Rain, rain, go away, come back another day

Eine Abkühlung ist schon schön, aber ein Halbierung der Temperatur nach unten mit Dauerregen ist schon was anderes. Einen Tag kann man gut mit schlafen, lesen und Tee trinken verbringen. Aber am folgenden Tag wird auch das langweilig, denn London hat ja viel zu bieten, auch for free. Wir fahren quer durch die Stadt, bleiben aber nördlich der Themse und landen in der Tate Britain. Dort gibt es tolle britische Kunst zu sehen.

Wir machen einen kleinen Streifzug durch die britische Kunst von 1940 bis 2000, entdecken Turner in einer Sonderhängung neu, in einem weiteren Raum werden Bilder von Turner und Constable einander gegenüber gestellt.

Dann gibt es auch Sonderschauen ohne Eintritt zu bezahlen. Lisa Brice, eine Malerin aus Südafrika, konzentriert sich auf Frauen, die sie zum Teil aus alten europäischen Kunstwerken „befreit“, wo sich diese häufig als einzige Frau unter Männern befinden (und von Männern für ein überwiegend männliches Publikum gemalt wurden) und setzt diese in eine aus lauter Frauen bestehende Umgebung.

Gertrude Stein, von Picasso gemalt, hinter der Frau im gestreiften Kleid, jetzt im Gespräch

In den neoklassizistischen Duveen Gallerien hat die Künstlerin Anthea Hamilton eine Umgebung rund um die ausgestellten Moore-Skulpturen aus weißen Haushaltsfliesen gebaut. Diese stellt die Bühne für das Projekt „The Squash“ dar. Ein/e Darsteller/in in einem Kostüm, das von Kürbissen aller Art inspiriert wurde, hält sich in dieser weißen Umgebung auf. Mehr als sechs Monate schlüpft eine von 14 Personen in eines von sieben Kostümen und perfomt.

Vom Museum aus gehen wir an der Themse entlang Richtung Westminster. Der leichte Regen kann uns nicht schocken, denn wir haben ja nun unsere Regencapes.

Der gesamte Weg ist für das Prudential Ride London, ein riesiges Radrenn-Event an diesem Wochenende für Autos gesperrt, aber wir kommen durch, denn das Rennen ist fast zuende. Wir sehen nur noch vereinzelte Fahrer.

Ganz nebenbei gibt es auch noch Westminster Palace, Parliament Square, Big Ben, Downing Street, die Horse Guards und Whitehall zu sehen, bis wir dann am Trafalgar Square wieder in die U-Bahn steigen.

Churchill im Regen, im Hintergrund ist Big Ben (nicht) zu sehen, der Turm ist für die nächsten Jahre eingerüstet

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