Auf der Biscaya, cruise day 19 (Jewel of the Seas, 2022)

Nachdem wir über einen meistens fast spiegelglatten Atlantik gesegelt sind, ist die See in der Biscaya ziemlich rau. In unserer Kabine vorne merkt man es besonders stark.

Deshalb gehe ich nach Achtern in die Schooner Bar, es gibt noch eine jewelry making class. Diesmal haben wir einen anderen Anleiter, der das aber schon oft gemacht haben muss. Nun klappt es auch mit den Werkzeugen, dem Biegen des Silberdrahtes und der Zeit. Am Ende habe ich ein neues Armband.

Zurück in der Kabine sehen wir auf dem Fernsehschirm, dass wir mit dem Bug voran auf die Küste der Bretagne zuhalten, allerdings fast keine Geschwindigkeit mehr machen. Gleichzeitig hören wir ein sehr, sehr lautes Motorengeräusch. Bevor wir es identifizieren können, kommt der Hubschrauber in das Blickfeld der Bugkamera. Auf dem Heliport sind alle Aufbauten entfernt und die Reling heruntergeklappt worden. Ein weiterer medizinischer Notfall muss an Land. Zuerst werden Helfer und Material heruntergelassen. Das Manöver ist aufgrund des starken Windes nicht einfach. So werden wir Passagiere in den Bugkabinen gebeten, unsere Kabinen zu verlassen, aus Sicherheitsgründen.

Wir gehen nach oben ins Windjammer Restaurant, trinken einen Tee und beobachten den Hubschrauber, bis er mit dem Patienten an Bord Richtung Frankreich fliegt. Ganz nebenbei sehen wir auch noch zwei Haie, gar nicht mal so kleine, die uns ein bisschen begleiten. Am Abend vorher sahen wir schon etliche Delfine, die um das Schiff herum sprangen.

Bald darauf nimmt das Schiff wieder Fahrt auf und muss zunächst nach Nordwesten fahren, wieder gegen die Wellen. Das schaukelt so stark, dass ich mich hinlegen muss. Ich verschlafe das schlimmste Geschaukel. Das Schiff fährt ruhiger, nachdem es wieder auf dem ursprünglichen Kurs ist. So ein Seetag ist entspannend und aufregend zugleich.

Hinterlasse einen Kommentar