Bananen, Bananen, Bananen (Madeira 22)

Eigentlich mag ich gar nicht so gerne Bananen essen. Es gab wohl vor Jahren zuviele davon in einem viel zu reifen Zustand. Aber wie schon öfter erwähnt, sind die Bananen von Madeira etwas ganz anderes. Dabei wachsen sie hier auch erst seit 100 Jahren. Man suchte einen alternativen Wirtschaftszweig, nachdem Zucker und Schnaps aus Zuckerohr billiger aus der Karibik importiert werden konnte und Schädlinge die Weinstöcke zerstört hatten.

Auf Madeira wachsen die Bananen ausschließlich an der Südküste (da, wo wir sind) bis zu einer Höhe von maximal 300 Metern. Ab einer Höhe von ungefähr 200 Metern wird der Ertrag zunehmend geringer. Madeira exportiert seine Bananen ausschließlich auf das portugiesische Festland, wo sie sehr teuer sind. Das liegt an den arbeitsintensiven Handarbeit und den kleinen Anbauflächen. Hier sind sie sehr günstig zu haben, wir essen sie gern als kleinen Mittagsimbiss oder einfach nur so.

Auf einer unserer Touren sind die Bilder entstanden, die folgendes verdeutlichen:

Auch kleinste Flächen zwischen der dichten Bebauung werden für den Bananenanbau genutzt.
Kleine Treppchen führen von den schmalen Fußpfaden auf die Terrassenfelder.
Die Bewässerung wird durch ein ausgeklügeltes, Jahrhunderte altes System aus Bewässerungsrinnen gewährleistet.
Die Reife wird durch Plastiktüten beschleunigt, die über die Staude gezogen wird.
Die Blütenblätter enthüllen neue kommende Bananenfrüchte.

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