Fruchtiges Frühstück – vielfältige Passionsfrüchte (Madeira 22)

Madeira besitzt aufgrund der Lage mitten im Golfstrom ein wirklich außergewöhnliches, in Teilen subtropisches Klima. Die speziellen kleinen Bananen, die hier wachsen, haben an der Südküste das perfekte Klima, nicht zu hoch und immer von der Sonne verwöhnt. Wir kaufen sie uns immer im lokalen Supermarkt, sie schmecken intensiver als die aus Südamerika. Das Frühstücksbüffet wartet jeden Morgen mit einer großen Auswahl an weiteren Früchten auf, die alle hier auf der Insel wachsen.

Passionsfrüchte, zumindest die violett-farbene Sorte (links im Bild, nicht zu verwechseln mit den gelben, doppelt so großen Maracuja, die zur selben Gattung gehören) kann man auch bei uns kaufen. Eine Variante aus der großen Familie der Passionsfrüchte ist die banana passionfruit (rechts im Bild), die nur in Südamerika wächst, eigentlich. Und dann liegt in der Mitte noch eine rote Variante auf dem Teller, die sie im Restaurant als English tomato bezeichnen. Es ist aber auch eine Passionsfrucht.

Die Schale der lilafarbenen Frucht ist sehr hart, wenn die Frucht reif ist. Das Innere wird ausgelöffelt. Die banana passionfruit ist ca. 10 cm lang, die Schale verfärbt sich wie bei Bananen von grün zu gelb. Man kann sie aber nicht schälen. Entweder schneidet man die Spitze ab und quetscht das Innere wie aus einer Tube heraus.

Oder man schneidet sie der Länge nach auf und löffelt die Samen. Sie schmecken recht fruchtig (sauer aus den noch grünen Früchten), sind aber sehr lecker in Naturjoghurt.

Die dritte Frucht auf dem Teller ist eine English Tomato, zumindest nennen sie sie hier so. Sie ist sehr leicht aufzuschneiden und hat auch von innen eine gewisse Ähnlichkeit mit Tomaten.

Man kann außer den Kernen auch das Fruchtfleisch essen. Das ist allerdings sehr „fruchtig“. Besser, man löffelt Kerne und Fruchtfleisch gemeinsam in den Mund. Der Opa unseres Kellners sagt, dass die Frucht gut für‘s Blut sei, also möglichst viele davon essen. Vielleicht kam er wegen des intensiv rot gefärbten Safts darauf.

Auf jeden Fall ist die Passionsfrucht sehr gesund. Sie enthält die beiden B-Vitamine B6 und B3, Vitamin C, Beta-Carotin, Vitamin E, Eisen und Kalium, außerdem auch noch Magnesium und Phosphor. Dazu ist sie kalorienarm, sie wird also zumindest während unseres Aufenthalts hier täglich auf dem Speiseplan stehen.

Câmara de Lobos, wieder da (Madeira 22)

Wie schön, wieder hier zu sein. Und wie schön, dass auch das Hotel sich freut, dass wir wieder da sind. Im Zimmer werden wir von einer kleinen Aufmerksamkeit begrüßt: bolo de mel, der leckere Honigkuchen, frische Erdbeere und eine kleine Flasche Wein.

Es ist ein bisschen so, als wären wir gar nicht weg gewesen. Sogar die Weihnachtsbeleuchtung hängt noch und wird am Abend eingeschaltet (letztes Mal, wie wir am nächsten Abend feststellen werden).

Unsere Koffer sind immer noch auf Reisen, sie übernachten wohl in Lissabon. Wir erhalten per Mail ab und zu Statusmeldungen und holen uns an der Rezeption ein dental health kit ab: Zahnbürste und Zahnpasta.

Am nächsten Nachmittag werden unsere Koffer aufs Zimmer geliefert, wenn die erzählen könnten. Wahrscheinlich standen sie die meiste Zeit in irgendeiner Ecke herum und warteten auf den nächsten Transportschritt. Aber nun sind sie da, und wir können endlich die Sommerkleidung anziehen. Es ist sonnig bei leichter Bewölkung und 19 Grad. Es gibt auch Touristen, die im Atlantik baden:

Fliegen mit der Lufthansa (Madeira 22)

Wir fliegen zum Überwintern (zumindest drei Wochen lang) nach Madeira. Es ist dort einfach toll! Diesmal haben wir uns für Lufthansa entschieden, eine gute Wahl. Online Check-in klappt super, an einem frühen Sonntagmorgen Anfang Januar fliegen nur wenige Menschen, daher geht es auch bei der Sicherheitskontrolle schnell. Allerdings werden wir so gründlich wie noch nie durchgecheckt.

Danach ist mehr als genug Zeit, die mitgenommen belegten Brote (nun sind wir ja schlauer) mit einem frischen Kaffee in Ruhe zu verzehren. Dann werden die Wasserflaschen aufgefüllt und es kann losgehen. Wir fliegen zuerst von Hamburg nach Frankfurt und dann weiter nach Madeira.

In Hamburg ist es kalt mit Schneeregen, der mehr Regen als Schnee ist. Nichtsdestotrotz werden die Enteisungsfahrzeuge angefordert: „ Ihre und unsere Sicherheit stehen natürlich im Vordergrund.“ Dafür wird auch eine leichte Verspätung von zwanzig Minuten in Kauf genommen.

Der Hubwagen fährt die Tragflächen ab, der Mann im Korb spritzt mit Druck erst eine orange, dann eine hellgrüne Flüssigkeit darauf. Die leuchtet sogar im trüben Hamburgischen Schmuddelwetter.

Auf dem Flug gibt es eine Flasche Wasser und ein Täfelchen Schokolade für jeden. Über den Wolken scheint die Sonne, und kurz darauf landen wir in Frankfurt, dem fünftgrößten Airport Deutschlands. Wir sind mit dem neuesten Flugzeugtyp unterwegs, dem A321neo. Obwohl es nur halb ausgebucht ist, verbraucht es nur drei Liter Kerosin pro Passagier auf 100km. Da kommen wir locker drüber, wenn wir den Wohnwagen hinter uns her ziehen, obwohl unser Zugwagen nur sehr wenig verbraucht. Das macht das schlechte Gewissen, durch das Fliegen aktiv an der Klimaveränderung teilzunehmen, gleich etwas erträglicher.

Die zwanzig Minuten Verspätung von Hamburg (der Flughafen ist übrigens der zweitgrößte Deutschlands) holen wir nicht mehr ein. Beim Zum-Gate-Rollen lassen wir auch noch einen sehr großen Flieger aus den USA vor. Wir sind nicht die einzigen, es stehen noch zwei hinter uns in der Warteschlange. Schließlich ist die morgens noch als komfortabel erscheinende Dreiviertelstunde Umsteigezeit auf die Hälfte zusammen geschrumpft. Wir müssen von einem B-Gate zu einem A-Gate wechseln, das geht nur noch sehr flotten Schrittes, auch auf den Laufbändern. Am Gate erwarten uns alle schon sehnsüchtig, wir sind die letzten beiden fehlenden Passagiere. Ob unsere Koffer wohl auch so schnell waren??

Wir haben noch nicht einmal richtig Platz genommen, da heißt es schon: „Boarding completed!“ Diesmal ist der A321neo höchstens zu 10-15 Prozent belegt. Wir hatten für die Beinfreiheit extra die Plätze am Gang gebucht. Nun haben wir beide je eine Reihe ganz für uns allein. Das ist auch entspannend.

Schokolade und Wasser gibt es auch wieder. Der Flug vergeht quasi wie im Fluge. Es ist sehr ruhig, die Cabin Crew hat nichts zu tun, da die wenigen Menschen an Bord weder etwas zu essen und zu trinken kaufen wollen, noch an den anderen Dingen aus dem Bord-Shop interessiert sind. Wir nutzen die gesamte Sitzreihe aus und wechseln für den Landeanflug auf Madeira auf die Fensterplätze.

Das Wetter ist wie erwartet: warm, etwas bewölkt, blauer Himmel und kein Regen. Es ist einfach wunderbar!

Noch in der Ankunftshalle erreicht uns die Mail, dass die Koffer es leider nicht mit uns geschafft haben. Das passiert, wenn man nur Rollen und keine Füße zum Rennen hat. Sie werden schon noch nachkommen.

Ausblick auf 2022

Ich hoffe, alle haben das vergangene Jahr gut abgeschlossen und sind sicher, gesund und unfallfrei in das neue gekommen. Wir befinden uns immer noch in der komfortablen Lage, Reisen zu planen und durchführen zu können. Während der Weihnachts- und Silvester-/ Neujahrsfeierlichkeiten waren wir zuhause im trüb-grauen, nassen und kalten Norddeutschland.

Aber nun freuen wir uns auf die Überwinterung. Es geht in ein paar Tagen wieder nach Madeira, dort steht das Thermometer beständig im 20-Grad-Bereich. Genau das Richtige, wenn man über die Zeit frei verfügen kann.

Wenn Covid-19 es zulässt, wird es in diesem Jahr auch noch über den Atlantik und in die Karibik gehen. Die USA und Großbritannien können sich auf uns freuen. Und dann wollen wir wieder an die Ostsee in Dänemark und in den Südschwarzwald.

Es wird also weiterhin an dieser Stelle viel zu lesen geben. Geplant ist auch eine Runderneuerung des Blogauftritts. Freut euch drauf!

Alles Gute für die noch verbleibenden 361 Tage des Jahres. Wünschen euch maykayka.