Das ist der Stadtteil, in dem unser Hotel liegt, etwas erhöht auf einem Hügel. Die Auswahl fiel beim Buchen auf dieses Hotel der Kette wegen der gleichnamigen Debüt-CD der norwegischen Folkband Majorstuen. Im Stadtteil liegt auch Norwegens Musikhochschule, an der sich alle Bandmitglieder kennengelernt hatten. Kay hat damals deren Geigerin Ragnhild Furebotten sehr beeindruckt, als Majorstuen beim Folkfestival in Rudolstadt auftraten, ebenso wie Kay mit Hansdans.

Das Hotel Thon Glydenløve liegt an einer langen Einkaufsstraße, dem Bogstadveien, einer der spannendsten Shoppingmeilen in Oslo, wie die Hotelbeschreibung verspricht. Das stimmt, wir genießen allerdings nur das Ambiente. Unser Zimmer geht nach hinten heraus und ist ganz ruhig. Das „modern-urbane, minimalistisch skandinavische Design“ ist sehr angenehm. Ganz in britischer Manier gibt es eine Tee- und Kaffeeauswahl samt Wasserkocher auf dem Zimmer.

Richtig cool ist die Lounge im zweiten Stock in der Nähe unseres Zimmers, in der man Zeitung lesen kann, den ganzen Tag Kaffee und Tee, Kekse und Obst for free bekommt und das Leben auf dem Bogstadveien beobachten kann.



Aber die Sonne scheint und wir erkunden die als sehr elegantes Viertel bezeichnete Gegend im westlichen Oslo. Als ersten fallen die vielen sehr schönen Häuser und Villen auf, ein Mix aus sehr moderner Architektur und alten Holzvillen, dazwischen auch Wohnblocks aus dem letzten Jahrhundert. Es gibt unglaublich viele Kindergärten hier, ab 16 Uhr werden die Kinder alle abgeholt. Als zweites fallen die vielen Elektroautos auf, die leise surrend um die Ecken flitzen. So viele Teslas wie hier haben wir noch nie gesehen. Vor unserem Hotel parkt die ganze Zeit neben einem Tesla ein Jaguar als Fahrschulwagen. Natürlich gibt es in der Innenstadt im hippen neuen Viertel Tjuvholmen einen Showroom für Elekto-Jaguare. Norwegen will in den nächsten Jahren die Zulassung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ganz verbieten. Aber es gibt auch noch andere Wagen hier.


Das Frühstück ist im Hotelpreis inbegriffen und der Knaller! Hier gibt es alles zu essen, was man sich auf einem tollen Frühstücksbüffet vorstellen kann. Dazu all das, was moderne Städter nicht missen möchten, Smoothies in verschiedenen Farben, gluten-, lactose- und sonst wie -frei. Sehr angesagt in Norwegen ist zur Zeit ein Apfelsaft-Ingwer-Shot zum Frühstück, getrunken aus dem Schnapsglas, sehr scharf, mit einer reinigenden und entzündungshemmenden Kraft – mindestens gewöhnungsbedürftig, obwohl ich selbst viel frischen Ingwer im Essen verwende.





Das Frühstücksbüffet wird im El Camino serviert, dort gibt es abends Burritos und Tacos, auch lecker. Zwei Burritos und zwei Holunderblütensäfte für 42€. Nur zwei Hauptgerichte in einem Asian-Fusion-Restaurant in einer Nebenstraße kosteten uns 50€, da tranken wir dann nur Wasser dazu. Zum Nachtisch gab es in der Hotellounge dann Tee und Kekse. Für norwegische Verhältnisse sind diese Preise ganz normal.


Das Hotel liegt ca. eine halbe Stunde zu Fuß vom Zentrum entfernt, ist aber sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Busse und Straßenbahnen (Trikk) halten fast vor der Tür, die Metro (T-Banen) ist in wenigen Minuten zu erreichen. Für alles, auch für die Fähren gilt ein Ticket, im Vorverkauf umgerechnet 3,50€ für eine Stunde Gültigkeit, für Norweger unglaublich günstig.