Dass Mårup Kirke bereits von der Steilküste verschwunden ist, hatte ich schon in einem der vorherigen Beiträge geschrieben. Jahrzehnte begleitete ihr Anblick hoch oben an der Küstenlinie unsere Ferienaufenthalte. Von Mal zu Mal wurde der Abstand zwischen der Kirchenmauer und der Abbruchkante kürzer und das Interieur im Innern weniger, bis Mårup Kirke schließlich im Jahr 2008 nur noch 8-10 Meter vom sicheren Absturz entfernt war und man mit einem stufenweisen Rückbau des Gebäudes begann. 2015 wurden dann die inzwischen nur noch zwei Meter hohen Mauern abgetragen.




Und so werden wir sie in Erinnerung behalten (2004), Wikipedia sei Dank:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2b/Maarup_Kirke_-_Loenstrup_ubt.jpeg
Der Parkplatz vor der Kirche ist der Ausgangspunkt unserer Wanderung quer durch die Schaf- und Kuhweiden, entlang der Steilküstenabbruchkante, aber immer in sicherer Entfernung von ihr.



Alle Gebäude rund um den Turm selbst sind inzwischen verschwunden. Vor vielen vielen Jahren haben wir im dortigen Café noch Kaffee, Kuchen und Eis bekommen, inzwischen nicht mehr vorstellbar. Wir sahen die Nebengebäude in den unterschiedlichsten Stadien ungefüllt, teilgefüllt und vollständig unter Sand begraben. Aber nun ist gar nichts mehr übrig außer dem Turm und viel Schuttreste, mit dem die Besucher sehr kreativ umgehen:


Dafür kann man jetzt ohne Eintritt bezahlen zu müssen, auf den Turm zum ehemaligen Leuchtfeuer hochklettern. Es führt eine Eisentreppe mit gelöcherten Trittstufen hinauf, glücklicherweise mit einem Handlauf an beiden Seiten, doch auch so schon ein Weg, auf den man sich konzentrieren muss. Auf den Wänden finden sich Reminiszenzen an den Leuchtturm:


Oben wird der Aufstieg mit einen tollen Rundumblick belohnt:



Inzwischen ist der Turm ebenfalls vom Absturz bedroht. Weil er aber eine sehr beliebte Touristenattraktion und ein markantes Wahrzeichen der Gegend ist, wird er in diesem Herbst „umziehen“. Das Fundament wird mit Stahlträgern verstärkt, der Turm anschließend auf eine Art „Rollschuhe“ gesetzt. Mit Hilfe von Hydraulikpressen wird er dann über Schienen zu seinem neuen Standort 80 Meter weiter ins Land hinein gebracht und soll dann frisch geweißt in neuem, alten Glanz erstrahlen.
