
Der KOA-Campingplatz liegt in einem Waldstück und wird gerade in Teilen neu angelegt. Trotzdem ist es hier wunderbar ruhig. Das Badehaus befindet sich gleich nebenan.

Bevor es an den berühmten Strand (The Great Strand, feinster Pudersand auf 100 km Länge!) geht, müssen wir erst einmal etwas Wäsche waschen. Jeder Campingplatz hier hat immer eine laundry (im Gebäude auf dem Foto) mit richtig großen, um nicht zu sagen riesigen Waschmaschinen und Trocknern. Alle Maschinen arbeiten mit Quarters, 25 Cent-Münzen. Daher gibt es auch meistens einen Wechselautomaten. Unsere Ladung wird in einen Toplader versenkt. Hier kommen die Münzen side by side in den Schlitten, immer zwei Münzen in einen Schlitz, dann den Schlitten mit Kraft in die Maschine schieben. Beim Trockner steckt man die Münzen jedoch einzeln in die Schlitze. Wie gut, dass wir immer hilfreiche Menschen treffen, die uns den Gebrauch erklären können.

Die Waschmaschine benötigt nur 20 Minuten, der Trockner noch einmal 45 Minuten. Kay kocht eine weitere Kanne Kaffee, und wir verbringen die Wartezeit vor dem Gebäude in der Sonne. Das Dings auf dem Foto ist übrigens ein Outdoor-Aschenbecher, Kippe oben rein und gut. Die stehen hier überall herum. Es gibt noch eine Menge Menschen, die rauchen.

Anschließend machen wir uns, zu Fuß natürlich (wir sind die einzigen), auf, den Farmer‘s Market in der Mr. Joe White Avenue zu besuchen. Im Prospekt, den ich im laundry-Haus fand, war er als Attraktion angekündigt. Wir gehen eine Dreiviertelstunde an der Hauptstraße entlang bis in den Norden der Stadt nach downtown. Der Markt findet aber wohl zur in der Saison am Sonnabend statt, es ist alles leer dort.

Wir gehen von dort aus direkt zum Strand und gehen auf dem Broadwalk entlang Richtung Süden. Auf diesem knapp zwei Kilometer langen Abschnitt befindet sich die Amüsiermeile von Myrtle Beach, viel los ist hier natürlich noch nicht. Zuerst geht es an vielen Restaurants vorbei, hier besteht der Weg aus mosaikartig verlegten Holzbohlen.

Etwas später schlängelt sich die Promenade als Betonweg durch angelegte Beete. Links von uns ist der Strand, rechts von uns die großen Hotels, in deren gewärmten Pools die Kinder kreischen. Draußen ist es frisch, die meisten Menschen haben nur Sweatshirts und Jogginghosen an, oder kurze Hosen, und frieren offensichtlich. Wir laufen in dickeren Jacken herum. Ein Mann aus Minnesota, der ähnlich wie wir gekleidet ist, spricht uns an ob des kühlen Wetters. Er erklärt uns, dass es hier unten im Süden gar keine winterliche Outdoor-Bekleidung in den Läden zu kaufen gibt, nichts gefüttertes oder daunengefülltes. Das Wetter ist hier gerade ungewöhnlich kühl.

Das finden wir etwas später auch und gehen am Strand entlang bis zum Withers Swash. Dieser kleine Wasserlauf lässt sich nicht auf der Strandseite überqueren. Wir müssen zurück zur Straße. Wir durchqueren den Family Kingdom Amusement Park, einer der größten hier in Myrtle Beach, der sich links und rechts um den Flusslauf ausbreitet. Vieles ist schon neu gestrichen, aber es ist noch nichts geöffnet, wir sind in der Vorsaison hier. Das letzte Mal war auch alles geschlossen, da waren wir nach der Saison da, und es sah nicht so schön aus wie jetzt.

Am nächsten Tag gehen wir trotz des leichten Nieselregens nachmittags zum Strand, um fossilierte Haifischzähne zu suchen. Wir machen uns nicht viel Hoffnung, denn die Sicht ist nicht gut. Aber wir werden fündig, mit mehr Zähnen als gedacht. Die Farbe dieser schwarzen Zähne zeigt, dass die Zähne mindestens 10.000 Jahre alt sind.

Als wir ziemlich nass vom Regen sind, geht es zurück zum Aufwärmen in unser motorhome. Die Heizung funktioniert sehr gut. Mit der übrigen Bettwäsche (wir haben unsere eigene mit, aber auch die des Verleihers) haben wir inzwischen das Interieur etwas aufgehübscht. Morgen geht es wieder on the road, weiter nach Süden, der Sonne entgegen.