Sir Winston Churchill machte Câmara de Lobos schlagartig bekannt, als er den Ort in einem seiner Gemälde verewigte. Der damals ehemalige britische Premierminister kam im Januar 1950 das erste Mal nach Madeira und wurde unendlich herzlich und willkommen heißend von den Bewohnern begrüßt. Das können wir nur bestätigen. Die Menschen hier sind nicht nur professionell freundlich zu Touristen, sondern wirklich freundliche Menschen. Churchill verliebte sich auf den ersten Blick in unsere Bucht hier, wir auch. Der Punkt, an dem er den Ort malte, liegt gegenüber von unserem Hotel.

Pressefoto vom Januar 1950: Das weiße Gebäude ganz rechts war damals der Rathaussaal. Vor der Mauer im Hintergrund wurden später die Gebäude der Fischgroßhändler errichtet.

Im Dezember 2021 ist der Blick etwas anders.


Unser Zimmer befindet sich in der Mitte des ehemaligen Fischgroßhändlermarktes und ist mit allem ausgestattet, was wir für einen guten Aufenthalt benötigen. Wir sind nur mit Handgepäck angereist, aber es hätten noch mehr Sommerkleider hineingepasst. Den Reisewasserkocher hätten wir zuhause lassen können (ein Lob auf die englische Übernachtungskultur), ebenso wie alles mögliche aus den transparenten Beuteln, die beim Sicherheitscheck immer aus der Tasche heraus müssen.





Das Pestana Churchill Bay ist das erste Hotel, dem es erlaubt wurde, in der historischen Altstadt ein Hotel zu errichten. Inzwischen haben sie hier noch ein zweites.
Auf dem Dach befindet sich ein Restaurant, dass laut Eigenwerbung von Forbes zu den weltbesten rooftop restaurants zählt. Service und Qualität des Essens (und auch die Preise) sprechen eindeutig für diese Einstufung. Auch das Frühstück wird hier serviert, und wir genießen es jeden Morgen, im Sonnenschein auf der Dachterrasse zu frühstücken (Wie hieß die momentane Jahreszeit noch mal??).


Hinter dem Restaurant (und leider oberhalb unseres Zimmers) liegt der Pool. Ich war noch nicht drin, habe es mir aber fest vorgenommen. Zwischen 17 und 18 Uhr wird der Bereich gesperrt, und das permanente Gegurgel in unserem Zimmer hört dann auf. Davor lassen wir einfach die Balkontür auf, das Rauschen des Atlantiks in der Bucht direkt unterhalb vom Balkon übertönt alle anderen Geräusche zuverlässig.

In diesem Ort lässt es sich ganz wunderbar aushalten. Mehr haben wir auch noch nicht von Madeira gesehen. Es ist einfach so angenehm hier. Und wir haben ja Urlaub (geht das eigentlich im Sabbatjahr?).