Die Gemeinde Nyborg ist sehr ergiebig, was potentielle Erlebnisse angeht. Wir könnten von Campingplatz aus eine Fahrradtour an der Küste entlang zum nahegelegenen Schloss Holckenhavn machen, oder mit dem Auto eine „Sprit“-Tour. Hier in der Nähe gibt es zwei Brauereien, deren Biere mit Preisen ausgezeichnet wurden und drei Weingüter (mildes Klima hier), alle mit angeschlossenen Hofläden (was für ein Fest!) und in Nyborg selbst eine Destillerie, die Whiskey, Rum, Gin und Aquavit brennt. Auch Odense lockt mit einem tollen Kunstmuseum und dem neu eröffneten Hans-Christian-Andersen-Haus.

Aber eine mächtige Regenfront macht alle Pläne zunichte, wir sitzen das Wetter im Wohnwagen aus, lesend, schreibend, Gitarre spielend, essend und trinkend. Das geht ganz gut. Am Nachmittag scheint wieder die Sonne. Wir erkunden den Strand in die andere Richtung, nach Süden hin. Aber auch dort nur Kiesel, Algen, eine Spur von Sand und flaches Wasser; nicht besonders schön und auch nicht gut zu gehen.

Für den Rückweg finden wir einen Aufgang zu einem Gerstenfeld mit einem gemähten Randstreifen, wie gemacht für uns. Leider endet der Streifen bald, und wir gehen weiter in den Furchen. Die Gerste wächst höher und ist unten nasser als gedacht. Aber nun sind wir unterwegs. Wir treffen auf eine weitere gemähte Schneise mitten im Feld, der wir folgen. Aber auch die stellt sich nicht als unser Weg heraus, sondern führt direkt und in gerader Linie zum Bauernhof. Wie cool, ein privater Zugang zum Meer. Da wir den Umweg über den Hof und die Straße nicht laufen möchten, geht es wieder querfeldein, bis wir schließlich unseren Ausgangspunkt erreichen.

Zur Belohnung gibt es ein Eis aus dem Campingplatz-Kiosk und Unterhaltung durch die Mitcamper am Badesteg.



