
Inzwischen sind wir in Leipzig angekommen. Wir wollten nicht in einem Rutsch von Karlsbad nach Hause fahren. Da wäre ja die ganze schöne Erholung sofort wieder dahin. Stattdessen haben wir die Rückreise unterteilt. Auf diese Weise fällt auch noch ein bisschen Kunst und Kultur ab. Die erste Station Richtung Norden soll Leipzig sein.
Wir fahren von Karlsbad die gleiche Strecke über Jáchimov zurück nach Deutschland. Da die direkte Verbindung zur Autobahn immer noch gesperrt ist, fahren wir wieder über den Fichtelberg die Serpentinen hinab nach Raschau-Markersbach. Dort führt uns das Navi diesmal nach links und damit quasi sofort in die nächsten Umgehungsstrecken hinein. Na, dann gibt es eben noch eine Sightseeingtour durch das westliche Erzgebirge, an Aue vorbei und irgendwann auf die Autobahn. Das Ergebnis: hier wollen wir keinen Urlaub verbringen.

In Leipzig haben wir ein Hotel in der Innenstadt in der Nähe der Nikolaikirche gebucht. Unser Navi führt uns auch genau dorthin, bis wir 250 Meter vor dem Ziel an den Pollern der Fußgängerzone stranden. Wir geben die Adresse des nahegelegenen Parkhauses ein, werden einmal halb um die Innenstadt herumgeführt, und Kay muss die Koffer anschließend vom Parkdeck 3 aus das Treppenhaus hinab schleppen. Ein Fahrstuhl ist nicht in Sicht. Später erfahren wir, dass er sich nur gut versteckt hat.
Im Hotel ruhen wir uns erst einmal aus, die Klimaanlage brummt, draußen ist es 35 Grad, Tendenz steigend. Den Nachmittag läuten wir mit einem Eiskaffee ein und machen einen ersten Stadtrundgang. Zwischendurch kühlen wir uns in Kaufhäusern ein bisschen ab. Das Thermometer steigt weiter auf 37 Grad. Hitze bekämpft man mit Hitze, wir essen in einem indischen Lokal zu Abend. Die Hitze schlaucht, wir gehen früh zu Bett.
