Vestfyn – fast wie in Südeuropa

Inzwischen sind wir im Westen von Fünen gelandet, in Middelfart, wieder mit Brückenblick, diesmal gleich auf zwei Brücken, die alte und die neue Brücke über den kleinen Belt. Den Blick haben wir allerdings nur, wenn wir das kurze Stück vom Campingplatz aus zur Küste gehen.

Alte Lillebæltsbroen
Neue Lillebæltsbroen

Hier auf dem Platz sind wir die absoluten Ausnahmen, es ist ein kleiner Platz nur mit Dänen. Und uns. Wir wurden am Waschraum sogar schon gefragt, ob wir überhaupt hier auf dem Platz wohnen würden. Okay, wir trugen Helm und schoben die Räder, es war schon abends. Mal eben schnell ganz eloquent auf dänisch geantwortet: Ja! und die Fragende (Kay taufte sie Campingplatz-Blockwart, ein späterer Vergleich mit dem Prospektbild ließ aber vermuten, sie ist die Eigentümerin.) fragte nichts weiter. Bei einem späteren Treffen grüßte sie freundlicher.

Zwischenzeitlich waren wir mal kurz zuhause, um all die Sachen einzupacken, die wir vergessen hatten und um ein paar Dinge zu erledigen. Dann schnell wieder über die Grenze, bevor Dänemark zu einem Hochrisikogebiet wird.

Die soeben erworbenen Auffahrkeile können wir auch sofort nutzen. Der Stellplatz unter den Obstbäumen ist zur Hecke hin abfallender als zunächst wahrgenommen.
Die hochsommerlichen Temperaturen machen den Boden zu einer Herausforderung für das Heringe einschlagen, die Erde ist steinhart gebacken.
Bei weit mehr als 30 Grad und Windstille wird das Aufbauen des Vorzeltes zu einer mehr als schweißtreibenden Angelegenheit und geht nur langsam voran.

Als alles steht können wir vor Erschöpfung nicht entscheiden, ob es im Wohnwagen, im Vorzelt oder doch draußen im Schatten kühler für das Ausruhen ist. Selbst das mitgebrachte Wasser ist lauwarm. Ich entscheide mich für eine liegende Position mit einem feuchten Tuch auf der Stirn. Erst am Abend machen wir noch eine kleine Erkundungstour mit den Rädern in die Stadt hinein.

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