Auf dem Campingplatz im Badischen fragten sie uns etwas irritiert, was wir denn bloß in Bonn wollten. Okay, unser aktueller Platz kann wirklich nicht mit dem Lug-ins-Land-Platz mithalten. Die Dauercampingplätze haben in ihrer piefigen Kleingartengestaltung eher Ähnlichkeit mit dem Platz im Lipperland, zum Duschen benötigt man eine Duschmünze für vier Minuten warmes Wasser (wobei vier Minuten viel länger sind als gedacht), und nachts (nach 22 Uhr) gibt es kein heißes Wasser mehr.
Dafür gibt es in Bonn ja Beethoven, viele Kunstmuseen und die bedeutenden Gebäude unserer westdeutschen Demokratie. Und – es gibt den Hans Riegel aus Bonn, uns allen besser bekannt durch die Produkte mit seinen Anfangsbuchstaben: Ha Ri Bo. Genau, Haribo wird hier hergestellt, und es gibt in Bad Godesberg einen Fabrikverkauf.

Zu Kunst und Kultur passen Gummibärchen doch irgendwie auch. Im Laden sind wir vom Angebot etwas überwältigt. Das gesamte Angebot in kleinen und großen Tüten und in noch größeren Töpfen. Dazu bestimmte Naschis, die es nur in Dänemark (Lakritzpflaumen), Frankreich, Spanien und anderen europäischen Ländern zu kaufen gibt. Und Gummibärchen in ausschließlich einer Farbe im Kilopaket (Wer ist auch schon gern die weißen?).

In sogenannten Überraschungskisten zu drei oder sechs Kilo gibt es eine bunte Mischung der Produkte. Da wir das meiste Gummizeugs nicht mögen, trauen wir uns nicht, so eine braune Black Box zu kaufen.
Wir nehmen ein bisschen Konfekt und ein paar Schnecken mit und etwas von dem jahreszeitlich wechselnden Angebot und ein bisschen hiervon und davon. Unser Einkaufswagen ist trotzdem nicht so voll wie die der anderen Personen. Und wir wollen ja auch gar nicht alles alleine aufessen!
