Shakespeare’s The Winter‘s Tale 2018

Eine Winter‘s Tale ist eigentlich ein Schauermärchen, mit denen mit sich zu damaliger Zeit die langen Winternächte vertrieben hat. Die durchaus sehr tragische Komödie ist recht spät entstanden, ca. 1610/11, und spielt sowohl in Sizilien und in Böhmen, wobei Shakespeare es nicht so genau nahm mit den geografischen Einzelheiten auf dem Festland. Wir sehen das Stück bei 27 Grad, da ist es schon schwierig, sich einen kalten und dunklen Winter vorzustellen.

Der Plot: Der böhmische König verbringt neun Monate bei seinem Jugendfreund Leontes, dem König von Sizilien, der urplötzlich aus heiterem Himmel beschließt, dass seine Frau Hermione im neunten Monat schwanger nicht von ihm, sondern von seinem Freund sein muss. Ein Lord seines Hofes soll den befreundeten König daraufhin vergiften, stattdessen fliehen beide nach Böhmen. Leontes nimmt dies als weiteren Beweis des Ehebruchs und wirft seine Frau in den Kerker, wo sie zu früh entbindet und eine Tochter gebiert. Gleichzeitig schickt er Männer zum Orakel nach Delphi, um von dem sein eigenes Urteil bestätigen zu lassen. Die neugeborene Tochter Perdita erkennt er natürlich nicht an und lässt sie schutzlos an der wilden Küste Bohemiens aussetzen. Vor Gericht entscheidet Leontes, dass seine Frau ihn nicht nur betrogen habe , sondern ihn auch noch umbringen wolle, obwohl das Orakel Hermiones Unschuld verkündet. Sowohl Leontes ältester Sohn als auch Hermione sterben aus Verzweiflung.

16 Jahre später, Perdita ist bei einem Schäferpaar in Böhmen aufgewachsen, wirbt des Königs Sohn um die angebliche Schäferstochter. Das darf natürlich nicht sein. Daraufhin flieht das Paar nach Sizilien, um sich Leontes zu präsentieren. In Sizilien trauert Leontes immer noch seiner Frau nach, erkennt seine Tochter als solche an, und alle gehen, um eine lebensechte Statue von Hermione zu bewundern. Wie von Zauberhand erwacht diese zum Leben und alles ist wieder gut.

Während des Stücks ist es im Yard nicht erlaubt, auf dem Boden zu sitzen. Man wird immer wieder aufgefordert, sich hinzustellen. Jetzt wissen wir warum: auf einem Platz ohne Bänke darf man eben nicht sitzen. Die Stadt schickt Undercover-Kontrolleure, um das zu überprüfen. Sollten sitzende Zuschauer gesichtet wegen, muss das Theater für jeden eine Strafe zahlen. Aber in der Pause darf man sich sitzend ausruhen, bis man aufgefordert wird: „Enough of the comfy concrete!“ und der zweite Teil beginnt.

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