Mit dieser Frage begann vor vielen Jahren ein kleines Gespräch mit einem älteren Mann, der sein Belohnungsbier in der Sonne vor der Jugendherberge in Hann. Münden trank, in der wir, aber nicht er, übernachteten. Er bewegte sich weserabwärts mit seinem Wohnmobil auf der Straße und seinem Kajak auf dem Wasser Stück für Stück Richtung Heimatstadt, Wohnmobil voran, mit dem Bus oder Taxi zum Kajak zurück, auf dem Wasser wieder zum Wohnmobil.
„Kennen Sie eigentlich Höxter?“ fragte er in dem nicht wirklich lang währenden Gespräch mehrmals. Seitdem sahen wir überall, wo wir unterwegs waren, Autos mit dem Kennzeichen HX. Überall und in einer solchen Menge, dass wir schon überlegten, ob wohl alle aus dem Kreis Höxter lieber woanders sind als zuhause.
Nun ist Höxter nur eine Autostunde vom Campingplatz entfernt. Was liegt näher, als Huxaria, das Zentrum des Weserberglandes endlich einmal kennenzulernen. Der Weg führte uns bei blauem Himmel und Sonnenschein bergauf/ bergab durch schon beginnende Herbstfärbung bis ins Zentrum von Höxter. Netterweise hat der Bürgermeister verfügt, dass man dort an Samstagen kostenfrei parken kann. Das war doch schon mal ein guter Einstieg. Der zweite gute Einstieg war das Bäckereicafé kurz vor Beginn der Fußgängerzone, wo wir uns noch einmal für den Ausflug stärken könnten:

Und endlich, endlich, nach weiteren Hinweisen auf die Straße der Weserrenaissance am Wegesrand lüftete sich auch deren Geheimnis.
So sehen die Häuser dann aus:



Mehr oder weniger erfolgreich haben Architektenbüros im vergangenen Jahrhundert versucht, Stilelemente der noch erhaltenen alten Häuser aufzunehmen und in die Moderne zu integrieren:

Die St. Nikolaikirche am Markt feierte ihr 250 jähriges Kirchweihjubiläum mit einer interessanten Ausstellung in der Kirche.

Dafür, dass die halbe Fußgängerzone gerade aufgerissen war, kann Höxter ja nichts.

Wir trafen sogar noch die Hexe, die versucht, Hänsel und Gretel in ihr Knusperhäuschen zu locken.

Am Weserufer spazierten wir, soweit es die Baustellen dort zuließen, zurück zum Auto. 2023 findet in Höxter die Landesgartenschau statt, die baulichen Vorbereitungen für die dann längste Bank Nordrhein-Westfalens laufen bereits.
