Männlins Straußi

Was ist das bloß? Männlins Straußi zog uns magisch an, weil es so lustig klingt. Das Internet erzählte uns, dass es sich bei einer Straußwirtschaft um eine Gaststätte handelt, die nur für vier Monate im Jahr öffnen darf, zwei Monate im Frühling, zwei Monate im Herbst. Die Betreiber vermarkten ihre eigenen Produkte, Familie Männlin Spargel bzw. Wein, und dürfen einfache Gerichte servieren.

Und immer wollten wir dahin, und immer kam irgendetwas dazwischen. Diesmal gingen wir also von Basel kommend direkt dorthin. Wir waren müde und hungrig und niemand hatte Lust zu kochen. Essen gehen in Basel war indiskutabel, die Schweiz ist soooo teuer. Wir hatten Glück, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Es war voll und wie sich herausstellte, auch der letzte Abend der Herbstöffnungsperiode. Alle Tische waren besetzt, doch der Wirt gestikulierte vom Tresen hinten im Raum, dass vorne in der Ecke noch Platz wäre, großer Tisch, nur von zwei Leuten belegt. Dieses zufällige Treffen stellte sich als überaus anregend und bereichernd da. Moni und Peter, ein Basler Ehepaar, das nach Weil übersiedelt war, Stammgäste im Männlins Straußi, waren sehr kommunikativ, besonders, als sich herausstellte, dass sie ‚Fischköppe‘ getroffen hatten, Moni ist gebürtig aus Kiel, beide lieben Sylt über alles. Wir verlebten einen sehr vergnüglichen Abend mit Fassweinen in rot und weiß, Bauernwurst mit Kartoffelsalat bzw. Schweinesteak mit Bauernbrot, die Beilagen selbst hergestellt und Pfannkuchen mit Guzi zum Nachtisch (einfach noch, weil der Name so gut klang, Guzi ist Konfitüre). Beschwingt liefen wir über den Weinberg zum Campingplatz zurück, in der Tasche eine Einladung zu einem weiteren Treffen.

Finde den Unterschied zu dem Foto oben!

Auflösung: Der Reisigbesen fehlt beim zweiten Foto. Der signalisiert, dass die Strauß- (sie heißt mancherorts auch Besen-) -wirtschaft geöffnet hat.

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