Der vorherige Bericht bildet die ersten Erlebnisse an Bord nur unzureichend ab, daher kommt jetzt eine ausführlichere Schilderung. Unsere Kabine ist in der Tat an etlichen Stellen etwas abgewohnt. Das Schiff ist seit 2004 in Betrieb. Ich hätte erwartet, dass man bei einer solch traditionsreichen Linie wie Cunard mehr Wert auf ein makelloses Erscheinungsbild legen würde. Vor allem, weil die glorreiche Vergangenheit hier auf Schritt und Tritt thematisiert und bebildert wird.

Der erste Abend im Restaurant beginnt weniger erfreulich. Auf einem Kärtchen in unserer Kabine stand die Tischnummer für die gesamte Überfahrt. Zur angegebenen Zeit erscheinen wir am Eingang, zeigen die Karte vor und werden von einem Kellner zu unserem Tisch begleitet. Nur war der leider schon von einem anderen Paar besetzt, was eigentlich bei einem computergestützten Buchungssystem nicht möglich sein sollte. Wir werden gebeten, ein wenig zu warten, bis das Problem gelöst wäre.

Da stehen wir nun inmitten herumflitzender Kellner und speisender Gäste und stehen und stehen. Eine geschlagene Viertelstunde lang! Das ist gar kein gutes Gefühl. Am Ende findet sich ein Tisch (Wieso kann es so lange dauern bei dem computergestützten Buchungssystem?), und das Essen, wir entscheiden uns für vier von fünf möglichen Gängen, ist sehr, sehr gut. Das Bild zeigt den Appetizer. Zum Abschluss gibt es Kaffee und Petit Four und das Versprechen, dass das Tischproblem gelöst werden würde.

Auf dem Weg ins Kino im Planetarium kommen wir an den verschiedenen Bars und Lounges vorbei, in denen Livemusik aller Art dargeboten wird. An einigen kommen wir auch mehrmals vorbei, denn die Navigation auf dem Schiff fällt uns noch nicht leicht. Im Moment sieht alles noch ähnlich aus, besonders die insgesamt vier Treppenhäuser. Die müssen jedoch unbedingt unterschieden werden, um bestimmte Bereiche des Schiffes erreichen zu können. Wir sind aber rechtzeitig genug da, genießen noch etwas die Ruhe und dann eine Kinovorführung von F9 – the Fast Saga für uns ganz allein in dem großen Saal.

Der erste Tag an Bord endet dann doch ganz versöhnlich, die Kabine ist bei Rückkehr schon bettfertig gemacht, inklusive ein Stückchen Godiva-Schokolade, und wir schlafen sehr gut.