Die nächsten anderthalb Tage harrten wir bei Sturm und Regen und sporadischem Sonnenschein im Wohnwagen aus, genug zu lesen hatten wir eingepackt. Mit dem Wohnwagen mitgekauft hatten wir auch ein leichtes Reisevorzelt („keine Gewähr für die Funktionsfähigkeit“). Nun wollten wir gern wissen, in welchem Zustand es ist und wie der Aufbau klappen würde. Dafür musste nur der stürmische Wind mal nachlassen.
Es gab keine Aufbauanleitung für das Zelt. So hatte ich mich vorher schon mal im Internet schlau gemacht. Auch dort fand sich keine schriftliche Anleitung, aber bei YouTube baute so ein cooler Macker genau unser Modell zur Probe auf. Der stellte sich dabei selten dämlich an, vielleicht gehörte es zur performance, denn die likes attestierten ihm ein gelungenes Video. Warum man dafür sprachlich entgleisen muss, erschließt sich mir nicht ganz, ich habe die ganz doofen Stellen vorgespult und trotzdem einen guten Eindruck erhalten, wie der Aufbau in etwa gelingen könnte.
Das war im Frühjahr. Beim Auspacken des Packtascheninhalts kamen so nach und nach die Erinnerungen wieder. Recht zügig, trotz der gelegentlichen Windböen, stand das Vorzelt und ist in tadellosem Zustand. Wahrscheinlich wurde es von den Vorbesitzern nur einmal aufgebaut, vielleicht verzweifelt an den vielen Strippen und der fehlenden Anleitung. Unser „Zeltteppich“ aus dem Sabbatjahr passt hervorragend hinein. In dem Zuge fanden auch die Wäscheleine und die Lichterkette ihren Platz.
Beim Wühlen in der Kramkiste fand sich dann auch noch der fehlende Stromadapter wieder. Wir hätten den Adapter also vor zwei Tagen nicht panikmäßig im Campingplatz-Shop kaufen müssen. Netterweise konnten wir ihn wieder zurück geben. Das Abendessen im Vorzelt schmeckte danach noch mal so gut.




















































































