Genbrug – Secondhand

Wie schon öfter erwähnt, lieben wir es ja, in den gemeinnützigen Secondhand-Shops nach interessanten Dingen zu stöbern. In kleineren Orten sind es meist auch kleine, manchmal vollgestopfte Läden in der Nähe der Haupteinkaufsstraßen oder auch auf der Hauptstraße, um Leerstand in den Ladenlokalen zu verhindern. In größeren Orten findet man auch meist einen größeren Laden in einem der am Stadtrand liegenden Industriegebieten.

In diesem großen Laden in Nyborg haben wir nur einen neuen Teebecher erstanden. Glas- und Porzellanwaren gab es zum halben Preis. Auf dem Becher klebten zwei Preisschilder, 10 Kronen und 5 Kronen. Wie man mathematisch nur unschwer errechnen kann, befindet sich der neue halbe Preis bereits auf dem Becher. Das ehrenamtliche, täglich wechselnde Personal, meist alte oder auch sehr alte Damen, benötigt Sicherheit.

Unabsichtlich stand der Becher nun mit dem 5-Kronen-Preisschild der Dame zugewandt auf dem Kassentresen und sie bekam ein 5-Kronen-Stück in die Hand. Sie sagte etwas, was wir nicht so schnell verstanden (kein erkennbarer Kontext) und hantierte mit der Kasse, die nicht so wollte wie sie. Wir warteten noch ein bisschen, aber sie beschäftigte sich weiter mit der Kasse. Daraufhin wünschten wir ihr einen guten Tag und wollten gehen. Sie bekam die Kasse auf und wiederholte, was sie kurz zuvor bereits gesagt hatte: wir sollten doch noch Wechselgeld erhalten. Der halbe Preis für den Becher belief sich also auf 2,50 Kronen. Okay, unsere dänischen Sprachkenntnisse eignen sich nicht zum Argumentieren. So nahmen wir auch noch das Wechselgeld in die Hand und freuten uns.

Mit dem Sparschäler an Bord, erstanden zuhause im lokalen Edeka, hier links im Bild, kam Kay nicht gut zurande. Also hielt der Blick in den Secondhand-Läden auch Ausschau nach einem neuen Sparschäler. Irgendwo in Haderslev fanden wir den schicken neuen, rechts im Bild. Er sieht auch viel stylischer aus. Den probierte ich gestern aus und wunderte mich, dass ich mein Handgelenk beim Apfelschälen in einem so merkwürdigen Winkel halten musste. Scharf war der Sparschäler schon, aber irgendwie unhandlich. Kurzerhand nahm ich ihn in die linke Hand (wie gut, dass ich sehr viele Dinge auch mit links ziemlich gut machen kann) und schälte den Apfel ohne weitere Probleme in Nullkommanichts. Siehe da, da haben wir einen Schäler für Linkshänder erstanden. Na, macht nichts. Ich kann beide verwenden, Kay muss mit dem Blechteil halt üben!

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