zu bringen. Dort im two70 tritt gerade der Chor auf, alle Mitglieder sind Passagiere, die sich im Laufe der Reise immer einmal wieder zur gemeinsamen Probe mit dem Cruise Director Danny getroffen haben.

Wir hören noch ein bisschen zu, bevor wir uns noch mit Bekannten auf ein letztes Bier im Pub treffen und uns dort von Livemusik des Gitarristen Greg Fiedler unterhalten lassen. Dann geht’s aber auch ins Bett, denn am nächsten Morgen müssen wir schon um acht Uhr die Kabine geräumt haben.