Fyn Rundt und Avernakø lang

Die klassische Veranstaltung für Traditionsschiffe „Fyn Rundt“ war der Anlass, uns dann doch trotz der nicht vielversprechenden Wettervorhersage für eine Fahrradtour zu entscheiden. Die wollten wir auf Avernakø machen und auf der Rückfahrt mit der Fähre mit den Traditionsschiffen zusammen wieder in Faaborg einlaufen. Guter Plan soweit.

Wir waren vormittags rechtzeitig am Hafen, wo uns dieses Schild erwartete:

Und darunter rechts eine ewig lange Schlange quer über das Gelände, links nur vier Personen wartend. Während man sich ja sonst gerne bei der kürzeren Schlange anstellt, war es hier frustrierend, denn wegen Covid ist wohl die Anzahl der Personen auf der Fähre und/ oder auf der Insel begrenzt. Und die Personen mit Reservierung haben Vorrang. Nach einer kleinen Hängepartie des Hoffen und Bangens war die lange Schlange im Bauch der Fähre verschwunden und der Zähler in der Hand des Fährmannes noch nicht am Limit: wir durften mit!

Der erste Stopp auf Lyø ließ den allergrößten Teil der Schlange wieder heraus, und wir fuhren weiter nach Avernakø.

Hafen von Lyø
schönstes Segelwetter
Während einige Besucher die Insel so erobern, …
… brettern wir mit den Fahrrädern los, insgesamt 15km hin und zurück.

Die Insel besteht eigentlich aus zwei Inseln, Avernak und Korshavn, seit 1937 durch einen Damm verbunden. Die Kirche steht in Avernak By, der erste protestantische Kirchenneubau nach der Reformation. Der erste Pastor war damals ein Mönch aus dem Kloster in Faaborg, der zum Protestantismus konvertiert war.

Im nächsten Ort Munke gibt es eine kleine Pause mit einem Eis von Skarø, Erdbeer-Maracuja-Sorbet bzw. Stachelbeer-Sorbet.

In Munke steht auch der zweite Maibaum der Insel, den die Bewohner immer am Pfingstsonnabend zusammen schmücken und aufstellen, ein Brauch, der in Dänemark nur noch auf einer weiteren Insel (Strynø) gepflegt wird.

Für uns geht es weiter an Kornfeldern vorbei über den Damm, Drejet genannt, nach Korshavn bis zum östlichsten Inselende Revkrogen.

Nach einer kurzen Pause mit den Füßen im weichen Strandsand (eine Seltenheit an den fün’schen Stränden) ging es zurück. Von den Hügelkuppen aus konnten wir die Traditionssegler in der Ferne sehen.

Die Fähre brachte uns schließlich mit den letzten einlaufenden Segelschiffen zurück nach Faaborg. Der größere Teil war schon etwas länger dort.

Wir machten anschließend noch einen Spaziergang an den gut gefüllten Kais entlang zum Räuchereicafé, um Fisch für das Abendessen zu kaufen.

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