Der Rest der Reise ist schneller erzählt als erlebt.
Der Zwischenstopp auf Island ist wieder viel zu kurz. Wir können grad noch einen Kaffee kaufen (hier ist es 5:30 Uhr morgens). Während des Toilettengangs ertönt schon der last call fürs Boarding. Wir flitzen mit dem noch gefüllten Kaffeebecher an Bord und entspannen uns die nächsten vier Stunden.
In Berlin erwarten uns die Auswirkungen des Bahnstreiks. Keiner der Züge, für die wir Platze gebucht hatten, fährt. An den Autovermiet-Stationen am Flughafen bilden sich lange Schlangen. Wir diskutieren bei einem weiteren Kaffee, ob wir uns dort einreihen sollen, beschließen aber, unser Glück zu versuchen. Die Regionalbahn Richtung Hauptbahnhof fällt wegen einer Baustelle aus, aber die S-Bahn fährt.

Am Hauptbahnhof angekommen, fahren demnächst nur Nahverkehrszüge Richtung Norden, wir müssten mit den Koffern bis zu sieben mal umsteigen. Das wollen wir nicht. So suchen und finden wir schließlich große Schließfächer und einen funktionierenden Geldwechsler, werden die Koffer los und nutzen den Sonnenschein aus.

Am Hamburger Bahnhof (ein Kunstmuseum) setzten wir uns in die Sonne zum Lesen. Der Eintritt zur Ausstellung ist uns für die Kürze der Zeit zu hoch. Dann geht es zurück zum Hauptbahnhof, denn am späten Nachmittag soll ein ICE eingesetzt werden, der alle gestrandeten Passagiere nach Hamburg bringen soll.
Wir kaufen noch etwas Proviant, bevor es zum Zug geht. Dort breitet sich Unsicherheit aus, denn im Zug wird angezeigt, dass das Ziel Nürnberg sein soll. Die Ansage des Zugpersonals versichert uns aber, dass wir nach insgesamt sieben Stunden tatsächlich weiter nach Norden fahren werden.
In Hamburg fahren alle Anschlusszüge planmäßig, so dass wir am Ende nur mit dreistündiger Verspätung nach mehr als 30 Stunden am späten Abend wieder zu Hause sind. Eine sehr abwechslungsreiche Kreuzfahrt mit anstrengenden An- und Abreisetagen liegen hinter uns.