Lyngvig Fyr, zweiter Versuch

Um es gleich vorwegzunehmen: es wird irgendwann auch noch einen dritten Versuch geben. Diesmal hatten wir keinen Regen. Wir waren früh genug da, so dass der Andrang sehr übersichtlich war. Auch der Eintritt in den Leuchtturm (Ich hatte mich schon sehr auf die Wendeltreppe im Innern gefreut.) war auf die Hälfte reduziert.

Blick vom Parkplatz aus

Aber: der Aufenthalt in Dänemark an der Küste im Sommerhaus ohne Masken vor dem Gesicht lässt einen schnell vergessen, dass da ja noch was mit Corona war. Auch die Desinfektionsmittel im Eingang der Geschäfte kommen zierlich in hübschen Behältern auf einem Beistelltisch daher.

Für den Aufgang zum Leuchtturm mit seiner Aussichtsplattform musste man also ein zeitlich gebundenes Ticket kaufen und sich dann erst einmal anstellen. Etliche Familien konnten dort in der Warteschlange schon nicht so gut mit den Sicherheitsabständen umgehen (freundlich formuliert). Oben auf der Plattform drängte und schob es sich dann im Kreis.

im Hintergrund der Ringkøbing Fjord

Dazu hatten wir überhaupt keine Lust. Deshalb beschlossen wir, lieber schöne Fotos von unten zu machen und spazierten über die Düne Richtung Strand.

auf der Düne
und schon wieder runter
am Strand entlang, mit den Füßen im Wasser, Ausschau nach schönen Steinen halten, macht in Corona-Zeiten nochmal mehr Spaß
und leer ist es (dafür mit ein bisschen mehr Farbe)

Lynvig Fyr ist der jüngste der dänischen Leuchttürme, 1906 erbaut. Schiffsunglücke gab es rund um Jütland schon immer zuhauf. 1903 strandete das Dampfschiff Avona, und es kamen 24 Seeleute um. Diesmal intervenierte die norwegische Regierung und drängte auf den Bau eines Leuchtturms. 38 Meter hoch ist er und gewinnt noch etwas an Höhe, da die Düne selbst auch noch 17 Meter mitbringt.

er ist einfach markant in der Landschaft

1965 wurde das Leuchtfeuer automatisiert. Davor wohnten der Leuchtturmwärter mit zwei Gehilfen und deren Familien ziemlich einsam auf dem Gelände. Nur einmal jährlich wurden sie von Kopenhagen aus versorgt. Alles andere mussten sie selbst anbauen oder fischen. Was für eine Vorstellung! In den Gebäuden sind heute u.a. ein kleines Museum, ein Shop und ein Café untergebracht.

Blick von den umliegenden Gebäuden aus

Hinterlasse einen Kommentar