Exploring Hyde Park

Die Grünflächen der Parks sind hier ebenso verdorrt wie zuhause, nichtsdestotrotz ist hier die Hitze gut zu ertragen. Alle guten Dinge sind drei, nach dem verhüllten Reichstag in Berlin und dem Gasometer in Oberhausen wollen wir das neueste realisierte Projekt von Christo (und Jeanne-Claude) besuchen, The London Mastaba, die auf dem Serpentine Lake schwimmt. Die Skulptur ist 20 Meter hoch und besteht aus 7.506 extra hierfür angefertigten Fässern, die in rot, blau, mauve und weiß lackiert sind.

Gleichzeitig findet in der Serpentine Gallery eine Ausstellung der beiden statt mit Werken, die sechzig Jahre Schaffen mit Fässern aller Art reflektiert, und das in vollklimatisierten Räumen! Welch Erleichterung, es sind wieder einiges über 30 Grad.

Neben der Galerie entsteht jedes Jahr ein Sommerpavillon, designed von namhaften Architekten. Dort lässt es sich auch bei großer Hitze gut aushalten, denn Frida Escobedo, die diesjährige Ausgewählte, ließ sich von mexikanischen Innenhöfen inspirieren und erschuf eine luftige Konstruktion aus Stahl und Dachziegeln mit einer Wasserfläche innen. Alles zusammen sorgt für ein sehr angenehmes Klima für die erste Kaffeepause.

Abkühlung verspricht auch der Diana, Princess of Wales Memorial Fountain, nicht nur für die vielen Kinder, sondern auch für erwachsene Füße. Der Brunnen ist aus 545 unterschiedlich geformten Granitsteinen aus Cornwall gebaut und erhält sein Wasser aus 100 Meter Tiefe. Kneippkuren kann wunderbar sein.

Dann geht’s, wenn wir schon hier sind, einmal über die Straße in die Serpentine Sackler Gallery. Dort gibt es eine Einzelausstellung mit Bildern von Tomma Abts, die im Herbst weiter in das Art Institute of Chicago reisen wird. Noch nie gehört von der Künstlerin, um dann mit einigem Erstaunen festzustellen, dass sie 1967 in Kiel geboren wurde. Sie ist mit dem Gewinn eines Stipendiums in London in den 1990ern einfach hier hängen geblieben, hat aber eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie inne.

Anschließend kommt eine ausgiebige Kaffeepause mit Schokoladenkuchen im Café nebenan gerade recht. Das wunderbare Gebäude von Zaha Hadid ist neu möbliert, hat jetzt eine angenehme Akustik und einen aufmerksamen Service. Da alle Ausstellungen bisher kostenlos waren, kann man hier auch etwas mehr Geld ausgeben.

Und dann wollen wir irgendwann doch wieder in die Hitze hinaus und stoppen überrascht am Ausgang: es regnet!! 60% Regenwahrscheinlichkeit kommen tatsächlich dort herunter, wo wir uns aufhalten. Da verweilen wir doch lieber noch ein bisschen an diesem schönen Ort.

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