Wetter-Update Mitte/Ende Januar (Madeira 22)

Der seit gut einer Woche die Insel umbrausende Sturm hat sich endlich verzogen. Irgendwann hat man alle atemberaubend hohen Brecher mehrmals fotografiert. Auf unseren Spaziergängen entlang der Küste zur Praia Formosa nahmen wir zwischenzeitlich die Regenjacken mit, gegen die über die Wege schlagenden Brecher und gegen den Wind an den Außenplätzen des Cafés.

Der Sturm hat an der Praia Formosa ordentlich Strandsubstanz mitgenommen und eine richtig hohe Abbruchkante hinterlassen.

An Baden im Atlantik war in der letzten Woche nicht zu denken. Andere Strandgänger haben die Chance genutzt, aus dem Treibgut etwas zu bauen und zu ergänzen.

Es blieb die ganzen Tage trotz heftigen Sturms warm bei 19 Grad. Die Einheimischen bleiben dabei, es ist Winter und wirklich kalt, sie tragen Pudelmützen. Doch jetzt können wir seit zwei Tagen wieder auf der Außenterrasse des Hotels frühstücken, den Sekt in der Sonne genießen und anschließend die Sonnenliegen am Pool nutzen. Das Thermometer steigt wieder und der Wind schläft ein. Das Wasser im Pool ist allerdings noch eiskalt.

Auch die Fischer lassen ihre Boote wieder ins Hafenbecken und fahren hinaus zum Fischen. Andere bleiben an Land und schneiden Napfschnecken (patella candei) von den nun wieder zugänglichen Felsen im Hafenbecken. Die lapas (auf portugiesisch) stehen in allen Restaurants als Vorspeise auf den Speisekarten. Man isst sie wie Austern. Wir haben uns noch nicht an sie heran angetraut.

Es gibt auch wieder Sonnenuntergänge zu sehen. Sie sind jedoch noch nicht wieder so schön wie im Dezember.

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