In diesem Jahr probieren wir aus, wie es sich als Dauercamper anfühlen wird. Der Wohnwagen soll die Saison über in Dänemark stehen. Als wir den Wohnwagen im frühen Frühjahr auf dem Campingplatz in Vikær aufstellten, war es eisig kalt und der Boden noch total durchgeweicht vom dauernden Regen im Winter. Zuerst setzte sich das Auto im Matsch fest, es ging weder vor noch zurück. Dann versuchten wir es mit dem Wohnwagen, der verfügt über einen Mover. Doch auch das schlug fehl, die Räder des Wohnwagens versanken ebenfalls in der Grasnarbe. Nichts ging mehr, weder vor noch zurück. Alles war matschbespritzt und unsere Laune auf dem Tiefpunkt.

Der Campingplatzbesitzer kam schließlich mit Trecker und Gummimatten zu unserer Rettung (wir waren nicht die einzigen, er hatte an dem Tag gut zu tun). Zuerst schob und zog er den Wohnwagen an Ort und Stelle. Es war faszinierend, wie filigran er mit dem Trecker umgehen konnte. Danach wurde unser Auto auf den Schotterweg gezogen, es musste nach diesem Ausflug ganz dringend in die Waschstraße.

Damit wir das Vorzelt überhaupt aufbauen konnten, wurde eine Baggerschaufel an den Trecker montiert und kurzerhand Sand vom Strand geholt. Diese Schaufel voll Sand kippte er einfach vor dem Wohnwagen aus, und wir konnten mit dem Zeltaufbau beginnen.

Pünktlich mit dem ersten Regen war das Vorzelt komplett aufgebaut. Eigentlich wollten wir zwei Nächte auf dem Platz bleiben und die Campingsaison richtig einläuten. Aber es war noch mehr Regen und Kälte angekündigt. Daher tranken wir noch einen Tee, um uns aufzuwärmen und fuhren dann wieder nach Hause.
Fünf Wochen später (zwischenzeitlich waren wir ja in der Karibik) versuchten wir es wieder mit dem Campen. Diesmal blieben wir, mit reichlich Kuscheldecken ausgestattet, immerhin für zwei Nächte. Das Enkelkind freute sich so sehr darauf, im Wohnwagen zu sein, wir konnten es ihm nicht abschlagen, trotz des anhaltenden Sturms. Das Vorzelt flatterte laut im Wind, der Regen pladderte auf das Dach, die Heizung lief zuverlässig. Die Gasflaschen waren voll. Es war sehr kuschelig im Wohnwagen, doch ab und zu mussten wir einfach mal hinaus in den Sturm zum Auslüften.

Dem Enkel machte die Kälte nichts aus, wir harrten im strammen Ostwind auf dem Spielplatz aus, bis wir unsere Hände und Füße nicht mehr fühlten. Gut, dass wir uns im Wohnwagen aufwärmen konnten.
Doch am letzten Morgen blieb die Heizung kalt. Ein Blick ins Handbuch zeigte, dass die Batterie, die in der Heizung für den Zündfunken sorgt, wohl leer war. Ein Ersatz war nicht an Bord, und so strichen wir nach dem Frühstück die Segel und fuhren nach Hause.