Stormy Sun- and Monday

Vom atlantischen Sturmtief, das uns gerade das Hochsommerfeeling an der dänischen Nordseeküste vermissen lässt, lassen wir uns die täglichen Strandspaziergänge nicht vermiesen. Die Brandung ist einfach atemberaubend.

sehr hohe Wellen, sehr grauer Himmel

Gestern war es fast zu stürmisch zum Fotografieren. Alle Hände wurden gebraucht, den Hut, die Jacke und das Enkelkind daran zu hindern, einfach wegzufliegen. Im Wind flatternde Haare behinderten die Sicht. Der Wind blies so stark, dass das Kind einfach umgeweht wurde. Trotzdem war die Brandungskante mit den heranrollenden Wellen so anziehend, da mussten wir unbedingt näher ran. Das Kind wurde noch vor dem sich auftürmenden Nass gerettet, Omas Gummistiefel liefen dabei schwuppdiwupp voll. Stiefel nass, Socken nass, das schlimmste war am Ende, die nassen sandigen Füße für den Rückweg zum Haus wieder in die nassen sandigen Stiefel zu stopfen.

Sie trocknen auch am nächsten Tag noch, ausgestopft mit Zeitungspapier, vor sich hin.

Heute ließ sich die Sonne doch wieder blicken, dafür wurde der Wind kälter. Den feinen Dünensand nutzte er, um die Beine in den kurzen Hosen mal so richtig sandzustrahlen. Das war mehr als unangenehm. Allerdings war die Oma heute schlauer, diesmal ging es gleich mit nackten Füßen ins Wasser. Das Kind musste von zwei Personen am Wasserrand festgehalten werden, Umfallgefahr durch Wind und Wellen.

Der Hund ist kein Seehund, er ist eher wasserscheu.

Wir hatten auflaufendes Wasser, je länger der Spaziergang dauerte, desto schmaler wurde der Sandstreifen.

Daher ging es durch und über den Dünenkamm auf der Rückseite zurück. Dort beweiden schottische Hochlandrinder ein ca. 60 ha großes Naturschutzgebiet. Durch die Beweidung bilden niedrig blühende Stauden hübsch anzusehende und wohlriechende bunte Teppiche.

Sandthymian und andere hübsche Pflanzen

Auf die Weidefläche kamen wir zufällig durch ein Tor, das auf unserem Weg lag. Als wir schließlich an die Bebauungsgrenze zu den Sommerhäusern kamen, war von einem Ausgangstor nichts zu sehen. Hm, dann eben immer an dem Elektro-Weidezaun entlang, irgendwann kommt wohl ein Tor. Schließlich sahen wir Jogger, leider lag der Fußweg auf der anderen Seite des Zaunes. Von einem Tor war weit und breit nichts zu sehen. Also rollten wir uns kurzerhand unter den stromführenden Drähten hindurch, sehr zur Belustigung der Urlauber, die die Sonne im Windschatten ihrer Terrassen genossen.

Sturmmöwe im Sturm

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