Autofahren im Dreiländereck – Wir wollen mal schnell ins Kino

Im letzten Sabbatjahr sahen wir den damals neuesten James-Bond-Film „Spectre“ kurz nach der Premiere in Southampton im Original. Durch Corona wurde die Premiere des neuesten Films „No time to die“ ja auf diesen Herbst verschoben. Nun sind wir wieder im Sabbatjahr, was liegt näher, als auch diesmal den Film im Original anzusehen. Wir sind ja grad in einer sehr international geprägten Ecke Deutschlands, in Weils Kinocenter läuft der Film jeden Tag auf Englisch. Die Überlänge des Films und die Lage des Kinos machten es notwendig, mit dem Auto dorthin zu fahren. Und das war unerwartet spannend.

Auf der dreispurigen Autobahn sollten wir uns ganz links einordnen, obwohl das Navi die Ausfahrt in weniger als 1000 Meter ankündigte. Auf den anderen beiden Spuren wurde vor LKW-Stau gewarnt. Kein Stau in Sicht, für die rechte Spur entschieden, bis wir hinter drei LKW, die an einer roten Ampel warteten (auf der Autobahn!?), anhalten mussten. Okay, neue Erfahrung für uns, die warteten auf die Zollabfertigung; stimmt ja, die Schweiz gehört nicht zur EU.

Dann eben auf die mittlere Spur und nach der Ampel gleich wieder rechts einscheren und abfahren. Im Dunkeln war das noch etwas befremdlicher als sowieso schon.

Das Navi fand dann das Kinocenter sehr schnell, das Parken war netterweise für drei Stunden gratis. Das Kino befindet sich ganz oben im Shoppingcenter, dessen Geschäfte natürlich schon längs geschlossen und die Rollgitter heruntergelassen hatten. Es war menschenleer, die Rolltreppe bereits abgeschaltet, und wir waren nur zu sechs im Kinosaal. Das Popcorn war frisch und lecker, der Film klasse.

Auf dem Rückweg zum Auto war es noch leerer, auf dem Hinweg waren zumindest noch Stimmen von oben zu hören gewesen. Die Ausfahrt war zwar nah, aber nicht so einfach zu erreichen. Wir mussten ein bisschen entgegen der Fahrtrichtung rangieren und uns wurde klar, warum alle anderen Fahrzeuge rückwärts eingeparkt waren. Vor der Ausfahrt mussten wir uns für die Fahrtrichtungen D/F oder CH entscheiden. Wir nahmen natürlich D/F und fanden uns vor einem heruntergelassenen Rolltor wieder. Hmm, dann eben Richtung Schweiz, die einzige Möglichkeit, das Parkhaus zu verlassen. Gleich darauf über eine durchgezogene weiße Linie wieder zurück auf die richtige Fahrspur (alle Autos hinter uns machten es genauso) und ab auf die Autobahn.

Was war nun spannender, der Film oder die Realität?

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