Sonnabends ist Bettenwechsel in den Sommerhäusern, schon immer gewesen, obwohl die Familien nebenan schon am Freitag wechselten. Aber die große Mehrheit fährt am Sonnabend zur mehr oder weniger gleichen Uhrzeit Richtung Süden. Erst am Kreisel Richtung Autobahn verdünnt sich der Verkehrsfluss, wenn man selbst an der Westküste weiter zur Grenze fährt.
Bis dahin verging aber noch einige Zeit, es begann sich schon nördlich von Varde zu stauen. Deshalb fuhren wir in die Stadt hinein, um einen Kunstgarten anzusehen. VardeGarten (wobei die Buchstaben ART fett geschrieben werden), eröffnet 2018, ist nicht so einfach zu finden. Das Navi lotste uns direkt neben der Fußgängerzone in eine schmale Gasse. Das konnte eigentlich nicht richtig sein, denn wir erwarteten einen Park. Aber es war richtig und unser Auto wurden wir da nicht los.

Glücklicherweise sind die dänischen Sprachkenntnisse gut und zufälligerweise stand am Eingang eine nette Dänin herum, so dass der Weg zum nächsten Parkplatz leicht zu finden war.

Der Kunstgarten liegt tatsächlich mitten in der Stadt und hat einen zweiten Zugang von einer Shopping Mall aus.


Marktplatz, Rathaus und Kirche liegen gleich nebenan.

Die Kunstwerke, meist von namhaften dänischen Künstlern, aber auch von internationalen Künstlern, gruppierten sich rund um eine riesige Blutbuche herum und werden von einer gemeinnützigen Stiftung angekauft. Die Skulpturen und Reliefs aus Mamor, Bronze, Granit, Keramik und Stahl werden immer mal wieder umgestellt oder auch ausgetauscht.





Den Pavillon kann man für Veranstaltungen mieten. Essen und Trinken gibt es im Kro nebenan mit dem schönen Namen „Von Lügenhals“.
So ein Gartenareal hätte auch für uns zuhause genau die richtige Größe, ebenso wie die ausgestellten Werke. Schade, dass wir keine Stiftung in der Hinterhand haben, die uns so ein Kleinod finanzieren würde.
Wir haben noch einen kleinen Rundgang durch die Fußgängerzone gemacht, wollten dann aber auch weiter nach Hause fahren. Gleich hinter Varde stauten wir uns mit den später abgefahrenen Sommergästen bis zum besagten Kreisel und entschieden uns dann aufgrund der Staumeldungen auf der Autobahn dazu, über Ribe gen Süden zu fahren.
Bis bald, schönes Dänemark.
Achja, Varde. Ein Ort, an dem man irgendwie ‚vorbei kommt‘. Und dann denkt man Sich so: da fährt man (gefühlt) mindestens sein halbes Leben lang nach Dänemark in den Urlaub und entdeckt diese kleine, freundliche Stadt fast wie nebenbei. Bei nächster Gelegenheit sollten wir viel Zeit für einen ausgiebigen Erkundungsbesuch einplanen.
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